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Autor: Florianne Schmid
erschienen: 12.04.2006
Herausgeber: Elraanis Verlag
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Orkney - ein Reisebericht

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Erste Reise

Als ich im Verlaufe des letzten Jahres die Botschaft erhielt, meine erste Reise sollte mich in den Norden führen – und dies im März - war meine Persönlichkeit nicht allzu sehr begeistert. Und doch spürte ich im Innern eine Resonanz.

So begann ich vor einem Atlas zu meditieren und plötzlich blinkte da eine Inselgruppe im Nordosten von Schottland auf: Orkney Islands. Umgehend setzte ich mich ans Internet und versuchte alles über Orkney herauszufinden. Das erste Bild war der grosse Steinkreis, der Ring of Brogar. Mir lief es kalt und heiss den Rücken runter und meine Nackenhaare standen auf. Ja, dies war das richtige Ziel.

Von da an liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren und freudige Erregung kam beim Gedanken an diese Reise.

Am 11. März dieses Jahres war es dann so weit. In einer sehr kleinen Gruppe flogen wir von Zürich über London, Glasgow, Inverness nach Kirkwall. Während des ganzen Fluges konnte ich bereits die starken Energieübertragungen spüren und mein Körper musste sich erst mal daran adaptieren.

Am Flughafen in Kirkwall wurde uns mitgeteilt, dass unsere Koffer noch in London stehen würden und sie frühestens am nächsten Nachmittag in Kirkwall ankommen. Die Fluggesellschaft überreichte uns kleine Taschen, die für solche Zwischenfälle mit den nötigsten Dingen ausgerüstet sind. Wir waren freudvoll und ruhig und die Tatsache, ohne Gepäck dazustehen, berührte uns kaum.

Das Linksfahren in einem rechts gesteuerten Auto forderte ganz kurz unsere Flexibilität, doch lachend wurde dies schnell gemeistert.

Wir sind dann gleich ins Städtchen Kirkwall gefahren, einmal um beim Verkehrsbüro Kartenmaterial zu holen und zweitens, um uns nach der Reise etwas die Beine zu vertreten. Dieses kleine, übersichtliche und charmante Städtchen hat gleich unser Herz gewonnen und in einem typischen Kaffeehaus sind wir dann auch wirklich angekommen.

Das gebuchte Hotel war etwa 20 km von Kirkwall entfernt und lag wunderschön am Wasser, beim Loch of Stenness und in der Ferne konnten wir die Standing Stones of Stenness, sowie den Ring of Brogar erblicken. Ausserodentlich herzlich wurden wir im Hotel willkommen geheissen. Bereits all die Menschen, die wir bis dahin angetroffen hatten, waren äusserst freundlich und gesprächig.


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Reisetagebuch

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, treffen wir uns wieder im Restaurant zu einem gemütlichen Nachtessen. Noch am frühen Abend falle ich müde ins Bett und freue mich auf die bevorstehende Woche.
Ich erwache früh am Morgen, draussen fegt ein stürmischer Wind, es regnet und ich frage mich, ob es uns wohl möglich sein wird, heute im Freien Energiearbeit zu verrichten, da die entsprechende Ausrüstung in unserem Gepäck irgendwo in einem Flughafen steckt. Bis zum Frühstück legt sich jedoch der Regen.

Das Seminar beginnt und die Guides bitten uns, die Standing Stones of Stenness und den Ring of Brogar zu besuchen und uns mit diesen Steinkreisen und der Insel zu verbinden. Sie empfehlen uns, sich mit der Insel so fest wie möglich zu verwurzeln, Teil der Insel zu werden, damit uns der Wind weniger anhaben kann.

Einstimmig entscheiden wir uns, zu Fuss die Steinkreise zu besuchen, um noch besser Kontakt zur Insel zu bekommen. Für einen Moment bin ich nicht ganz zentriert – habe auch den Hinweis der Guides bezüglich Wurzeln noch zu wenig zu Herzen genommen – ich strauchle ein wenig und schon erfasst mich eine Windböe und ich liege am Boden. Von da an bin ich nur noch stark verwurzelt...

Die Energie bei den Standing Stones of Stenness fühlt sich sehr vertraut an, wie ein nach Hause kommen. Wir haben uns da energetisch verbunden, mit dem Platz und mit den einzelnen Steinen, lassen uns viel Zeit dabei. Danach verspüre ich den Impuls, zurück zum Hotel zu gehen, um das Auto zu holen, lasse mich jedoch davon abbringen, schliesslich ist der Weg zurück etwa gleich weit, wie zum Ring of Brogar. Also gehen wir weiter.

