Druckansicht eines Zeitungsartikels zu
spiritualität
ausgewählt:
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| Autor: Birgit Ermers |
| erschienen: 08.03.2007 |
| Herausgeber: Elraanis Verlag | | | WEGE INS HERZ |
Mit Kindern spielend lernenEin mögliches Zentrum für Herzenswege wird angesprochen in diesem Artikel. Ein geschützter Raum für Kinder, und gleichzeitig ein Raum in dem wir Erwachsene von Kindern lernen können. Ein Ort an dem das Abenteuer des Lebens aus dem Herzen gemeinsam spielend erfahren werden kann.
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Die Kinder kommenWenn Kinder auf unserer Erde ankommen, sind sie ein großes Herz, offen, voller Weisheit und bereit, bedingungslos zu vertrauen. Sie werten nicht, sie leben und lieben jede Minute und jeden Tag im Hier und Jetzt fern der Dualität. Was dann im Laufe ihres Erdendaseins geschieht, wissen wir aus eigener Erfahrung. Oft sehnen wir uns zurück in diesen Zustand der Reinheit und Einheit und wissen inzwischen, dass wir aus genau dem Grunde hier sind, nämlich die verschleiernden Hüllen des Erwachsenendaseins abzulegen und zum eigentlichen Kern, unserem ursprünglichen ICH, in unser Herz zurückzukehren. Während immer mehr erwachende Menschen diesen Weg bewusst gehen, stehen an unserer Seite die Kinder der Neuen Zeit. Sie kommen vollbepackt mit altem Wissen zu uns und brauchen unsere Hilfe, damit sie uns helfen können.
Wie nun können wir ihnen unsere Hände reichen und sie unterstützen, jenseits der Unzulänglichkeit unserer öffentlichen Erziehungseinrichtungen im Herzen zu bleiben und immer wieder den Weg dorthin zu finden?
Zunächst einmal, indem wir ganz einfach für sie da sind, ihnen zuhören, ihrer Stimme lauschen, sie ernst nehmen, lernen, ihre Botschaften zu entschlüsseln, uns auf ihr Spiel einlassen anstatt ihnen das unsrige aufzudrängen. Wir sind alle hier, um miteinander zu spielen, aber wer sagt, dass die Spiele der Erwachsenen die sind, die uns als Menschheit weiterbringen? Voneinander und miteinander spielend lernen – das ist eine großartige Vorstellung. Dazu brauchen wir (noch) geschützte Räume fern der verschiedenen Manipulationsinstrumente, denen wir tagtäglich bewusst und unbewusst ausgesetzt sind. Wir brauchen das Verknüpfen und Verschmelzen unterschiedlichster Fähigkeiten und Ansätze. Wir brauchen das Miteinander, um den ganz individuellen und einzigartigen Bedürfnissen und Talenten der einzelnen Kinder gerecht zu werden. Es geht nicht mehr um die Vermittlung von Allgemeinwissen, sondern um das Freilegen der oft tief im Verborgenen schlummernden Anlagen, der mitgebrachten Geschenke, die wir alle in uns tragen. Das Innere, das Herz eines jeden Kindes ist spannender und befruchtender als jedes Fernsehprogramm oder jedes andere elektronische Medium. Wenn wir lernen, diese Schätze zu bergen und gemeinsam zum Wohle aller zu nutzen, schreiten wir alle mit Siebenmeilenstiefeln auf unserem Lebensweg voran.
