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Autor: OMRAEL NORBERT MUIGG
erschienen: 07.12.2008
Herausgeber: TO-OM-RA
 

FRIEDENS- UND HERZENBRÜCKEN

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EIN WEG ZUR EINHEIT

WELTFRIEDENSBRÜCKEN
IM CENTRO ESPACIO SAGRADO TO OM RA
GUATEMALA.

Der Auftakt zum ersten Weltfriendenskongress im Centro Espacio Sagrado spiegelte in vielen Aspekten, wie sehr wir alle Einflüssen aus unserer Umwelt ausgesetzt sind. Einige Teilnehmer müssen aus Krankheitsgründen ihre Teilnahme absagen, Blockierungen bei den Flügen, Sachschaden an einem Auto, unerwartete Pannen auf dem Weg mancher Teilnehmer zum Flughafen, Verspätungen bei der Ankunft in Guatemala, Flüge, die durch technische Mängel am Flugzeug gestrichen werden müssen, Taxis, die umsonst am Flughafen in Guatemala City warten, reservierte Unterkünfte, welche niemand in Anspruch nimmt, unerwartete Anrufe von Ankommenden, die überraschend dann doch einen neuen Flug erhalten und in Guatemala am Flughafen auf Abholung warten. Gäste, die eingeladen sind, deren Flug bezahlt werden, die jedoch den Flug verfallen lassen, die Präsidentin der Organisation Children of the world verliert wie andere ihren Flug, fällt hin und bricht sich eine Rippe. In betäubendem Schmerz kommt sie 2 Tage verspätet in das Zentrum.

Die Vorzeichen für ein interkulturelles Treffen hatten es also wirklich in sich, und waren von einem gewissen Chaos geprägt, welches wohl keiner von uns in einer solchen Intensität erwartet hatte.

Aber es ist alles schon im Gange, und es kündigen sich damit auch manche Kräfte und Energiefelder an, welche ganz offensichtlich nicht so einfach miteinander verbunden werden können. Die ursprüngliche Absicht des Zusammenkommens im Zentrum TO OM RA in Guatemala ist es, gemeinsam in die Erlösungsarbeit zu gehen, Weltbilder auszutauschen, sich kennen zu lernen, und miteinander Wege zu einem heilvollen Miteinander in der spirituellen Arbeit und für den Weltenfrieden zu finden.


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Beyond Duality

Im letzten Moment einigt man sich auf ein neues Konzept - „Beyond Duality“, beruhend auf dem Einheitsgedanken und der Vision der Oneness-University in Indien. Im Glauben an die Segnungen der Deekshas und auf der Suche nach der menschlichen Einheit öffnen wir uns aus unseren unterschiedlichen Glaubensbildern in Begegnungen und Gesprächen. In der Vorstellung des Loslassens von polaren Illusionen und Konzepten, im Loslassen von Traditionen, Ritualen, die wir für ein neues Menschsein, für eine neue Erde hinter uns lassen müssten, begegnen wir uns an einem Ort, im Herzen der Mayawelt.

Das Konzept für das Treffen sind organisierte Zusammenkünfte, die Erarbeitung von Programmen in Gesprächsrunden, genannt Friedensbrücken und Herzensbrücken. Ziel ist es die gemeinsam erarbeiteten Vorstellungen, ein sich Erheben aus der Dualität in die Einheit zu manifestieren. In einer Lichtpyramide sollten sich die Grenzen zwischen Religionen und Kulturen durch das Schaffen eines neuen, friedvollen und unbegrenzten, weltweit sich neu aufbauenden Energiefeldes lichten. Dieses Projekt wird in gemeinsamer Zusammenarbeit mit dem Zentrum der Einheit Schweibenalp, Schweiz, dem Centro Espacio Sagrado TO OM RA, Guatemala, der Akademie für die Wissenschaft der Zukunft, USA und der Interkulturellen Friedensstiftung, BRD verwirklicht werden. Diese Einrichtungen übernehmen auch großteils die Kosten des Treffens und der geladenen Gäste aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Religionen.

