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Autor: Andreas Bleeck |
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Das Jahr 2010 und die Rolle des „Inneren Kindes“ | | |
Dieses Jahr 2010 ist ein Schlüsseljahr für kommende Generationen | Ein wegweisendes Jahr steht vor uns. Das Jahr 2010 ist aus Sicht der westlichen Astrologie das eigentliche Jahr 2012. Prägnante Konstellationen stellen den Bezug zu den Jahren um 1850, 1875, 1900, 1930, 1945, 1966 und 1990 her (siehe meinen Artikel im Meridian III/2009). Jahre der Krisen und Chancen. Im Jahr 2012 vollendet sich zudem der Mayakalender und ein neues Zeitalter beginnt.
Dominant im Jahr 2010 ist das Zeichen Krebs, da es im so genannten Lösungspunkt der Figur von Saturn, Uranus und Pluto steht. Höhepunkt dieser "kardinalen Klimax" (dieser Begriff hat sich aus dem englischen Raum für die jetzigen Konstellationen eingeprägt) ist die Sonnenfinsternis vom 11.7.2010. Bis in den August werden die Aspekte der Konstellation exakte Winkel bilden und alle äußeren Planeten einbinden. Dazu mehr im 2. Teil.
2012 ist ein Symbol, das für jede Kultur andere Bedeutung hat. Das Jahr ist ein Schlüsseljahr der Mayakultur. Am 21.12.2012 enden mehrere Zyklen des Tsolkien. An diesem Tag wird der Stern Sirius in einer Linie mit dem Zentrum unserer Galaxie stehen, mehr Infos bei www.maya.at Für Europa und die westliche Welt bedeutet es, in das Gefühl zu finden, loszulassen von Weltmachtansprüchen, sicheren Versorgungsystemen, ewigen Wachstumsphantasien u.ä. Für Südamerika (wo die Herkunft dieses Kalenderdatums liegt), ist es ein Zeichen der Emanzipation, der Gewinnung von Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Für China bedeutet 2012 vielleicht eher Individuation und Erkennen eigener Bedürfnisse, sowie das Spüren der eigenen Stärke, die diese Kultur solange unterdrückt hat. In Fernost und Indien geht es ebenfalls um die Herausforderung der Schaffung von Infrastrukturen und Lebensgrundlagen. Der Klimawandel ist für diese Region von größter Bedeutung, denn nirgendwo leben so viele Menschen am Meer und an Flussmündungen.
In der arabischen Welt steht 2012 für das Erkennen wahrer Religiösität und Einheit. Die arabischen Statten sind geprägt von einer Zersplitterung in Fragen von Religion, Staatsform und Güterverteilung. Für Russland geht es um Demokratie und die Öffnung des riesigen Areals für Zuwanderung und Völker- und Religionsvielfalt. Und Afrika schließlich, dieser Kontinent der Zukunft, ringt um seine eigene Identität und das Zusammenwachsen seiner Kulturen.
Eigentlich geht es für alle um etwas ganz simples, das Erkennen einer verbindenden Energie, die den göttlichen Kern aller Menschen ausnahmslos erreicht. 2012 symbolisiert den Wendepunkt der schöpferischen Energien, die sich bisher auf den Emotionalkörper konzentrierten und nun in den Ätherkörper aufsteigen und die höheren Chakren öffnen. So wird es in Zukunft immer mehr Menschen möglich sein, telepathische Kräfte zu entwickeln und unabhängig vom dem sich abschwächenden Energiesystem der Erde zu leben.
„Brückenmenschen“ können helfen, eine Verbindung zwischen alten und neuen Energien herzustellen, wie Solara es in ihrem Surfreport für 2010 schreibt (www.solara.com). Menschen, die bereit sind ungewöhnliche Wege zu gehen und sich von äußeren Bedingungen nicht abschrecken lassen. Immer mehr Männer emanzipieren sich auch und lassen sich nicht mehr von patriarchalischen und kriminellen Energien verführen.
