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Autor: Jasmuheen
erschienen: 18.04.2008
Herausgeber: Elraanis Verlag
 

Lichtnahrung – geheime Zutaten

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Einleitung

Dieses Interview führte Dirk Schröder mit Jasmuheen im Juni 2007 im Seminarhotel Jonathan/Chiemsee. Er selbst lebt seit einigen Monaten von Lichtnahrung. Jasmuheen verrät in diesem Interview die „geheimen Zutaten“ dieser Ernährungsweise.


Kraft von Liebe

Dirk Schröder: Obwohl ich den 21-Tage-Prozesse durchlaufen habe und immer noch nichts esse, gelingt es mir nicht, den Menschen zu erklären, wovon ich ernährt werde, weshalb ich zunehme, was Prana ist. Hast du durch deine Erfahrung eine plausible Erklärung, was uns nährt?

Jasmuheen: Es gibt einige Antworten auf diese Frage, und ich habe viel Zeit damit verbracht, dies zu ergründen. Am Anfang konnte ich nur sagen, dass es eine unglaubliche Kraft von Liebe ist, die, wenn sie stark genug fließt, uns viele Geschenke gibt.
Es gibt ein multidimensionales Feld, eine Matrix, in dem sich das Leben abspielt. Darin gibt es die verschiedensten Frequenzen. Wenn einzelne Frequenzen stärker hervortreten und dominieren, können jene zu einem starken Impuls werden, wie ein Pulsschlag, speziell im lebenden Organismus. Daraufhin kann dieser Organismus einige erstaunliche Dinge tun. Wenn dieser Pulsschlag schwach ist, wie die Stimme einer kleinen Maus, dann funktioniert der Körper auf normale Art und Weise; dann braucht er physische Nahrung, dann altert er, verfällt, wird krank und stirbt. Leider unterdrücken wir diesen Pulsschlag noch durch giftige Nahrung, giftige Gefühle, giftige Gedanken und giftige Realitäten. Und doch, wenn wir meditieren und unseren Fokus darauf halten und herausfinden, was diese Essenz ist, die uns atmet und uns Leben gibt, dann erlaubt der Fokus dieser Kraft zu wachsen und zu wachsen und zu wachsen und stark zu werden, sodass es wie eine Elefantentrompete klingt und nicht wie eine quietschende Mäusestimme. Wenn dieser Pulsschlag, dieses Feld der Liebe sehr stark wird, verändern sich sogar die Gehirnwellenmuster. Vom geschäftigen Betawellenzustand gleiten wir in den Alphazustand, dem Zustand, den wir vom Meditieren kennen. Und von dort geht es weiter zu den Zuständen der Theta- und Deltawellen.
Dort in den Theta- und Deltawellenmustern offenbart sich dem Meditierenden die Physiologie und Arbeitsweise des Körpers auf eine neue Art. Es zeigen sich Aspekte, von deren Existenz wir nichts wissen, wenn wir im geschäftig-betriebsamen Betawellenmodus sind. Die westliche Welt trainiert uns, im Betawellenfeld zu bleiben, indem wir unsere Sinne immer außerhalb unserer selbst verwenden müssen.
Die östliche Welt hingegen beginnt mit dem inneren Training. Die Sinne wenden sich nach innen, wir entdecken unsere innere Welt. Wir entdecken, wie sich der Körper anfühlt, wenn wir meditieren, beten, chanten, eine vegetarische Diät machen. Wenn wir unseren Körper wie einen Tempel behandeln, als Dienst am Leben. Ob dieses Liebesfeld, das in dir fließt, stark oder schwach ist, entscheidest du durch deine Lebensgestaltung. Wenn das Feld stark ist, kann der Körper erstaunliche Dinge tun, übernatürliche und außergewöhnliche Erfahrungen machen, die überhaupt nicht übernatürlich oder außergewöhnlich sind. Alles, was passiert ist, dass du mehr Liebe durch dein System fließen lässt. Erhöhe die Frequenz des Liebesflusses und Wunder geschehen, drehe die Frequenz herunter, indem du den Fluss ignorierst, und das Leben wird gewöhnlich.


Voraussetzungen

Würdest Du jedem raten, mit der Umstellung auf Lichtnahrung zu beginnen? Gibt es bestimmte Voraussetzungen, damit der Prozess Erfolg hat?

