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Autor: Andreas Bleeck |
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| Vorschau September 2009 | | |
Liebe Leser, | die erste Monatshälfte des Septembers wird von einer Kette der persönlichen Planeten und einer sehr sinnlichen Energie geprägt sein. Mars in Krebs, Venus in Löwe, Sonne in Jungfrau und Merkur in Waage weisen auf Themen der Vitalität und Hingabe und regen unser Körpergefühle und unsere Selbstwahrnehmung an. In der zweiten Hälfte wird Merkur in die Jungfrau zurück und die Venus hinein wandern und dort auf den Planeten Saturn treffen. Analyse und Sachverstand treten pünktlich zur Bundestagswahl in den Vordergrund und appellieren an Vernunft.
Der Planet Jupiter löst sich langsam aus der Konjunktion mit Chiron und Neptun. Wir erwachen wie aus einem Dornröschenschlaf. Die harte Realität holt uns wieder ein und die unangenehmen Themen des letzten Jahres werden wieder präsent. Mit dem rückläufigen Merkur kommt eine Phase des Überdenkens uns Nachgrübelns. Zweifel über den bisherigen Weg können entstehen und das schöne Gefühl des Sommers verblassen lassen.
Die „Großen der Welt“ treffen sich um den 20.9. auf einem Gipfel der G 20 in Kopenhagen, um wesentliche Fragen des Umweltschutzes und der Finanzkrise zu besprechen. Wir warten weiter auf konkrete Zeichen, dass diese Fragen gezielt angegangen werden. Die jungen Eliten der Wirtschaftsmanager und Bankenprofis, die vor allem sich selbst in diesen Jahren des Turbokapitalismus ausprobiert und erfahren haben stehen auf einmal vor ethischen und menschlichen Fragen. Sie sind gefordert, ein anderes Denken zu entwickeln, sich selbst auch in Frage zu stellen, um damit dem System Chancen zur Korrektur zu geben.
Ein zweites Absacken der Börsen würde die Welt endgültig in eine tiefe Rezession stoßen, mit Massenarbeitslosigkeit, Inflation und Wertverlust. Doch was dahinter steckt ist die Angst der Menschen vor Veränderung. Und da diese Angst auf der scheinbar rationalen Ebene von Wirtschaft und Wissenschaft nicht mehr in gewohnter Weise lösbar ist, wird sie auf andere Ebenen projiziert.
Da existieren die Viren und Terroristen im Außen und im Innen und gewinnen ein enormes Eigenleben. Der Nachbar, der Staatsfeind und die Ansteckungsgefahr. Der Nachbar, der Arbeitsverweigerer und Prolet, der Nachbar, der Schmutzfink und Perverse, der nachts im Internet nach kleinen Kindern surft. Diese Themen haben alle schon lange existiert, sie werden nur durch die Krise nach oben gespült, weil der Mensch in seiner Not zuerst im Außen nach Schuldigen sucht.
Umso wichtiger ist es, jetzt in sich selbst zu schauen und aus der eigenen Kraft und Ruhe die Themen, die im eigenen Leben von Bedeutung sind, anzunehmen und auf friedliche Weise zu lösen versuchen. Der September bietet in seiner Hälftung die Chance die eine Seite der Gefühle in der ersten Hälfte und die andere Seite der Vernunft in der zweiten Hälfte kennenzulernen und miteinander in Einklang zu bringen. Dies geschieht natürlich auch gleichzeitig und auf mehreren Ebenen. Die Aspekte sind immer vielschichtig und nicht linear zu sehen, so dass das Zukünftige manchmal schon Gegenwart sein kann, während das Vergangene noch arbeitet. | | |
Erste Woche
| Die erste Woche setzt das brisante Merkur-Mars Quadrat der letzten Woche des Vormonats fort. Aufregungen entstehen aus dem Nichts, Gedanken flackern hoch und kommen sich mit anderen in die Quere, Schnelligkeit in Entscheidungen ist gefragt und zugleich auch Besonnenheit, um keine voreiligen Fehler zu begehen. Das zusätzliche Quadrat zu Pluto enthält gefährliches Aufbegehren von unterdrückten Wünschen und Ängsten.
Lilith nähert sich dem Mondknoten und führt uns auf unsere archaischen Bedürfnisse nach Anerkennung und Gleichberechtigung zurück. Im Steinbock geht es um die Sicherheit, in seiner eigenen Schutzbedürftigkeit und dem Wunsch nach Struktur gesehen zu werden und gleichzeitig die Grenzen des anderen zu beachten. Frauen und Männerthemen sind hier ebenso angesprochen wie unsichtbare Hierarchien. Der Umgang mit Macht steht ein weiteres Mal auf der Probe und jeder wird befähigt, sein eigenes Machtpotential zu erkennen und für einen sinnvollen Zweck einzusetzen. | | |
Zweite Woche
| Venus kommt in Opposition zu Jupiter/Chiron/Neptun und die Sonne in Opposition zu Uranus und Konjunktion zu Saturn. Zwei äußerst spannungsgeladene Figuren. Wie eingangs erwähnt bringt uns Mars im Krebs und Venus im Löwen in Kontakt mit unserer Körperwahrnehmung und so können wir die beiden Aspekte möglicherweise am eigenen Leib und unserer wunden Stelle erleben. Aber auch seelisch kann einiges ausgelöst werden. Die Harmonie suchende Venus in Opposition zur „Traumkonstellation“ Jupiter/Chiron/Neptun kann schwer enttäuscht werden, wenn sie ihre Sehnsüchte nicht erfüllt sieht. Ein Ungleichgewicht zwischen Anspruch und Wirklichkeit kann lähmen und dazu führen, dass man ungewollt Kompromisse eingeht. Wichtig ist, bei seinen eigenen Bedürfnissen zu bleiben und sie so zu kommunizieren, dass sie von der Mitwelt akzeptiert und überhaupt gesehen werden können.
