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Autor: Ulla Michalscheck
erschienen: 08.08.2010
Herausgeber: EV
 

Der Rosengarten - Tagesauszug 8. August

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8. August

Erliege nicht der Versuchung, dies alles hier nur mit deinem Verstand begreifen zu wollen. Dies wird dich nicht wirklich zufrieden stellen, weil dir dein Verstand auch immer die Kehrseite seines Verständnisses zeigen wird. Dir ist von klein auf beigebracht worden, deinen Verstand zu schärfen und ihn unter allen Umständen auch zu benutzen. Dies führt dich aber sehr oft in die Angst hinein, weil dein Verstand an die Angst nicht nur zu glauben scheint, er hat sie regelrecht erschaffen, mein Bruder.
Wenn du dein Gefühl nicht von der Angst trennen kannst, dann sei dir sicher, dass du sehr auf deinen Verstand gesetzt hast. Dein wahres Selbst kennt keine Ängste und du kannst mit ihm nur Frieden erfahren. Wenn du also daran glaubst, dass ängstliche Gefühle etwas anderes sind als dein Verstand, dann befindest du dich in einem Irrtum. Angst rührt immer von deinem Verstand her und es ist unerheblich, um welche Ängste es sich zu handeln scheint. Du musst lernen, deine Gefühle zuzuordnen. Entweder sind sie wirklich und kommen somit von deinem wahren Selbst, oder sie sind nur vorgestellt und kommen von deinem Verstand, deinem kleinen Selbst.

Dazwischen gibt es nichts, wohin du flüchten könntest. Entweder wählst du die Wirklichkeit oder aber die Illusion. Beobachte deine Gefühle sehr genau, mein Freund und sage nicht, dass dies ein Gefühl deines Bauches wäre, wenn es in Wirklichkeit von deinem Verstand herrührt. Ich sage noch einmal, dass es sehr einfach ist, erkennen zu können, welcher Stimme in dir du folgst. Wenn diese Stimme dir von Angst, Besonderheit, Schuld und Sünde erzählt, dann hast du es mit der Stimme einer Illusion zu tun. Weder Angst noch Besonderheit, Schuld oder Sünde werden von deinem wahren Selbst gesehen. Somit kann es dich gar nicht auf diese Dinge aufmerksam machen in der Form, wie es dir dein kleines Selbst über den Verstand sagen lässt.

Dein wahres Selbst kann dir auch über deinen Verstand etwas zukommen lassen, aber dies wird immer in Verbindung mit einem wahren Gefühl sein. Du spürst diese Worte, Bilder oder Gedankengänge durch und durch und wirst Frieden wahrnehmen können.

Dein kleines Selbst geht über deinen Verstand gleich in die Angst hinein und lähmt dich. Du hast dann ebenfalls das Gefühl, dass du von dieser Stimme ganz und gar erfüllt bist. Dem ist aber nicht so. Dein wahres Selbst lässt sich durch die Gedankengänge deines kleinen Selbst nicht beirren. Irgendwann dringt es wieder mit seinem Frieden zu dir vor und holt dich auf den richtigen Weg. Da dein kleines Selbst aber scheinbar dieselbe Macht besitzt, dich von deinem Weg wieder abzubringen, solltest du wirklich darauf achten, von welcher Stimme du dich anführen lässt. Untersuche wenn nötig jeden deiner Gedankengänge daraufhin, ob seine Quelle die der Angst ist. Fast immer wird es Angst sein, die dich in Irrtümer hineinführt. Entsage dem, indem du der richtigen Stimme folgst, die nicht an deinen Verstand gebunden ist. Wenn du das übst, dann gelangst du allmählich in die Erkenntnis, was es heißt, die Dinge mit deinem Gefühl zu erfahren.


Leitgedanke für diesen Tag

Nicht alle meine Gefühle sind wirklich. Wenn ich in ihnen Ängste wahrnehme, dann rühren solche Gefühle nur von meinem Verstand her. Besonderheit, Schuld und Sünde entspringen immer der Angst. Wenn ich diese Gefühle habe, dann sollte ich in mein wahres Selbst zurückkehren, damit diese unwirklichen Gefühle wieder aufgehoben werden.



 
Quellen und Verweise:
Der Rosengarten im Elraanis Shop
 
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