Beim Ring of Brogar fühle ich mich den Tränen nahe, bin ganz überwältigt von der Schönheit und den starken Energien. Ich werde in die Mitte des Kreises gezogen, stehe da stark verwurzelt – und siehe da, es kommt mir wirklich vor, als ob trotz Sturmböen es um mich herum windstill ist. Nach einer Zeit gebe ich mich dem Bedürfnis hin, mich hinzulegen und übergib mich dem Ort, fühle mich geborgen und getragen, Eins mit dem Ort und dem Planeten.

Später, als ich den Ring umkreise, beginnt es zu regnen. Schnellen Schrittes gehen wir – gegen den Wind und den peitschenden Regen – zurück zum Hotel. Habe die Gelegenheit, meine Verärgerung über mich zu transformieren, dass ich meinem inneren Impuls, das Auto zu holen, nicht gefolgt bin. Durchnässt und mit steifem Gesicht kommen wir im Hotel an, wo uns nichts anderes übrig bleibt, als unsere Kleider über der Heizung trocknen zu lassen und unter die Bettdecke zu schlüpfen, da unser Gepäck noch nicht angekommen ist. Trotz äusseren Widrigkeiten fühlen wir uns glücklich und erfüllt. Die äusseren Umstände haben uns klar vor Augen geführt, dass es nur auf die Essenz ankommt, alles andere ist unwichtig und illusorisch.

Am Abend melden sich die Guides wieder und geben uns noch Erklärungen und Hinweise zum vergangenen Tag. Bestärken uns darin, immer der Inspiration zu folgen, der Persönlichkeit kein Gehör zu verschaffen, sondern die Göttliche Realität einzufordern. Sie fordern uns auf, in Liebe mit unserem Körper umzugehen, auf ihn zu achten, ihm das zu geben, was er braucht und nur so viel Energien aufzunehmen, wie der Körper bequem halten kann.


Wir beschliessen den Tag mit einer Meditation, öffnen unseren Herzraum für uns selbst und alle anderen, lassen uns von der Herzensliebe von Mutter Maria umfassen, lassen uns hineinfallen, füllen uns damit auf.

Müde und dankbar falle ich ins Bett.


Am nächsten Morgen

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, wird uns die freudige Nachricht überbracht, dass unser Gepäck am Flughafen angekommen ist und innerhalb der nächsten Stunde zum Hotel geliefert wird. Irgendwie hatten wir uns schon darauf eingerichtet, mit einem Minimum auszukommen und auf einmal steht ein voller Koffer im Zimmer.

Die Guides geben uns Anweisungen, mit welchen Energien wir während des Tages arbeiten sollen. Wir verspüren eine freudige, lichterfüllte Energie in uns. Ich nehme die Kraft, die Liebe und das Licht wahr, die ich bin.

Warm ausgerüstet fahren wir nordwärts, spüren uns an einen speziellen Punkt hingezogen, wo wir uns mit dem Ort verbinden und mit dem opalisierenden Licht des Eins-Seins arbeiten. Danach fahren wir weiter nach Birsay. Das Felsenkliff und das stürmische Meer sind atemberaubend schön. Leider wird uns wegen der sehr aktiven See abgeraten, über den kleinen Damm hinaus zum Brough of Birsay zu gehen.

Wir sitzen im Auto und können uns nicht satt sehen an dieser wunderschönen, rauen Landschaft, dem Felsenkliff, den Farben. Allein schon die verschiedensten Grautöne des Himmels, von lachs-grau, über gold-grau, blau-grau bis hin zu schwarz-grau sind atemberaubend. Und die See spiegelt dementsprechend die verschiedensten Blautöne, von türkis bis viola.

Im kleinen Dorfladen, der sowohl Treffpunkt, als auch Informationsquelle ist, liegt der Schlüssel für den Zugang zur St. Magnus Church. Die Kirche ist klein und schlicht, mit einer sehr sanften und liebevollen Energie. Die Guides melden sich zu Wort, bauen in und um uns eine Lichtstruktur auf, die wir zum grösstmöglichen Ausmass aktivieren und mit welcher wir dann den Earl’s Palace begehen. Wir schaffen ein Netz der Verbindung zwischen diesen beiden Gebäuden mit den total entgegengesetzten Energien.

Wir fahren über Stromness zurück und machen einen Rundgang durch dieses kleine Städtchen. Die Energien fühlen sich hier dicht und eher dunkel an und wir folgen unserer Inspiration, weiter mit der erhaltenen Lichtstruktur zu arbeiten, bis wir eine Veränderung wahrnehmen können.

