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Lichtarbeit
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| Autor: Brit Morf |
| erschienen: 20.10.2004 |
| Herausgeber: ev |
| Kontakt zum Autor: brit@britmorf.ch |
| | Im Auge des Selbst |
 Zeitlose spirituelle WeisheitDie Gesetze der zeitlosen spirituellen Weisheit gelten unangetastet in jedem Zeitalter und unabhängig vom gerade herrschenden Zeitgeist.
Zeitlose spirituelle Weisheit richtet sich nur nach dem Geist.
Sie ist nicht aufdringlich und redet niemandem nach dem Munde. Es ist ihr egal, ob sie anerkannt und bekannt ist oder nicht. Sie fragt nicht einmal danach, ob sie verstanden wird.
Sie ist einfach.
Und sie bleibt über die Zeiten und Räume hinweg deutlich und klar. So klar wie ihre Aussage Geist gibt dem Geiste, jedem in seinem Mass.
Wer im Einklang ist mir ihr, der befindet sich auf der Schnellstrasse der Transformation.
Eine weitere zeitlose spirituelle Weisheit ist das Loslassen des Ich und seiner Wünsche, damit an deren Stelle die Haltung der spirituellen Hingabe treten kann. Dies ist unerlässlich, denn geistige Transformation bedeutet das Voranschreiten ins Unbekannte und Unvorstellbare. Dahin kommen wir nur, wenn wir uns unvoreingenommen öffnen, unsere beschränkte Vorstellungskraft und unseren egozentrischen Willen dem höheren Willen mit seinen höheren Zielen übergeben. Auf diese Weise können wir uns gefahrlos – für uns wie auch für andere - zu einem grossartigen und weiten Wesen voller Liebe und hilfreichem Einfluss entwickeln.
Doch wir alle wissen inzwischen: So einfach ist das nicht mit dem Loslassen. Wenn wir uns aber immer wieder neu darum bemühen und uns darauf ausrichten, kommen wir dem spirituellen Brennpunkt der Hingabe immer näher. Bis die gegenwärtig besonders aktive göttliche Gnade oder die göttliche Entscheidung uns vollständig erreichen kann.
Sie ist die Bewegkraft hinter der noch nie da gewesenen Transformation des ganzen Universums. Und sie manifestiert sich als das Eingreifen höherer Mächte in Form von geistigen Helfern und Meistern. Oft sind es unsere eigenen höheren Aspekte, die Kontakt zu uns aufnehmen. – Je nach dem wer und was für uns gerade am dienlichsten ist.
Das geschieht sobald wir, durch unsere innere Ausrichtung und Haltung, ein fruchtbarer Boden für die göttliche Gnade geworden sind. Auf diese Weise bestimmten wir das Mass des göttlichen Eingreifens und somit der spirituellen Unterstützung, die uns zuteil werden kann.
Ich möchte dieses gegenwärtig ausserordentliche, massive und segensreiche Eingreifen mit folgendem Gleichnis deutlicher und verständlicher machen:
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Die Geschichte vom störrischen MehlhäufchenStellt euch eine Backstube vor. Es ist früher Morgen und ein Bäcker ist dabei Brot zu backen. Er arbeitet an einem grossen Tisch, auf dem unter anderem ein Mehlsack steht. Immer wieder greift er mit der Hand in diesen Sack und bereitet mit dem Mehl daraus Brotteig zu.
Doch einmal – seine Hand ist wieder voller Mehl – hört er eine lautstarke Stimme protestieren. „He da! Was geschieht mit mir?! Wer vergreift sich da an mir?! Hilfe, das ist ein Übergriff, lasst mich sofort los!“ Die aufgeregte Stimme kommt aus der Hand des Bäckers. Das Mehlhäufchen in seiner Hand wehrt sich. „He da, ich bestimme, was mit mir geschieht, niemand sonst, ist das klar?! Also lässt der gutmütige Bäcker das störrische Mehlhäufchen einfach neben den Mehlsack fallen und kümmert sich nicht weiter darum.
Das Mehlhäufchen blickt sich um und staunt nicht schlecht darüber, was es alles sieht. „Uii!“ Ruft es laut. Das hier ist der Wahnsinn. Alles ist hier ganz anders als im Sack. Es ist licht und weit. Das muss die Erleuchtung sein! Oder noch besser: Es ist Das Brot. Jene Verheissung, die fast jedes Mehlkörnchen kennt!
Sie lautet folgendermassen: Einst, am Ende aller Tage möge es geschehen, dass ein jedes Mehlkorn in die Dimension des Brotes transformiert wird. Dem Menschen zu gefallen und um der Einheit willen mit dem Menschen, seinem Schöpfer.