Die Wirtschaftskrise ist nur der äußere Schauplatz der Heilung, die momentan geschieht. Wir brauchen die Katastrophen und Konflikte im Äußeren dann noch, wenn wir die eigenen Verletzungen nicht selbst heilen können. Durch den Schmerz über die Welt sind wir in der Lage, auch unsere eigenen Themen zu artikulieren. Von den Arbeitslosen bis zu den entlassenen Managern, von den unterbezahlten und hungernden Menschen bis zu einsamen Neureichen, die um ihren Besitz bangen, von denen, die trotz Überqualifikation nicht das machen können, was sie wollen bis zu denen, die nichts gelernt haben können alle die Verletzungen ihrer Kindheit jetzt bearbeiten.
Wer vor ein paar Jahren noch von Krise gesprochen hat, musste es sich gefallen lassen, mit einem zynischen Lächeln bedacht zu werden. Niemand wollte etwas von Katastrophen hören. Heute ist dies Geschichte. Doch „wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch“ (Hölderlin). Ein Schwarzer ist Präsident von Amerika, eine Frau Kanzlerin eines G8 Staates und die Wirtschaft wird zunehmend durch demokratisch gewählte Vertreter der G20 gelenkt. Wird die Saat dieser Impulse auch im nächsten Jahr weiter aufgehen?
Mit dem Eintritt Plutos in den Steinbock dieses Jahr haben sich die Weichen neu gestellt. Galt Anfang der 90er Jahre mit Pluto in Schütze noch der „Wind of Change“, so bläst uns jetzt das kalte Säuseln der Globalisierung um die Ohren. Pluto im Steinbock macht ernst mit seinen Plänen, die Welt in sein Korsett zu passen. Der Fürst der Unterwelt steht im Steinbock für die Notwendigkeit der Reduktion. Das fällt uns nach all den Jahren des Optimismus und der Vision nach einer gerechten, freiheitlichen Welt, die wir uns mit Pluto in Schütze vorgestellt haben, nicht leicht. Pluto in Steinbock ruft uns auf, die Qualität unserer Versorgungsstrukturen zu überprüfen und die komplexen Begünstigungssysteme zu entwirren. Das kann zu Ängsten führen. Pluto in Steinbock wird in den nächsten 10 Jahren unsere bekannten Strukturen auflösen und die Verwundbarkeit des Wirtschafts-Systems, der Hierarchien und der kalten Profitgier aufzeigen, das war schon lange angekündigt. Bewusst wird es den meisten aber erst, wenn die eigene Sensibilität, die eigenen Verletzungen angesprochen sind und dazu braucht es die Krise.
Die Lösung für eine gemeinsame Zukunft ist die Akzeptanz und Hingabe an das, was zu tun ist. Die Schmerzen und Verlassensängste, die Wut und die Trauer sind Herausforderungen, ob wir es wirklich ernst meinen mit dem "neuen Menschen", mit Emanzipation, Gleichberechtigung, Religionsfreiheit und multiple Kultur, oder ob diese Vorgaben nur ein philosophisches Gedankenspiel für den Wohstandsmensch waren. Der südliche Mondknoten, der seit dem 26.7.2009 im Krebs steht und dort bis 13. Februar 2011 verweilen wird, sensibilisiert uns für Ungerechtigkeit und alte Verletzungen, die mit diesen Themen verbunden sind.
Dieses Jahr 2010 ist ein Schlüsseljahr für kommende Generationen. Das letzte Jahr 2009 endete mit einer Klimakonferenz, an der erstmals 168 Regierungschefs aller größeren Länder der Welt teilnahmen und Kindergarten spielten. Die Geldsummen um die es dort ging, waren für manche wohl nicht handhabbar, das Ganze noch zu abstrakt und zu weit weg von den Erfahrungen, die bisher das Leben bestimmten. Doch es war ein erstes Zeichen einer weltweiten Verantwortung aller Menschen für ihre Erde Gaia und die Absicht wurde gesetzt, die Zukunft gemeinsam und im Angesicht der Bedürfnisse aller Menschen dieser Erde zu gestalten. | | |
Das Jahr 2010 teilt sich astrologisch in drei Abschnitte: | 1. Abschnitt
Januar bis März
Mit dem rückläufigen Mars in Löwe werden wir seit Oktober 2009 mit dem Thema Mut und Selbsterhalt konfrontiert. Im Februar geht Mars zurück in das Zeichen Krebs und löst dort das kardinale Quadrat mit Saturn, Uranus und Pluto aus (wenn auch nicht gradgenau wie im Sommer 2009). Destruktive Seiten von uns können erscheinen und uns den Mut zu Veränderungen nehmen. Tatkraft und Durchsetzungsvermögen können helfen, eine Phase der Depression zu überwinden.