Ich erkläre mit Christine Muigg den ersten Ankommenden die Kraftfelder des Zentrums, wir begleiten die Gäste zu alten Kraftorten der Maya. Wir führen die Menschen durch die Pyramiden des Zentrums und erklären dessen Absicht als Brückenzentrum für den Weltenfrieden. Dabei versuche ich, die Weltenschau der Kosmovision Maya fassbar zu machen. Wir sitzen am obersten Punkt, einem Altar, der für das Universaltor des Lago Atitlan gebaut wurde. Meditierend treten die erst Angekommenen in dieses große Mysterium ein, spüren das Kraftfeld der Maya, erfahren die großen Kraftfelder des KU KUUL KAAN und anderer Mayaboten, die für den Zeitenwandel weltweit aus den Legenden der Maya für die gesamte Menschheit zurückkehren.

Kiara Windrider bittet um eine gemeinsame Meditation für seinen Vater in Indien, der einen plötzlichen Herzanfall erlitten hat, und wenige Stunden später die Botschaft, dass er das Schlimmste überwunden hat. Wir besuchen die Kiva, den Heilungsort des Bruders Tod Keme, und treten ein in die Stille und Besinnung für die Ahnen und Verstorbenen. Alles scheint sich heilvoll zu öffnen, wir empfinden Vorfreude auf das Kommende. Aber im engeren Kreise der Organisation ist auch Besorgnis spürbar. Auch ich spüre weiterhin eine gewisse Spannung.


Erste Zusammenkunft

Dann erfolgt die erste Zusammenkunft in der Pyramide, eine Vielfalt von Gesichtern und Energiefeldern. Eine kurze Vorstellungsrunde, Müdigkeit und Überraschung sind spürbar. Im Herzen Guatemalas sitzen wir über dem Atitlansee, und repräsentieren eine Vielfalt von Anschauungen und Energiefeldern wie sie größer wahrscheinlich nicht sein könnte.

Und nun beginnt die Arbeit, und die Herausforderung steht spürbar im Raum. Ehepaar James und Desire Hurtak, die weltweit bekannten Friedensboten, Verfasser der Schlüssel von Enoch und anderer Bücher, erheben ihre Stimme. Im Kreis der Teilnehmer wird von der neuen Kontinentaufteilung, von einer neuen Form Amerikas nach einer großen Kontinentverschiebungen gesprochen. Guatemala ist nach ihren Vorstellungen und Visionen in der neuen Kontinentgestaltung der Kopf einer Taube. Dies sei wohl ein Grund, warum wir hier für den Weltenfrieden zusammengerufen worden seien. Inmitten eines weltweit mit Gefahren, mit Aggression und Kriminalität verbundenen Bildes Guatemalas steht ein Symbol des Friedens, der Geist der Friedenstaube. Erinnerungen an Filme und Berichte alter, kriegerischer Blutsritualen der Maya überlagern sich mit einem Bewusstsein, aus dem der neue Zeitenwandel um 2012 aus dem Maya heraus getragen sein sollte.

Adler und Condor treffen sich aus den Indianerprophezeiungen im Zentrum Amerikas, im Herzen der Maya, in der Heimat des Quetzalvogels. Doch jene so unterschiedlichen Bilder scheinen nicht mit der alltäglichen Realität im Einklang zu stehen. Und so erbitten wir im versammelten Kreise die Hilfe und den Beistand der Ahnen des Landes. Abertausende sind in den politischen Systemen der letzten Jahrhunderte und noch Jahrzehnte für ihren Glauben dort getötet worden.

Viele von uns sind dem Rufe gefolgt, und viele von uns sind Menschen der weißen Rasse, die wir einst soviel Unheil über dieses Volk gebracht hatten. Werden wir als Amerikaner und Europäer fähig sein, uns dem Geiste Maya würdig zu erweisen?
Erfüllen wir in diesem Zusammentreffen die Prophezeiungen als Heimkehrende, als Dienende, Helfende, als Gebende und sich Hingebende an den Geist und das neu sich definierende Kraftfeld und Bewusstsein der Maya? Und wie lässt sich all dies mit dem neuen Einheitsgedanken verbinden, welchem dieser Kongress gewidmet ist?