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Zentrum für HerzenswegeIch arbeite seit 20 Jahren als Schauspielerin und Theaterpädagogin für und mit Kindern und habe in dieser Zeit unendlich viel von ihnen gelernt. Sie sind direkt, sie sind ehrlich, sie sind spontan, sie sind gefühlsbetont, sie fordern heraus, sie gehen über Grenzen, sie sind kreativ, sie überraschen, sie provozieren, sie sind hemmungslos, sie sind unbefangen, und sie wollen „es“ wissen. Kinder sind begnadete Geschichtenerzähler und –spieler. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen in dieser Zeit der Neuen Energien, die uns helfen, die Wunder zu sehen und zur Einfachheit, zur Einheit zurückzukehren. Kinder sollen und dürfen mit „ihrer“ Stimme sprechen. In einem „Zentrum für Herzenswege“ können wir ihnen helfen, den Mut zu haben, der eigenen (inneren) Stimme zu vertrauen, sich auf ihren ureigenen Weg zu machen, mag er auch Stolpersteine, Fallen und Umwege bereithalten. Sie sollen lernen, ihren Weg zu gehen, aus dem Herzen heraus, frei von Fremdbestimmung und Erwartungshaltung. Um die eigene Stimme hörbar zu machen, gilt es, die oft alles übertönenden Außenstimmen auszuschalten. Wie mühsam haben wir Erwachsenen zum Teil (wieder) gelernt, zur Ruhe zu kommen, in uns zu gehen, zu meditieren. Wir können unseren Kindern vieles erleichtern, indem wir sie rechtzeitig heranführen an ihren Raum der Ruhe, indem wir mit ihnen üben, ins Herz zu gehen und sich selbst zuzuhören, indem wir ihnen Möglichkeiten anbieten, wie sie Kontakt zu unseren feinstofflichen Freunden und Helfern aufnehmen können, und sie ermuntern, über ihre Erfahrungen zu berichten anstatt sie in das Reich der Unwirklichkeit und Fantasie zu verbannen. Wenn ich mit Kindern während meiner Arbeit Kontakt zu Engeln aufnehme, höre ich die erstaunlichsten Geschichten. Es wird immer wichtiger, den spirituellen Fähigkeiten, welche die Kinder in sich tragen, Raum zur Entfaltung zu geben, sie zu ermuntern, offen damit umzugehen und damit ihre Wahrheit zu vertreten. Je dünner die Schicht ist, die sich im Laufe der Entwicklung um die Herzensweisheit eines Menschen legt, desto normaler wird für ihn auf seinem weiteren Lebensweg das Schöpfen aus der unendlichen Fülle uralten Wissens sein.
Ganz wichtig erscheint mir, den Kindern sehr früh ein natürliches und positives Körperbewusstsein zu vermitteln und es zu erhalten. Dafür können wir den Bewegungsdrang der Kinder nutzen und in natürliche Bahnen lenken, die ihnen helfen, sich im eigenen Körper zu Hause zu fühlen und ihre Emotionen über Bewegung auszudrücken. Jede Form von Musikgestaltung ist dabei eine große Hilfe. Ich arbeite viel mit Tönen und Klängen, die wir sowohl mit der eigenen Stimme und dem eigenen Körper als auch mit vorgegebenen und erfundenen Instrumenten erzeugen. Gerade über den Gebrauch der eigenen Stimme erfahren die Kinder ihre Individualität ebenso wie den Zusammenklang mit anderen Stimmen. Es ist ein wunderschönes Erlebnis, aus vielen Herzen heraus ein Klanggebilde zu erschaffen, das gleichzeitig ein Ganzes ist und doch jedem Einzelnen seinen Raum gibt. Über das gemeinsame Erfinden von Spielelementen und Geschichten entwickeln und verfeinern die Kinder ihre Antennen für die Vorgänge in der Gruppe.
Sie lernen sich selbst und andere in ihrer Einzigartigkeit kennen und schätzen, und sie erfahren, dass nur durch das Zusammenkommen der vielen verschiedenen Färbungen etwas wundervolles Neues entsteht.