Seit Dezember letzten Jahres befinden wir uns in einem Raum der „Nullenergie“ wie Solara es nannte. Sie wird geprägt durch intensive Erlebnisse mit den Grenzen unseres Verstands und soll uns helfen, abgeschnittene Gefühle und Persönlichkeitsanteile zu integrieren, die wir für die kommende Zeit brauchen. Mars in Kombination mit der Sonne (im Zeichen Löwe) steht für die Aktivierung der Herzensenergien und hilft uns das anzunehmen, was wir nicht zulassen, nicht in unser Herz lassen wollten.
Wir legen jetzt das Fundament für unsere zukünftigen Absichten. Was wir jetzt nicht integrieren wird für lange Zeit nicht mehr erreichbar sein. Diese Art von Energie steht uns erst wieder ab dem Jahr 2020 mit Pluto im Wassermann zur Verfügung. Im März wird uns der Wandel und die Notwendigkeit zur spirituellen Arbeit bewusst werden und wir können die klaren Energien des Fische-Monats zur Reifung nutzen.
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2. Abschnitt
April bis August | Mehrere Planeten wechseln das Zeichen. Damit ist eine Neuorientierung verbunden und eine Aufforderung, alte Verhaltensweisen aufzugeben. Im Mai wechselt Uranus in den Widder, im Juni Jupiter in die Fische, im Juli Lilith in die Fische und Saturn in die Waage.
Uranus im Widder ist ein Zeichen des Aufbruchs. Nach 84 Jahren hat er einen Zyklus vollendet und beginnt mit neuen Ideen. Mit Uranus in Widder werden neue Ideen wie Blitze einschlagen und das System in Frage stellen. Doch mit Pluto in Steinbock wird auch auf Granit gebissen, wenn diese Ideen nicht zu mehr Sicherheit verhelfen. So bleibt manch guter Einfall in der Schublade liegen.
Jupiter tritt im Juni in die Fische und verabschiedet sich von Chiron und Neptun. Diese Dreifach-Konjunktion stand im Zeichen Wassermann für „Heilung durch Technik“. Ipod, Blogger, Twitter haben die Kommunikationsvielfalt erhöht und die Möglichkeit, Informationen zu verstecken, geringer gemacht. Dadurch können nicht nur in China Themen geheilt werden, die mit Geheimnistuerei (Uranus in Fische) und Zentralisierung der Macht (Pluto in Steinbock) zu tun haben. Frei nach Luhmann entsteht Kultur dort, „wo der Beobachter seine Beobachtung beobachten kann.“ Für die Zivilgesellschaft, Non-Profitorganisationen, NGO’s und den humanitären Teil der UNO wird es leichter werden, konstruktive Lösungen beizutragen, weil sie weniger in dogmatische und hierachische Systeme eingebunden sind.
Mit Jupiter in den Fischen und auch mit Lilith, die nächsten Monat folgt, finden wir kostbare Einsichten in spirituellen Themen. Uns wird die Labilität des Menschen bewusst und wie leicht das friedliche Zusammenleben wieder einmal erschütterbar ist. Der Aspekt zeigt die Notwendigkeit der Emanzipation von falschen, religiösen Dogmen an, sowie die Notwendigkeit der sparsamen Haushaltung mit den Ressourcen.
Schließlich tritt Saturn im Juli endgültig in die Waage ein. Unsere Beziehungsstrukturen festigen sich, das persönliche Netzwerk aus Freundschaften, Bekanntschaften, Anvertrauten und Förderern gewinnt Bedeutung. Manche trauern allerdings noch den Tugenden von Saturn in Jungfrau nach und suchen immer noch Halt in Tugenden der persönlichen Leistungsbereitschaft und kritischen Distanz.
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3. Abschnitt
September bis Dezember | Ab Anfang August werden Venus und Mars wieder eine Weile zusammenreisen und unsere Beziehungen auf einen Prüfstand stellen. Im Zeichen Waage und Skorpion (bis Mitte Oktober) können wir unsere Partner und Freunde von einer harmonischen Seite kennenlernen, bis sich zunehmend existentielle Themen anbahnen. Venus wird im Oktober rückläufig und hilft uns bei der Aufarbeitung von Kontakten und Begegnungen der schwierigen Art. Im Skorpion löst sie das Plutothema der Ohnmacht in Bezug auf verkrustete Strukturen aus.