Ich glaube, es ist sehr wichtig zu verstehen, dass der 21-Tage-Prozess überhaupt nichts garantiert. Der 21-Tage-Prozess ist eine wunderbare spirituelle Initiation, die Menschen Geschenke gibt, aber er garantiert nicht, dass jemand in der Lage sein wird, von Prana zu leben. Das, was unsere Fähigkeit, von Prana zu leben, garantiert, ist unsere Schwingung, unsere eigene Frequenz. Sie entscheidet, in welcher Stärke die kosmischen Partikel fließen. Wenn dieser Fluss stark genug ist, kann er uns ernähren.
Wenn der Prozess für dich vorgesehen ist, empfehlen wir dir, dich ihm ganz langsam und allmählich zu nähern. Bitte die göttliche Macht, dass du mit großer Freude, Leichtigkeit und Gnade hindurch gehen kannst, auf eine Art und Weise, die perfekt für dich ist, ohne Eile, ohne Kampf, ohne Schwierigkeiten. Der 21-Tage-Prozess geht zu schnell für die Meisten, es sei denn, sie sind bereits in diesem Frequenzfeld. Was wir feststellen konnten durch unsere Untersuchungen ist, dass man bestimmte Dinge tun kann, um diese Frequenz zu erreichen.
Alle Menschen, die ich kenne, die ohne Probleme von Prana leben und dabei gesund sind und ein gutes Gewicht haben und halten, - meditieren, beten oder pflegen ihre eigene spezielle Verbindung mit dem universellen Feld. Sie haben gelernt, ihren Geist zu meistern. Der Körper muss wirklich verstehen, dass er ein Tempel ist, der den göttlichen Geist beherbergt. Der göttliche Geist ist also sein Boss. Man braucht als göttliches Wesen also eine sehr starke Verbindung zwischen Körper und Geist, so dass man dem Körper Anweisung geben kann, um dies und jenes zu tun. Du gibst dem Körper z. B. den Befehl: „Von jetzt an bekommst du alles, von kosmischen Partikeln - alle Vitamine, Spurenelemente, alles was du brauchst, um stark, gesund, selbstregenerierend, selbstverjüngend zu sein. Das holst du dir jetzt, du öffnest die zellulare, molekulare Struktur, und du bekommst es von dort. Hast du verstanden, Körper?“ „Ja, Meister!“, „Danke!“ Eine starke Geist-Körper-Verbindung ist also wichtig.
Allmählicher Übergang zu leichtere Nahrung ist der nächste Schritt im Prozess zur Prana-Ernährung. Wenn man bereits 50 % Nahrung aus Prana bezieht, kann man ohne weiteres nur noch die Hälfte zu essen, weil die andere Hälfte von Prana kommt. Wenn man Fleisch gegessen hat, kann man Vegetarier werden, wer schon vegetarisch lebt, kann Veganer werden, wer schon Veganer ist, kann auf Rohkost reduzieren, wer Rohkost isst, kann sich auf Früchte beschränken, wer nur Obst isst, kann auf Flüssigkeiten runter gehen. Je nach dem, wo man steht, macht man es allmählich immer leichter und nimmt den nächsten Schritt dann in Angriff, wenn man soweit ist. Ohne allzu harte Disziplin. Ich kann ruhig Vegetarierin sein für sechs Monate oder ein Jahr, und dann bin ich Veganerin für sechs Monate oder ein Jahr, und danach nur Obst für eine ganze Zeit, eine ganz sachte Übergangszeit für den Körper.
Eine Verbindung zur geistigen Welt herstellen durch Meditation und Gebet. Verstehen lernen, wie die Kraft des universellen Feldes beschaffen ist. Meisterung der Gedanken, alle begrenzenden Gedanken loszulassen. Dem Körper Bewegung verschaffen, ihn wirklich als Tempel behandeln, in dem der göttliche Geist sitzt, so dass er flexibel wird, anmutig, mit Qi Gong, Yoga, Tai Chi, Tanzen, Schwimmen, so dass der ganze Körper JA sagt, juchhe, mein Meister liebt mich!
Und auch das genaue Gegenteil: Zeit in der Stille verbringen, in der Natur, das ist auch etwas, was große regenerative, heilende Kräfte in sich trägt. Diese Art von Entspannung ist wunderbar – die Natur nährt uns, und wir nähren sie, und das ist eine andere Ebene von Prana.
Dienen ist ebenfalls sehr wichtig, denn sobald wir geben, ohne an Lohn zu denken, öffnen wir unsere Portale für interdimensionale Kanäle, die mit Mitgefühl und Barmherzigkeit zu tun haben. Das ist nährend und erhöht den Prana-Strom. Und dann natürlich heilige Gesänge, Mantras, jede Art von Musik, die von Frömmigkeit und liebender Hingabe geprägt ist und das Herz öffnet.
All diese Dinge ergeben sozusagen ein magisches Rezept, das uns physisch, emotional, mental und spirituell fit macht, und den Durchfluss von kosmischen Teilchen, von Prana erhöht. Es ist einfach eine Frage der Energiefelder, wie harmonisieren mich die Energiefelder, die um mich fließen, so dass mehr göttliche Liebe einfließen kann und das kosmische Feuer entfacht wird, durch das der Körper sich dann ganz anders verhalten wird.