Das ist die Wahrheit. Es, das Mehlhäufchen ist zu Brot geworden! Dem Menschen zu gefallen. Und er, dieser Mensch, würde sicher bald auftauchen, damit die Verheissung gänzlich erfüllt werde!
Ja dieser Mensch. Bestimmt ist er so gross wie ein ganzer Mehlsack und vom weissesten Weiss das es gibt. Davon ist das störrische Mehlhäufchen überzeugt.
„He da!“ Schreit es und klopft gegen den Mehlsack. „He, ich bin Brot! Hier ist Brot! Kommt alle hierher zu mir!“
Das Mehlhäufchen ist ganz aus dem Häuschen und stolz auf sich. Jenes Mehl im Sack, das den Ruf hört, reagiert unterschiedlich. Teils unruhig, aufgeregt, skeptisch, aber auch begeistert und voller Motivation. Sie wollen es unverzüglich dem Mehlhäufchen gleich zu tun, um auch endlich Brot zu werden.
„Mehlhäufchen, wie hast du das denn geschafft? Wie bist du hier raus gekommen und Brot geworden?“ Fragt eine schüchterne Stimme aus dem Sack.
Das Mehlhäufchen zögert keinen Augenblick mit der Antwort. „Weil ich es wollte“, sagt es voller Genugtuung. „Ihr müsst nur richtig wollen, dann schafft ihr es auch. Ich persönlich werde euch anleiten.“
Und während es in einem Teil des Mehlsacks immer turbulenter zu und her geht, geschieht an seiner gegenüber liegenden Wand etwas wirklich Aussergewöhnliches.
Denn plötzlich ist dort durch ein Wassertröpfchen oder ein Butterflöckchen an einer kleinen Stelle der Mehlsack durchsichtig geworden. Und jene Mehlkörnchen, die genau an dieser Stelle im Sack irgendwie festkleben bekommen einen kleinen Ausschnitt der Backstube zu sehen. Jenes Regal gegenüber dem Tisch, wo sich eigenartige, ovale, braue Laibe aufreihen.
Das winzige Mehlhäufchen, welches durch den Fleck hindurch sehen kann, hat zwar keine Ahnung, was es da sieht. Aber es ist bestimmt wichtig, das spürt es genau. So schaut und staunt es und findet keine Worte. Doch es kommt noch besser. Als würden die dunklen Laibe gegenüber auf das Schauen des kleinen Mehlhäufchens reagieren, erreicht zuerst ein feiner und bald stärker werdender wunderbarer Duft von frischem Brot das Mehlhäufchen beim „Guckloch“.
Das Mehlhäufchen ist selig und dankbar für dieses Erlebnis. Noch nie ist ihm etwas Schöneres widerfahren. Und weil das alles so unfassbar ist, macht es sich auch keine Gedanken darüber, womit es hier in Kontakt gekommen ist.
Dann hört das Mehlhäufchen laut und deutlich eine Stimme – so nahe als würde jemand direkt neben ihm sprechen. „Frau Müller kommen sie bitte herunter. Die Brote für den Laden sind bereit.“ Oh! Jemand hat das Wort Brot gesagt! Brot! Denkt das Mehlhäufchen atemlos vor Aufregung. Was geht hier vor?!
Es drückt sich so fest es kann gegen den Fleck, um auch ja nichts zu verpassen. Etwas Grosses Buntes erscheint nun und bewegt sich direkt auf die braunen, unglaublich duftenden Laibe zu. Oh! Dieses Ding, wahrscheinlich Frau Müller, greift nach den Laiben.
Das Mehlhäufchen erbebt. Sind diese braunen Dinger etwa das Brot?! Oh!!!
Und noch während Frau Müller die warmen Brote in den Bäckerladen über der Backstube bringt, greift der Bäcker erneut in den Mehlsack. Seine Hand streift die Wand und nimmt auch das glückliche Mehlhäufchen mit sich. Dieses hält sich mutig am kleinen Finger des Bäckers fest und erblickt auf seiner Flugreise für einen winzigen Augenblick ein anderes Mehlhäufchen unten auf dem Tisch. Es gestikuliert wild umher und scheint sehr beschäftigt zu sein.
Minuten später wird das glückliche Mehlhäufchen zu Brotteig verarbeitet. Und dabei hat es eine Eingebung: Dieses Frau Müller – könnte es sein – könnte es vielleicht sein, dass Frau Müller..... der Mensch ist?? „Jaja, ich habe das auch schon gehört“, flüstert gleich neben ihm ein Wassertröpfchen.
Habe ich etwa laut gedacht? Fragt sich das Mehlhäufchen. Doch schon wird es drangsaliert und gerät so sehr in einen unfassbaren, phantastischen Zustand, dass es nicht einmal mehr denken kann.