Währenddessen reist der Mars bis Ende des Jahres weiter durch den Schützen, führt zu neuen optimistischen Erkenntnissen und hilft uns weiterzugehen. Nachdem er uns Anfang des Jahres im Löwen mit unserem Ego konfrontiert hat, wird er in diesem Monat unsere Motivation der Stringenz und Nachhaltigkeit prüfen.
Der dritte Jahresabschnitt dient zur Verinnerlichung dessen, was in den ersten beiden Abschnitten geschehen ist. Wir werden viel mit uns selbst beschäftigt sein und immer wieder in Phasen der Ablenkung verfallen. Deshalb ist die Erdung wichtig. Konkrete Projekte, die uns helfen, zu uns selbst zu kommen, sind jetzt das richtige. Langfristige Planung ist nicht notwendig. Die richtigen Dinge kommen allein zu uns und wir werden immer mehr unsere höheren Sinne entwickeln.
Unser Emotionalkörper wird nach und nach abgeschaltet, während sich der Ätherkörper mehr und mehr öffnet und die Energie in das Herz lenkt. Es kann immer wieder passieren, dass und die Emotionen in ungewohnter Weise mitreißen, weil sie an vergangene, unbewältigte Traumatas anknüpfen. Im Prozess Heilung sind die Emotionen von unschätzbarem Wert. Doch wir werden sie zunehmend weniger bedürfen, je mehr wir in den höheren Chakren verankert sind und aus der Intuition handeln lernen.
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Die Heilung des „Inneren Kindes“ | Das Jahr 2010 wartet mit einem speziellen Thema auf. Es wird unter dem Signum des Krebs‘ stehen. Das T-Quadrat von Saturn/Uranus/Pluto kommt in die kardinalen Zeichen Waage, Steinbock und Widder. Die Planeten stehen für revolutionäre Veränderungen und gesellschaftliche Verwerfungen, wie sie nur alle paar Jahrzehnte vorkommen. 1930 war eine ähnliche Konstellation mit denselben Planeten ebenfalls in kardinalen Zeichen. Pluto stand damals allerdings im Krebs; die Themen waren der Verlust von Heimat und Nähe. Heute steht er in Steinbock und löst langsam die bekannten Strukturen und unsere geliebte Ordnung auf. Durch das T-Quadrat kommt der so genannte Lösungspunkt (der Lösungspunkt liegt in der Figur des T-Quadrats in dem 4. Zeichen des großen Kreuzes) im Zeichen gegenüber zu liegen, im Krebs, in dem Pluto vor 80 Jahren Verletzungen der fehlenden Geborgenheit und der Benachteiligung des „inneren Kindes“ hervorgerufen hat.
2010 wird es mit der Jupiter/Uranus Konjunktion in Widder eine weitere Verbindung zu der Zeit der „großen Depression“ geben. 1928 war mit diesem Aspekt Konjunktur für Größenwahn und Gigantismus, der dann schließlich ein Jahr später in die wirtschaftliche Katastrophe führte. Man muss kein Prophet sein, um der derzeitigen Krise das schnelle Ende abzusprechen. Zu wenig Menschen sind bereit, die Konsequenzen ihres wirtschaftlichen Handelns zu ändern und ökonomisch wie ökologisch sinnvoll zu denken. Sinnlose Subventionen für Fleischkonsum, Fortführung von Atomkraft, unbekannte Querwirkungen von Chemikalien in Nahrung und Medizin usw. lassen uns Menschen weiterhin Versuchskaninchen unseres eigenen Größenwahns sein.
Der Krebs steht für das kleine Kind, dass Spaß an der Welt haben möchte, Freude und Sehnsüchte. Er steht für das unbeschwerte Sein und die Leichtigkeit des Miteinanders, wo jeder mit jedem teilt und den anderen gern hat. Der Krebs freut sich über die kuschelige Wärme des Nestbaus. Diese einfachen Dinge des Lebens sind immer möglich, wir schätzen sie aber erst, wenn wohl der letzte Baum verdorrt und die letzte Oase geplündert ist.
Was bedeutet dies auf der psychologischen Ebene?