Ich empfinde es so, als ob die Organe auf „Standby-Betrieb“ laufen würden, jeder Zeit bereit, Nahrung zu verarbeiten. Andere, mit denen ich gesprochen habe, erzählten, dass sie nach dem 21-Tage-Prozess ganz normal wieder angefangen haben zu essen, ohne Probleme. Das widerspricht allen Erkenntnissen des Fastens. Wie erklärst Du Dir diese Phänomene und schlussendlich, dass die Umstellung auf Prana keine körperlichen Folgen hat?

Das ist schon sehr interessant. Fasten ist eine Art Entgiftungsprozess, ein Prozess, bei dem dem Körper der Zugang zur Nahrung vorenthalten wird. Bei Prana geht es nicht darum, dem Körper den Zugang zur Nahrung zu verwehren. Es sind einfach andere Kanäle, alternative Ernährungsmöglichkeiten, die eröffnet werden. Das ist ein fundamentaler Unterschied. Wie stark diese alternativen Nahrungsquellen durch den Körper fließen, hängt von den individuellen Frequenzen der jeweiligen Person ab. Wenn Menschen durch den Vollzug des 21-Tage-Prozesses die Intention formulieren, die Kanäle für eine alternative Frequenz zu öffnen, dann kann es sein, dass der Körper auf dem Weg genährt wird. Es ist ein gewisser Schock. Er kann bei Bedarf aber auch dementsprechend schnell wieder auf physische Nahrung zurückkehren. Manche werden feststellen, dass, je länger sie von Prana leben und alle Kanäle offen haben, und dann wieder zu essen anfangen, der Körper sagt: „Was willst du denn bloß damit, hallo, ich habe doch jetzt alles an Nahrung, was ich brauche.“ Dann speichert er es als Fett ein, und einige werden dann dicker und dicker und dicker, weil sie doppelt ernährt werden. Es ist, als hätte man jede Mahlzeit zweifach, das Prana-Mahl und das physische Mahl, und der Körper weiß nicht, was er damit anfangen soll. Es gibt physische Veränderungen. Der Stoffwechsel beispielsweise verlangsamt sich sofort. Ich habe selbst vor vielen Jahren diese Erfahrung gemacht, als ich beschloss, ein Jahr frei zu nehmen. Ich wollte mal so tun, als wäre ich ein ganz „gewöhnlicher“ Mensch. Also nur so als Spaß an der Freud, und ich habe versucht, bei den normalen Dingen mitzumachen, mit Leuten, die mich nicht kannten und die nichts über mich wussten. Ich hatte ein bisschen Wein getrunken, versucht, wieder ein bisschen zu essen. Doch ich konnte feststellen, dass mein Organismus schon zu weit in Richtung Prana-Ernährung gediehen war und er überhaupt nicht mehr mit dem anderen klar kam. Die Stoffwechselfunktionen hatten sich schon zu weit verändert. Nach einer Weile sagte mein Körper: „Also wirklich, Meister, musst du das tun, so was dermaßen Primitives, willst du wirklich, dass ich das verarbeite und zur Toilette gehe und diese ganzen normalen Funktionen wieder aufnehme?“ Die Organe sind gesünder als je zuvor, mein Verdauungssystem ist fantastisch, es zerfällt nicht, es bekommt ja reine Ernährung.


Auswirkung auf die Sexualität

Über die Auswirkung auf die Sexualität habe ich bisher nichts gelesen. Ich finde, dass es ein wichtiges Thema ist. Bei mir war der sexuelle Urtrieb vom ersten Tag an weg, als ich aufhörte zu essen. Das hatte mir Sorgen bereitet, und ich war bereit, wieder zu essen. Dann aber durfte ich erfahren, dass sich ein neuer Zugang zur körperlichen Liebe einstellte.
Es gibt Menschen, die behaupten, dass wir uns zwangsläufig von der Triebkraft abschneiden, wenn wir aufhören zu essen. Siehst Du das auch so?