Die Sonne auf der Achse von Saturn und Uranus bringt uns gleichzeitig in Kontakt mit unserem inneren Rebellen, der sich gegen Unterdrückung glaubt wehren zu müssen und dazu leicht in Extreme verfällt. Die beiden Antipoden dieser Zeit sind Tradition und Fortschritt, Gewohnheit und Erneuerung. Hin und hergerissen zwischen diesen Energien suchen wir unbewusst nach Vorbildern, die uns helfen, unseren eigenen Weg zu finden. Interessanterweise können diese aus den unterschiedlichsten „Lagern“ momentan kommen, da niemand das Idealkonzept besitzt und die Lösung sich erst aus dem Prozess ergibt.
Der rückläufige Merkur stimmt uns nachdenklich über unsere Zielsetzungen und verunsichert möglicherweise. Eine klare Analyse der Ist- Situation hilft, diese Zeit der Veränderung zu überbrücken und extreme Handlungsweisen zu vermeiden. | | |
Dritte Woche
| Venus wechselt in das Zeichen Jungfrau und die Sonne in die Waage. Merkur passiert rückläufig den Saturn und aktiviert das Thema der Vorwoche der Unsicherheit bezüglich der Hierarchien und Wertvorstellungen. Wir müssen uns nun entscheiden, vielleicht sogar gegen unseren Willen. Das kann zu Spannung führen. Gut sind alle Dinge, die uns aus dem Kopf bringen und den Druck. Sonne in Quadrat zu Pluto bringt Unterdrücktes ans Licht.
Merkur, Venus und Saturn in Jungfrau stehen für die Möglichkeit klarer, sachlicher Analyse und daraus resultierendem Entscheidungsvermögen. Mit dem Eintritt des Mondknotens in das Zeichen Steinbock seit Juli ist dies die erste Möglichkeit, grundlegende und langfristige Maßnahmen in Bezug auf das Thema Sicherheit zu treffen. Dieses wird uns die nächsten 1,5 Jahre, da der Mondknoten in Steinbock steht, begleiten. Es geht nicht nur um Internet, Piraten und Terroristen, sondern vor allem um unsere eigene Existenz. Wie sind gefordert, Vorsorge für uns selbst zu treffen und uns zu überlegen, wie wir in dieser Welt des Wandels bestehen wollen.
Individualität und Gemeinschaft sind zwei Aspekte, die sich nicht ausschließen, sondern gemeinsam nebeneinander existieren. Je besser eine Gemeinschaft zusammenarbeitet, desto mehr Raum gibt es auch für Individualität. Wir stehen vor neuen Herausforderungen einer gerechten Gesellschaftsordnung, die jedem ein würdiges Dasein sichert. Ein Beispiel aus dem politischen Bereich wäre das vieldiskutierte Bürgergeld, ein bedingungsloses Grundgehalt für jeden Menschen zum Leben. Manche sagen, dies wäre verkappter Sozialismus und würde die Anreize für Leistung lähmen, andere sagen, erst durch die genommene Existenzangst würden Menschen sich motiviert fühlen mehr zu leisten. Niemand weiß, ob es funktionieren würde, wir kommen nur weiter, wenn wir uns weiter entwickeln und an die veränderten Bedingungen der Umwelt anpassen. | | |
Vierte Woche | Die letzte Woche weist relativ wenige Aspekte auf und hat so keinen eindeutigen Charakter. Es formieren sich neue Aspekte und der Weg ist noch nicht klar. Mars im Krebs tritt in ein so genanntes Leistungsdreieck mit Saturn und Uranus. Im Trigon zu Uranus und im Sextil zu Saturn leitet er die Spannung der Opposition ab und animiert zu Taten. Im Krebs hat er uns diesen Monat in Kontakt mit unseren Gefühlen und Bedürfnissen gebracht und so manches leidvolle Thema angesprochen. Diese Energien sind angesichts der harten plutonischen Vorgaben aus dem Steinbock sehr wertvoll.
Das kleine, ungesehene Kind in uns möchte geliebt und gesehen werden und es möchte dafür geliebt werden, was es ist und nicht dafür, was es leistet. Es hat verinnerlicht, dass das, was es tut nicht gut ist oder nicht ausreicht und ist so in die Defensive geraten. Wie immer es sich auch anstrengt, es ist nicht genug. Heilung folgt aus der Selbstannahme und der Annahme von allem, was ist. Je weniger wir gegen etwas ankämpfen und je mehr wir hinter unseren eigenen Aktivitäten stehen können, desto weniger sind wir für Vorurteile der anderen anfällig. Vor- Ur- Teile sind letztendlich auch nur Teile des Ganzen und für sich neutral. Sie können nur wirken, wenn wir sie auf uns beziehen.
Im nächsten Monat werden Merkur, Venus und Saturn in die Waage wechseln und dort ausgleichend wirken. Nach den verkopften Energien des Septembers ist Entspannung angesagt. Lilith tritt in den Wassermann und regt zu ganz anderen Gedankengängen an. Es gilt also, sich diesen Monat von den Nachrichten nicht verrückt machen zu lassen und zu versuchen, die geistigen Höhepunkte für sich selbst zu nutzen und sich möglichst nicht in die vielen Debatten einspannen zu lassen.
Herzliche Grüße
Andreas Bleeck
Astrologische Beratung in Darmstadt / auch telefonisch möglich
www.astrologie-abc.de
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