C.G. Jung wies darauf hin, dass der entscheidende Moment jeder Therapie, jeder zwischenmenschlichen Kommunikation die Annahme des Schattens sei, der „Anders-Artigkeit des Anderen“. Wenn ich weiß, dass dieser Schatten des Anderen nur ein Spiegel meines eigenen Ego’s ist, kann ich mit seiner Hilfe meinen eigenen Schatten erkennen und bin nicht mehr gezwungen, unerwünschte und ungeliebte Anteile vor mir selbst zu verstecken.
Mit Pluto in Steinbock werden die Schatten des Zeichens Krebs sichtbar. Das Dunkel des Steinbocks wird durch das transformatorische Licht Plutos gewandelt. Die „Verdunkelung der Unterwelt“ reißt unsere Wunden auf und fördert so auf der Gegenseite den Wunsch nach Sicherheit und Geborgenheit. Alle Planeten, die im nächsten Jahr durch das Zeichen Krebs reisen und dort dem südlichen Mondknoten begegnen, werden uns in Kontakt mit diesem Thema bringen. Dies wird vor allem in der Zeit um die Sonnenfinsternis von 11.7.2010 der Fall sein.
Wir können im nächsten Jahr wichtige Erfahrung mit unseren konditionierten Glaubenssätzen aus der Kindheit machen. Das „Drama des begabten Kindes “, (Alice Miller, Das Drama des begabten Kindes, ein Buch, das beschreibt, das begabte Kinder anfälliger für narzistische Störungen sind, weil sie in ihren Bedürfnissen weniger unterstützt werden), das sich nicht nur auf der Ebene von Bankern und Managern abspielt, fordert ein Umlernen im Umgang mit sozialer Verantwortung. Diejenigen, die davon ausgehen, dass man „sich das Leben hart verdienen muss“, werden in den nächsten Jahren angesichts von Massenarbeitslosigkeit andere Ausrichtungen für ihr Leben finden müssen und lernen, ihren Sinn unabhängig von den ökonomischen Verhältnissen zu definieren, dies ist umso schwieriger, als uns in Deutschland nach wie vor Ängste der Unterversorgung und des Ungeliebtseins aus der Zeit des Krieges plagen und das Programm der Belohnung aus Leistung das Dominierende ist.
Das mit Geld statt Liebe belohnte Kind war gezwungen für jede Zuneigung eine Gegenleistung zu erbringen. So lernte es auch, sich selbst mit Konsum zu belohnen. Indem die gewohnten Belohungen durch Lohnkürzung und Inflation ausbleiben, kommt das „Innere Kind“ als Erwachsener nun in Kontakt mit der Wunde des Ungeliebtsein und all den Kränkungen der Kindheit, die Eifersucht, der Neides und die Geringschätzung. Methoden der humanistischen Psychologie greifen jetzt u.U. nicht so gut, weil Misstrauen jede Form von wertschätzender Therapie untergraben kann. Die Sensibilität und Anhänglichkeit des Krebses braucht manchmal eher die harte und ordnende Hand des Steinbocks. Dadurch werden auch Themen der falschen Rücksichtsnahme bearbeitet.
Es geht also weniger um die „Rettung“ unseres Wirtschaftssystems, als um die Bearbeitung der damit verbundenen Gefühle. Armut und fehlender Lebenssinn fördern ein Überdenken der Glaubenssätze und stoßen damit tiefgreifende Wandlungen an. Letztendlich geht es nur um die Frage der Verteilung dessen, was da ist. Wir neigen in der Sensibilität des Krebses dazu, jeden Verlust als Weltuntergang zu bewerten, als wäre einem Kind der geliebte Hund gestorben. Doch so schnell wie die Tränen trocknen werden wir auch die Erfahrung machen können, dass die Reichtümer uns auch nicht glücklicher gemacht haben. Es ist die Zeit der Erforschung unseres Innenlebens gekommen und all die intellektuellen Ablenkungen der Zeit mit Pluto in Schütze (und dem Zwillingsschatten der permanenten Berieselung mit Informationen) wird eine Zeit der Besinnung und der Erforschung innerer Werte und Kultur kommen.
Andreas D. Bleeck, 2 Kinder, Astrologe und Autor
www.astrologie-abc.de
(Teile dieses Artikels auch im Meridian www.meridian-magazin.de und im Lichtfokus)
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