Jas: Das ist eine sehr persönliche Frage. Ich glaube, dass sich die sexuelle Energie auf jeden Fall verändert, wenn du von Prana lebst. Wie wir als Individuen damit umgehen, hängt von unserer persönlichen Situation ab. Weil ich verheiratet bin und das Gefühl habe, es ist nicht fair, zu meinem Mann zu sagen, ja es hat sich eben alles verändert – du hast Pech gehabt. Nein, - ich habe mich gefragt, ob ich bereits die höchsten Ebenen sexueller Ausdruckskraft erwandert habe. Meine Antwort war nein, ich hatte noch nicht wirklich erkundet, was an höchster kosmischer göttlicher Liebe möglich ist. Und so sagte ich zu meinem Partner: „Es muss sich an der Sexualität etwas verändern, weil ich mich verändert habe. Und es muss bei dieser Reise höher hinausgehen. Machst du mit?“ Und er sagte natürlich: „Ja, klar.“ Wir schauten uns an wo ich stand, wo er stand, um die Sexualität und unsere Beziehung auf eine ganz neue, reine Ebene zu bringen, die für beide funktioniert. Bezüglich Sexualität muss sich einfach etwas verändern, weil du plötzlich mit sehr feinen Frequenzen zu tun hast, mit unterschiedlichen Energieebenen. Fast jeder, der erfolgreich von Prana lebt und sich dafür entscheidet, die Beziehung mit den bestehenden Partnern aufrecht zu erhalten, lernt mittels Tantra-Energie zu leben, um die kosmischen Ebenen in die sexuellen Praktiken einzubeziehen. Eine Göttliche Ehe. Das bedeutet jeder vermählt seine niederen Aspekte mit seinen höheren Aspekten. Dann kommen beide zusammen als zwei aufgestiegene, harmonische Wesen. Dadurch beginnen wir, uns für wirkliche kosmische Arten des Austauschs auf allen Ebenen zu öffnen. Es ist dann ein göttlicher Tanz auf tantrischen Ebenen mit sexuellen Orgasmen, Ganzkörperorgasmen. Das kann wunderbar sein, uns gefällt das.
Ich habe die Entscheidung getroffen, in diesem Leben keine zölibatär lebende kleine Yogini zu sein, die ich in anderen Leben war, sondern ich möchte die volle Bandbreite meiner eigenen Spiritualität erkunden. Und das mit einer Liebesbeziehung und mit Kindern, mit Enkeln und mit allen Aromen und der ganzen Fülle des Lebens. Ich habe diese Intention klar gesetzt, und das Universum zeigt den Weg. Aber mir begegnen auch viele Leute, die von Prana ernährt werden und zölibatär leben. Es scheint eine Frage der Wahl zu sein: entweder zölibatär oder mit einem Partner. Dann wird die Energie umgewandelt in Tantra, göttliche Sexualität.
Was Menschen in einer Beziehung in Punkto Lichtnahrung feststellen, ist, dass sie sich wirklich sehr offen aussprechen und einen Weg finden müssen, der für beide funktioniert. Mir begegnen Menschen, die von Licht leben, wo beispielsweise die Frau oder Freundin sagt: „Er hat sich so verändert, er will nicht mehr mit mir schlafen.“ Manchmal sind die Männer auch sehr unsensibel und sagen: „Da musst du jetzt einfach damit klar kommen!“ Das ist keine gute Voraussetzung für eine zufriedene Partnerschaft. Wenn wir in einer Beziehung leben, sollten wir das ehren. Wir können sagen: „Ja, das sind die Veränderungen, die ich durchgemacht habe, wie können wir damit jetzt umgehen.“