Am Abend im Hotel melden sich die Guides wieder. Sie erklären uns, wie das Wetter, insbesondere der Wind und der Regen uns in unserer Arbeit unterstützen. Dadurch werden die übertragenen Energien reguliert, ausgeglichen, gereinigt und in einem klaren Zustand über die Insel verstreut.

Die Guides führen uns durch eine Reise, zeigen uns Bilder, die uns unterstützen, die Fragen, die während des Tages aufgetaucht sind bezüglicher körperlichen Reaktionen, selbst zu beantworten, führen uns ins wissende Sein. Immer wieder betonen sie, unserer Inspiration zu vertrauen und ihr zu folgen und dass die Lichtarbeit einfach, fliessend, liebevoll, freudvoll und ohne jegliche Anstrengung sein soll, einfach mit einem klaren Fokus.

Im Bett bedanke ich mich für diesen wundervollen Tag, voller Schönheit und mit einer inneren Stille und Freude.


Am nächsten Tag

Am nächsten Tag fahren wir nach der morgendlichen Besprechung mit den Guides nach Skara Brae , einer über 4000 Jahre alten Siedlung nahe der Küste, die erst vor etwas über 100 Jahren unter den Sanddünen entdeckt wurde. Wir sind fasziniert vom Bau dieser Siedlung mit den unterirdischen Verbindungsgängen zwischen den einzelnen Behausungen. Und wieder erfreuen wir uns an der ganzen Schönheit der Küste, mit all seinen Farben.

Unsere Weiterfahrt führt uns nach Yesnaby, einem sehr eindrücklichen Felsenkliff in Schwarz-Roten Farben, zum Teil vom Meer wie in riesige Kastelle geformt. Wieder ist starke Erdung angesagt, damit uns der Wind nicht über die Klippen fegt. Die Umgebung kommt uns wie eine Mondlandschaft vor.

Unser Weg führt uns weiter über Orphir wieder nach Kirkwall, wo wir uns etwas mehr Zeit für das Städtchen nehmen. Wir besuchen auch die schöne und schlichte St. Magnus Kathedrale, in welcher ich mich sehr geborgen fühle. Das ganze Städtchen strahlt einen Charme voller Herzlichkeit aus.

Im Hotel sprechen die Guides über die Zeitreise, die wir gemacht haben und über das Energiegitternetz, das wir aktiviert haben. Sie fordern uns immer wieder auf, unseren Herzraum immer wieder weiter auszudehnen, um die Liebe und das Licht, die wir sind, stärker ausstrahlen zu können und uns immer wieder der opalisierenden Energie des Eins-Seins gewahr zu sein.

Heute Nacht bei Vollmond besuchen wir die Standing Stones of Stenness, diesen Steinkreis, der dem Mond und dem Weiblichen zugeschrieben wird. Wir öffnen uns mit einem weit ausgedehnten Herzen für die wunderbar weichen und nährenden Energien des Mondes – nähren damit unsere weibliche, empfangende Seite. Wir öffnen uns für all die Geschenke des Universums, damit wir sie weiter tragen und streuen können.

Nach der Übertragung tanzen und springen wir vor lauter Freude auf dem Platz herum, bis wir müde wieder zurück zum Hotel fahren.

Am kommenden Morgen führen uns die Guides in einer Meditation auf eine Reise, in welcher wir das Eins-Sein und den Weg erforschen, der uns wieder zurück ins Eins führt.

Danach werden wir aufgefordert, den Ring of Brogar mehrmals aufzusuchen, den Steinkreis, welcher der Sonne und dem Männlichen zugeschrieben wird. Mit den empfangenen Energien der letzten Nacht verbinden wir hier das Weibliche mit dem Männlichen, schaffen einen energetischen Ausgleich, eine Harmonie, eine Einheit.

Danach fahren wir zum Hügel von Maes Howe, unter welchem sich ein altes Ganggrab befindet, das älter als die ägyptischen Pyramiden sein soll. Auf der Insel befinden sich viele solcher Gräber, doch dieses ist in dem Sinne speziell, als der Eingang so ausgerichtet ist, dass die Sonne beim Untergang der Wintersonnenwende genau in die Mitte der Kammer scheint. Wir sind fasziniert von der Konstruktion, die ursprünglich eine Pyramide gewesen sein muss. Wir erfahren, dass in dieser Kammer keinerlei Funde waren, die bezeugen würden, dass es sich tatsächlich um eine Grabkammer handelt, ganz im Gegensatz zu all den anderen Grabkammern. Wenn wir uns auf die Energien einstimmen, nehmen wir etwas ganz anderes, als eine Grabkammer wahr.