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Alle SinneEin weiteres zentrales Thema meiner Arbeit stellt das Hinführen zu einem Verantwortungsbewusstsein unserer Erde gegenüber dar. Die Kinder lernen, wieder alle Sinne zu benutzen. Wir gehen hinaus in die Natur und fühlen, riechen, sehen, hören und schmecken Mutter Erde. Wir nehmen Kontakt zur feinstofflichen Welt auf und hören uns die Geschichten an, die Devas, Feen, Zwerge, Kobolde, Pflanzenengel uns zu erzählen haben. Das Erlebte, Erfahrene, Erfühlte bauen wir später ein in unsere eigenen Geschichten. Wir machen Fantasiereisen in fremde Länder, besuchen im Geiste die Kinder anderer Völker und lauschen auch deren Erzählungen. Wir reisen zu den Tieren dieser Erde, fühlen nach, was sie empfinden und denken uns in ihre Seelen hinein. Wir lernen, dass die Seele nur eine Sprache kennt und machen uns frei von Sprachbarrieren und kulturbedingten Schranken. Wir üben uns in der Bildersprache und finden so Zugang zur telepathischen Kommunikation.
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Telepathische KommunikationBei einem Treffen steht zum Beispiel das Thema „Haustiere“ im Mittelpunkt. Ich arbeite mit einer Gruppe von zwölf Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren. Am Anfang jedes Treffens halten wir ein Willkommensritual ab und begrüßen auch unsere feinstofflichen Freunde. Dann wenden wir uns dem Thema des Tages zu. Jedes Kind ist begierig, von seinem Haustier zu erzählen oder von dem, das es sich wünscht. Ich schlage vor, dass wir in der Stunde unseres Beisammenseins in die Körper der Tiere schlüpfen. Dafür leite ich eine kleine Meditation an, in der jedes Kind Kontakt zu dem von ihm erwählten Tier aufnimmt und es befragen kann. Wir verabreden, ab jetzt nur noch als Tiere miteinander zu kommunizieren. Meine Aufgabenstellung lautet, dass zunächst jedes Kind für sich ausprobiert, wie es sich als Tier bewegt, welche Laute es äußert und wie es sich (als Haustier) fühlt. Ich habe Tücher und Kleidungsstücke ausgelegt, die helfen, in die Tierrollen zu schlüpfen. In einem zweiten Schritt kommen alle Tiere zusammen, und ich leite (auch in einer Tierrolle) eine Konferenz der Tiere an, in der es darum geht, ein gemeinsames Projekt zu entwickeln, zum Beispiel einen Abenteuerspielplatz für Haustiere. Die Kinder wissen aus früheren Treffen, dass es bei Gruppenaufgaben darum geht, eine Lösung zum höchsten Wohle aller zu finden. Auf ein verabredetes Zeichen hin fordere ich die Kinder auf, in die Stille zu gehen und sich gegenseitig Bilder zu schicken, die ihre Wünsche für den Abenteuerspielplatz beschreiben. Wir verlassen zum Erfahrungsaustausch unsere Tierrollen, um dann gemeinsam aus abstrakten Requisiten (Klötze, Rohre, Kartons etc.) unseren Raum zu gestalten und ihn als Tiere in Besitz zu nehmen. Die Kinder schlagen ein Eröffnungskonzert vor, und wir entwickeln einen Tierstimmenchor. Zum Abschluss des Treffens darf jedes Kind sein inneres Erleben schildern. Einige Kinder haben Ideen entwickelt, wie sie das Leben mit ihren Haustieren artgerechter gestalten können. Wir begeben uns noch einmal in eine Meditation, bedanken uns bei unseren Haustieren und machen unser Abschlussritual.
All diese Erfahrungen fließen in das Kinderstück „Mutter Erdes Zauberwort“ (Premiere 10. Juni 2007, im Pferdestall, Schloß Agathenburg) ein und werden so auch vielen anderen Kindern zugänglich gemacht, die dadurch angeregt wiederum ihre eigenen Geschichten finden können.
„Das Leben der Menschen ist ein von Gotteshand geschriebenes Märchen“ hat der Dichter Hans Christian Andersen gesagt. Lassen Sie uns zusammen mit unseren Kindern in diesen Märchenwald eintreten und gemeinsam das Abenteuer des Lebens aus dem Herzen heraus spielend erfahren.
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AutorinBirgit Ermers
Schauspielerin, Regisseurin, Theaterpädagogin, Reiki-Meisterin
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| Quellen und Verweise: |
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