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Spirituellen HingabeAch ja, man könnte diese unendliche Geschichte weiter und weiter erzählen. Bis zu dem Punkt wo das Selbst zu reden begänne...
Aber ich möchte hier und jetzt lieber noch über die zeitlose Weisheit der spirituellen Hingabe berichten.
Unter Hingabe wird oft etwas Falsches verstanden. Spirituelle Hingabe hat nichts mit Fatalismus zu tun, auch nicht mit Passivität oder mit Unterordnung.
Spirituelle Hingabe ist die Hingabe an den Augenblick. An das was ist. An die Wahrheit hinter der Wahrheit. In der spirituellen Hingabe bewegen wir uns auf das Zentrum des Selbst zu und handeln von dort aus. Und dieses Handeln ist im Einklang mit allem anderen.
Im Zustand der spirituellen Hingabe schaffen wir den Raum für das Unbekannte. Ohne diesen Raum kann es weder wahrgenommen noch erkannt werden. Ohne Hingabe würden wir uns auch nicht darauf einlassen.
Je mehr wir loslassen, akzeptieren und uns hingeben, umso stärker kommen wir in jene Art des Seins hinein, in der echte Veränderung und die Manifestation des Neuen möglich wird. Und wo wir angemessen darauf reagieren können.
Geistige Hingabe ist ein Akt der Kraft und der Stärke. Und führt zu noch viel mehr Kraft und Stärke.
„Dein Wille geschehe“ heisst es im Vater unser - Gebet. Der göttliche Wille soll geschehen. Der göttliche Geist und die göttliche Gnade soll sich in uns ergiessen. Und dies geschieht eben NICHT nach unserem Willen oder nach unserer Vorstellung.
Wenn wir das einmal verstanden und akzeptiert haben. Wenn wir begriffen haben, dass die geistige Hierarchie KEINE Hierarchie im menschlichen Sinne ist, sondern sich als Gnade, Liebe, Wohlwollen und Unterstützung äussert. Und zwar in unserem Mass, passend für uns. Egal wie diese Massnahmen aussehen mögen. Dann haben wir die Weichen so gestellt, dass wirklich etwas in Bewegung kommt in unserem Sein. Dann werden wir uns nicht mehr am selben Fleck bewegen, sondern Schritt für Schritt vorwärts gehen.
Das ist der Weg zu unserem Selbst. Auf diesem Weg lösen sich unsere Wünsche und Probleme endgültig auf. Im Gegenzug dafür werden wir mit einem Seinszustand beschenkt, für dessen Beschreibung wir noch nicht einmal die passenden Worte kennen.
Dieses Sein wird uns eine Einheit und eine Freiheit zeigen, die viel phantastischer und umfassender sind, als wir sie uns je wünschen können.
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Ein paar Tipps und Tricks wie man loslässtLoslassen und sich dem höheren Willen hingeben hat nichts mit Passivität zu tun. Im Loslassen akzeptieren wir den Augenblick so wie er ist. (Wir können diesen Augenblick durchaus bewerten und ihn vielleicht nicht besonders lustig finden, das ist nicht der springende Punkt). Wichtig ist nur, dass wir ohne wenn und aber in diesem gegenwärtigen Augenblick SIND, egal wie er nun mal ist. Denn nur er ist unser Standort, von welchem aus wir WIRKLICH weiter kommen können.
Das Ganze ist eine Frage unserer inneren Haltung. Und die können wir Tag und Nacht trainieren.
Viele von uns haben die Angewohnheit, ihre Energien und ihre Lebenskraft überall zu verstreuen. Dann lassen wir sie dort hängen und liegen „wie die Hühner den Dreck“.
Doch nur wenn wir „unsere sieben Sachen beieinander haben“ können wir wirklich loslassen.
Darum sollten wir uns regelmässig bewusst zentrieren. Am besten in unserem Nabelchakra oder generell in unseren Energiezentren.
Indem wir unsere Energien, sowie alles was zu uns gehört, immer wieder zurück rufen, bleiben wir in unserer Kraft und Substanz. Dadurch kommen wir mehr und mehr zur Ruhe.
Und wer seine innere Ruhe immer wieder sucht und aufsucht, bringt sich allmählich in die Haltung des Loslassens hinein.
Am Ende dieses Übungsweges wartet eine selige Stille, in der wir uns automatisch hingeben.
So ist spirituelle Hingabe eine natürliche Folge des Loslassens unseres Ichs.
Die geistige Hingabe ist der allerbeste Boden für die göttliche Entscheidung, die gefallen ist.
Jene Entscheidung der Transformation unseres Universums in eine höhere Daseinsebene oder Dimension.
Darum: Machen wir weiter. Das Abenteuer hat erst richtig begonnen.
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