Vor unserer Reise nach Orkney hatte ich die Information erhalten, dass sich auf Orkney ein Schlüssel zur Zeit befinden würde. Auch wenn ich es nicht in Worte fassen kann, was ich in dieser Kammer wahrgenommen habe, so bin ich der festen Überzeugung, dass sich der erwähnte Schlüssel unterhalb dieser Kammer befindet.

Wir sind dann gleich ins Hotel gefahren und jeder hat versucht, für sich das Wahrgenommene in Worte zu fassen und niederzuschreiben, was ein schwieriges Unterfangen war, weil wir feststellen mussten, dass Worte zu beschränkt sind und dies niemals ausdrücken können, ein immenses Wissen, zu dem wir für einen kurzen Moment Zugang erhalten haben.

Die Guides haben uns in unserer Wahrnehmung bestärkt und uns ermutigt, weiter zu forschen, diese neuen Räume und dieses Wissen zu erforschen und haben uns noch ein paar Hinweise gegeben.

Da das Wetter heute sehr kühl ist, beschliessen wir, während dieses nachmittags nur einmal noch zum Ring of Brogar zu gehen. Insbesondere nachdem uns die Guides ein weiteres Mal darauf aufmerksam gemacht haben, dass wir unseren Körpern Sorge tragen sollen und diese Energiearbeit mit Liebe und Freude zu verrichten sei.

Wir wiederholen die Energiearbeit vom Vormittag, fügen jedoch mehr Kraft und die opalisierende Energie des Eins-Seins hinzu. Wir geniessen trotz Kälte diese kraftvollen und freudvollen Energien, baden regelrecht darin, bis sich dann doch der Körper meldet, der langsam aber sicher zu frieren beginnt.

Dies war ein intensiver Tag und wir sind froh, über einen freien Abend.


und dann ...

am nächsten Tag ist eine Rundfahrt auf der kleinen Nachbarinsel Rousai geplant. Und das Wetter spielt voll mit: strahlend blauer Himmel und Sonnenschein! Auf dem Weg zur Fähre in Tingwall besuchen wir noch den Broch of Gurness, mit einer der besterhaltenen über 2000jährigen Befestigung auf Orkney.

Rousai hat praktisch nur eine Strasse, die einmal um die Insel führt und entlang welcher einige archäologische Denkmale und Grabhügel aufgereiht sind. Besucher, die ausserhalb der touristischen Saison nach Rousai kommen, werden auf dieser 140-Seelen Insel schon etwas als Exoten angesehen. Wir werden denn auch interessiert ausgefragt, was wir hier machen und werden herzlich aufgenommen.

Zurück auf der Hauptinsel verspüren wir das starke Bedürfnis, nochmals bei den beiden Steinkreisen vorbei zu gehen und uns wiederum mit diesen Energien dort zu verbinden. Wir werden aufgefordert, die drei Orte, Ring of Brogar, Standing Stones of Stenness und Maes Howe (die sogenannte Grabkammer) in einem Dreieck miteinander zu verbinden und die drei Orte jeweils gemeinsam in unserem Gewahrsein zu halten.

Für den letzten Tag haben wir eine Wanderung entlang des Süd-Ost Küstenzipfel geplant. Wir fahren nach The Gloup, einer durch Meer und Wind speziellen Küstenformation und staunen über den Baumeister Natur, wie er dieses Kliff geformt hat. Anscheinend sind die Vögel ebenso darüber begeistert, denn sie haben diesen Küstenabschnitt zu ihrem Brutgebiet deklariert. In jedem noch so kleinen Felsvorsprung wird genistet. Wir sind mutterseelenallein und geniessen die Natur in ihrer ganzen Schönheit.

Auf der Rückfahrt zum Hotel machen wir noch den letzten Abstecher zu den beiden Steinkreisen, um uns bei ihnen zu bedanken und uns zu verabschieden.

Und indem ich so bei den vertraut gewordenen Steinen dastehe, kommt es mir vor, dass diese Steine schon immer ein Teil meines Lebens waren und ich kann mit nicht vorstellen, dass ich vor einem Jahr nicht mal von deren Existenz wusste.

Am Abend bei der Abschlussmeditation bitten uns die Guides, nächstes Jahr in einer grösseren Gruppe wiederzukommen und mit der Arbeit fortzusetzen. Wir haben ein Energienetz gelegt und an gewissen Punkten verankert, was ein wichtiger Teil der Arbeit war. Nächstes Jahr gilt es, gewisse Punkte stärker zu aktivieren und noch mehr der opalisierenden Energie des Eins-Seins zu verankern.

Und so fällt der Abschied von Orkney nicht ganz so schwer, im Wissen, dass wir nächstes Jahr wiederkehren werden.





Autorin

Florianne Schmid
Spirituelle Reisen – Seminare – Einzelsitzungen
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