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Autor: Beat
erschienen: 17.11.2008
Herausgeber: Elraanis Verlag
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Transformierte Sexualität

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Frage von Sven

Ich bin ein großer Fan von Beat und eigentlich immer seiner Meinung bzw. dankbar für seine Inspirationen und erweiterte Vision von Situationen, Göttlichkeit, mir selbst... Ich weiß ja, dass Beat wohl keine sexuelle Aktivität lebt, und ich weiß auch, dass die starke sexuelle Energie in das Herzchakra und die anderen oberen Chakren geleitet werden sollte. Habe selbst erfahren, dass sich dadurch meine Kreativität und Spiritualität verstärkt. Gut so. Ein bewusster idealer Umgang mit der eigenen Sexualität scheint mir sehr angebracht. Nur, sie - laut Beats Text - nicht auch für den "persönlichen Lustgewinn" zu leben und mit dem Geliebten gemeinsam zu empfinden, zu genießen, zu feiern, halte ich nicht für ganz richtig. Wenn zwei Liebende in Liebe und sexueller Freude miteinander und ineinander, auch mit Gott, dem Universum, Mutter Erde aufgehen, ist das sicher ein wunderbarer, kraftvoller und sinnvoller Ausdruck des Göttlichen und auch des Menschseins. Und ich glaube, dass der liebe Gott seine helle Freude daran hat. Großartige Kunstwerke, Inspirationen, Ideen und nicht zuletzt wunderbare Energien werden meiner Meinung nach dadurch erschaffen, freigesetzt und in das multiple Universum verteilt. Einem Feuerwerk gleich. Dass ein bewusster Umgang mit der eigenen Sexualität stattfinden muss, ist mir völlig einleuchtend.

Sven



Antwort von Beat

Lieber Sven,

Ich danke dir für deine Reaktion. Sie erinnert mich daran, wie wichtig es ist, dass wir unsere überlieferten, sehr konditionierten moralischen Vorstellungen über sexuellen Ausdruck hinter uns lassen. Jeder Mensch lebt auf dem Weg zu einer transformierten Sexualität die eine oder andere Form des sexuellen Ausdrucks. Es ist sehr wichtig, dass wir für das Erfahren der verschiedenen Ausdrucksformen von sexueller Aktivität keine Schuldgefühle entwickeln und uns nicht zu Gunsten einer erzwungenen Enthaltsamkeit selbst kasteien. Der Weg zur transformierten Sexualität führt über manche Extreme und über viele Stufen. Niemand wird während dieses graduellen Prozesses von heute auf morgen keine Bedürfnisse mehr haben und spontan nicht mehr aktiv sein.

Wir können den Prozess vielleicht besser verstehen, wenn wir uns daran erinnern, dass der Wunsch nach sexueller Aktivität aus der Polarisierung der Persönlichkeit entsteht. Je weniger polarisiert unser Bewusstsein ist, desto ruhiger werden wir im Ausdruck – auch in sexueller Hinsicht. Es ist auch in diesem Prozess wichtig, den Verlauf des Weges so anzunehmen, wie er sich von Fall zu Fall zeigt. Das heißt, es ist nicht sinnvoll, mit Hilfsmitteln gegen das Nachlassen der sexuellen Bedürfnisse und so genannten "Leistungsfähigkeit" anzugehen. Und es ist ebenso kontraproduktiv, gegen Phasen erhöhter Aktivität anzukämpfen.

Die aus spiritueller Sicht sinnvolle Haltung ist vielmehr, das Thema nicht länger zu tabuisieren, sich nicht für die Ausdrucksweise der eigenen Sexualität zu verurteilen oder zu schämen und auch hier nichts zu erzwingen. Indem wir kontinuierlich am Ausgleich der eigenen Polarität arbeiten, nimmt der Wunsch nach genitaler sexueller Aktivität automatisch ab, so dass die Energie aus dem Herzchakra, aus der Verbindung zur einen Zentralsonne vermehrt den oberen Zentren zur Verfügung steht.

Wir können diesen Prozess nicht durch ein Ankämpfen gegen unsere irdischen sexuellen Ausdrucksweisen fördern, sondern durch das Loslassen unserer Angst vor Sexualität. Erst wenn wir die göttliche Energie angstfrei in unseren Körper fließen lassen können, lässt sie sich nach oben lenken. Die Lebensenergie, die uns aus dem Kern unseres Seins, aus dem Zentralbewusstsein zufließt, kann dann in den oberen Chakren zur Inspiration dienen und in Ideen, Kreativität und in eine verbesserte multidimensionale Wahrnehmungsfähigkeit umgesetzt werden.

Ich grüße dich ganz herzlich.
Beat



 
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