Mir geht es so, dass ich Gelüste nach Geschmack verspüre, auf eine Eiskugel, ein Stück Schokolade oder den Geschmack von Käse beispielsweise. Am Anfang habe ich mir das verboten, es dann aber zugelassen und festgestellt, dass mir ganz wenig genügt, um diesen Sinn zu befriedigen. Isst du absolut nichts mehr, oder geht es Dir auch so?
Ungefähr einen Monat, nachdem ich angefangen hatte, von Prana zu leben, hatte ich die Eingebung, auch mit dem Trinken aufzuhören. Dazu sagte ich aber nein, soweit bin ich noch nicht. Sollte ich auf diese nächste Ebene gehen, ohne Flüssigkeiten zu leben, dann muss das mit Freude und Gnade geschehen.
Nicht mehr zu essen, war sowieso schon ein Schock, was die ganzen gesellschaftlichen Anpassungen betraf. Den Geschmack habe ich nicht so vermisst, eher das soziale Miteinander. Freunde und Bekannte behandelten mich anders. Sie wussten nicht mehr, wie sie mit mir umgehen sollten. In emotionalen Stressphasen wie z. B. während der Herzattacken meiner Eltern, war der erste Impuls Schokolade zu essen. Etwas, was ich mit meinem Vater als Kind immer so genossen hatte. Ich folgte also dem Impuls, aß die Schokolade, und es war wie die Explosion einer Chemiebombe in meinem Körper. Später lernte ich es umzuwandeln, weil mir klar wurde, dass das Leben mir immer wieder gewisse kleine emotionale Schocks verabreichen konnte. Nach etwa sieben Jahren war nichts mehr in mir, auf keiner Ebene, was diese Art von Geschmack brauchte.
Ich fühle auf allen Ebenen, dass es stimmig ist, den Übergang auf freudvolle Weise zu machen, so dass es sich natürlich anfühlt. Wir neigen oft dazu, es zu überstürzen. Warum so eilig, du kannst doch sagen, okay, in zehn Jahren baue ich das auf, Schritt für Schritt mit Freude und Gnade, bis ich von Prana lebe, so wie es für die Familie und alle anderen funktioniert. Das ist ein allmählicher Übergang.
Es begegnen mir aber auch Menschen, die sagen: „Ich werde die Erste in meiner Region sein, die von Prana lebt.“ Vorsicht, - so geht es nicht! Von Prana zu leben ist eine komplexe Angelegenheit, und der Erfolg hängt viel von der Reinheit des Herzens und der Intention ab. Obwohl wir euch die Schritte zeigen können und den 21-Tage-Prozess als Methoden vorschlagen, ist es so, dass jeder Mensch eine geheime Zutat hat. Diese geheime Zutat ist immer eine Tugend. Die kannst du nicht erlernen, dafür gibt es kein Patentrezept, das ist etwas, was das Leben schenkt. Diese entscheidet über deine Fähigkeit, von 90 % zu 100 % Prana-Ernährung zu gelangen. Du kannst alles richtig machen, aber irgendwann brauchst du einfach z. B. mehr Demut, oder du brauchst mehr Mitgefühl, oder du brauchst mehr von etwas, was dir eine besondere Herzensfrage ist. Wenn du dieses tatsächlich bekommst und diese Erfahrung lebst, dann passiert es – du bist freudvoll, du bist gesund, dein Gewicht stabilisiert sich, und alles funktioniert. Und worin besteht diese geheime Zutat? Das muss jeder als Meister seiner selbst allein herauszufinden – das weiß jeder Meister. Ich denke, das ist so ein kosmischer Scherz, dass es eine geheime Zutat gibt, weil darüber niemand die Kontrolle hat – das ist so okay nach dem Motto: 99 % des Weges kriegst du von uns, und den Rest musst du selber finden.



Empfinden von Kälte und Hitze

Mir war während des 21-Tage-Prozesses immer kalt und lange noch danach. Ich konnte nur warme Getränke zu mir nehmen, auch die Fruchtsäfte. Das Empfinden von Kälte und Hitze ist doch ebenfalls über unsere Glaubensmuster gesteuert. Hast du Techniken, um auch dieses Bewusstsein zu verändern?

Jas: Viele Menschen, die den 21-Tage-Prozess durchlaufen haben, empfinden danach mehr Kälte. Dies haben wir herausgefunden, als ich für mein Buch „Botschaften des Lichts“ 150 Leute nach ihrem Prozess befragte. Alle haben geäußert, dass ihnen kälter ist. Sie sind unterschiedlich damit umgegangen: Manche haben sich vorgestellt, dass viel Liebesenergie durch das Herzchakra kommt und sich einfach im Körper ausbreitet, bis zu den Extremitäten. Auch ich habe verschiedene Methoden probiert, am Ende habe ich einfach den Engeln gesagt: „Mir ist kalt, umarmt mich, wärmt mich.“ Es funktioniert, weil ich die Engel mag und ich an ihre Realität glaube. Ich sehe sie in diesem Raum und auch in anderen Dimensionen, so war es ganz simpel für mich. Ich habe nun keine Temperaturprobleme mehr. Alles reguliert sich im Laufe der Zeit ohnehin von selbst. Das Einzige, was ich empfehle, wenn du sozusagen gegen eine Wand läufst oder das Gefühl hast, nicht weiter zu kommen, - bitte einfach um Hilfe. Wende dich an die Kraft im Inneren und beschreibe die Situation und frage, wie du damit umgehen sollst. Bitte um eine Technik, ein Werkzeug, und dann wirst du es bekommen. Oder du liest es „zufällig“ in einem Buch, oder dir fällt eine ganz verrückte Lösung ein, auf die noch keiner gekommen ist. Ich sehe, dass Leute manchmal Schwierigkeiten haben und aufgeben. „Ah, ich bin so übersensibel, ich kann das gar nicht mehr haben, dass andere um mich herum sind, ich kann nicht mehr in die Stadt gehen, seit ich von Prana lebe…“, anstatt die geistige Welt zu fragen: „Wie kann ich von Prana leben und trotzdem in die Stadt gehen, ohne von den vielen Einflüssen bombardiert zu werden?“ Nur wenn wir es ausprobieren und darum bitten, werden wir neue Arten finden, damit umzugehen.


Verzicht auf stoffliche Nahrung bewirkt eine Schwingungserhöhung, Energiefelder werden neu ausgerichtet. Dies liest man immer wieder über Deinen Lebensweg. Gibt es nach so langer Zeit ohne Nahrung weitere positive Veränderungen, und was sind deine persönlichen Wünsche für die Zukunft?

Ich bin oft gefragt worden, welche Vorteile mir die Lichtnahrung brachte. Das ist schwer zu beantworten, da ich schon davor 22 Jahre meditierte habe und ein ganz besonderes Leben führte, und allein damit waren schon so viele Geschenke verbunden. Wenn der Körper kein Essen verdauen muss, hat er zusätzlich Energie, die anderweitig zur Verfügung steht. Jeder nutzt dies unterschiedlich. Für mich ist daraus eine große kreative Kraft entstanden. Die Dinge, die ich in den letzten 14 Jahren umsetzen konnte, seitdem ich von Prana lebe, übersteigen meine kühnsten Träume: Ich male immer wieder, habe verschiedene Melodien im Kopf, habe 26 Bücher geschrieben, bin unentwegt um die Welt gereist und habe diese tiefen, erstaunlichen spirituellen Erfahrungen gehabt. Das kann bei jedem Menschen passieren, wenn er mit der Frequenz der Liebe arbeitet, ob er isst oder nicht. Wenn wir uns wirklich dem Feld der Liebe ergeben, dieser Christus-Natur, unserer Buddha-Natur, dann sind die Geschenke endlos. Wahrscheinlich gibt uns das Leben von Lichtnahrung noch einmal so einen zusätzlichen Boost, einen extra Schub, wie ein Ferrari, der noch einmal ein Boostersystem hat im Vergleich zum Ferrari, ohne. Wir drücken einfach auf einen zusätzlichen Knopf und starten durch.
Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass mein Leben einfach so viel besser funktioniert, klarer, kreativer, so viel leichter, so viel freudiger als zuvor. Ich treffe Menschen, die auch solche unglaubliche Erfahrungen machen, ebenfalls mit Lichtnahrung. Ich ermutige Menschen einfach, sich zu öffnen, mit der Intention ihre unbegrenzte Natur zu erfahren. Und wenn das Essen einem Freude bereitet, kann man weiter essen. Wenn genug Liebe durch das System fließt, dann ist auch das eine Möglichkeit, diese Liebe zu erleben. Und es ist ein Geschenk, frei vom Essen zu sein. Das würde ich gerne auf der Welt sehen, mehr Wahlfreiheit, weniger Begrenztheit in unserer eigenen Wahrheit. Wir sind nicht so begrenzt, wie es zu sein scheint. Ich würde gerne sehen, dass Menschen vollkommen unabhängig von den Nahrungsmittelressourcen der Welt sind und von vielem anderem ebenfalls. Dass sie verstehen die menschlichen Ressourcen zu nutzen, die Liebe, die Intelligenz, die durch den menschlichen Organismus fließt. Das Gute zu sehen, alles Leben zu ehren, mitzuwirken beim Erschaffen und damit die ganze Situation hier auf eine andere Ebene des Ausdrucks zu bringen, womit große Gesundheit und großes Glück für alle verbunden ist. Schlussendlich läuft es darauf hinaus, dass der Strom kosmischer Partikel verstärkt wird, dann werden wir alle gesünder, weil dieser kosmische Partikelstrom reine Liebe ist, reine Weisheit, reine göttliche Essenz, die von allen gesucht wird, auf der physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Ebene.


 
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