Das Zentrum TO OM RA ist eine Insel der Seeligen, auf der unterschiedliche Herkunft und Anschauungen ihren Platz finden. In bewegender Stille und Klarheit werden wir dort aus einem Mysterium heraus getragen, welches um vieles älter ist als all unsere heutigen Anschauungen. Jedoch wird immer klarer, es stehen sich die unterschiedlichste Welten gegenüber. Und das alles inmitten der Maya, ein Kraftfeld, ausgedrückt im Geiste des vitalen Volkes der Indigenas, einer intensiven Betriebsamkeit, den bunten Märkten, das kleine Kind, das auf dem Rücken der Mutter im intensiven Alltag dieser Menschen mit dabei ist.

Don Juan, ein Mayaschamane, öffnet als Brücke zum Geist des Landes das erste Mayaritual. Er kniet auf dem Boden und betet um Harmonie und Friede für alle, die von weit her gekommen sind. Auch er ist besorgt, spürt im Ritual die Schwere und Belastung unserer Vorstellungen, eine Einheit zu suchen, die über alldem liegt, was wir als Menschen im Miteinander als Familie erarbeiten könnten.

Linda Tucker ist eine Geweihte Schamanin des Stammes der „Weißen Löwen“ in Südafrika. Sie öffnet sich für den Geist der schwarzen Priesterin und Schamanin, mit der sie in das Geheimnis des Stammes der Timbavati eingeweiht wurde. Sie erzählt eine für sie unvergessliche Begebenheit in deren Stammesgebiet. Mit einer Kleingruppe von Südafrikanern sitzt Sie nach einer Autopanne in der Dunkelheit im afrikanischen Busch fest. Eine Gruppe von Löwen umgibt das Auto, es ist für alle höchste Lebensgefahr. Plötzlich kommt eine Schamanin mit ihrem Kind aus dem Busch und geht durch die Reihen der Weißen Löwen und rettet die Gruppe. Die Schamanin führt Linda in das Geheimnis ihres Stammes ein und eröffnet ihr das Mysterium des Geistes der Weißen Löwen von Timbavati. Sie sind Botschafter für den Zeitenwandel und den Wandel in der Menschheit. Die weißen Löwen sind Träger des reinen Geistes, Boten des wahren Königreiches Gottes auf Erden, und sie sind in Gefahr, ausgerottet zu werden.

Besorgnis ist in den Gesichtern der Beteiligten, als sie in Trance den Geist der Löwen ruft. Der weiße Jaguar der Maya, Uxbalam ist spürbar präsent. Der Geist der Maya verbindet sich mit dem Geist Afrikas in einem Ritual. Verunsicherung herrscht in der Gruppe. Die ersten großen Herausforderungen sind gegeben, wie passt dieses Ritual in das Bild der neuen und vollkommenen Einheit? Wie können wir das Geschehene einordnen, die wir für das Errichten einer Lichtpyramide der Einheit zusammen gerufen sind.

An diesem Punkt nimmt Grandmother Sarah aus dem Stamme der Iroquoise Canadas ihre Feder in die Hand. Sie erinnert, die Geister der Ahnen zu ehren, und unsere Traditionen nicht zu übergehen. Sie fordert uns auf, die Natur als Basis der Einheit mit einzubeziehen, das Herz der Mutter Erde zu nähren und die unzähligen Wesen aller Reiche in Respekt und Liebe einzuladen.

Die ersten Tränen stehen in den Augen der Anwesenden, Frauen, Schamaninnen welche spüren, dass der Geist der Einheit, wie manche Teilnehmer ihn auffassen und in ihrer Vorstellungen tragen, nicht mit Mutter Erde und den zwischenmenschlichen Herausforderungen in Einklang steht.

Die Indianerfrau spricht vom Weißen, der gekommen ist, erneut über die Traditionen der Indigenastämme und der alten Völker zu richten. Vertreter des Judentums, der chinesisches Taoist und Hunalehrer Will Chang, Vertreter der Weltenreligionen, die Brückenbauer TO OM RA, sie alle halten sich an den Händen und sind betroffen. Immer klarer treten die Unterschiede zwischen den Welten hervor.


Das Heilige Mayafeuer

Meister Cirilo, der Prophet der Maya öffnet am nächsten Tag das Heilige Mayafeuer. Der Mayaweise erinnert uns, Traditionen und den Geist der Einheit im Schlichten, in der menschlichen Begegnung zu suchen und den Geist der Einheit aus Gottes Herzen und aus dem Herzen der Mutter Erde einzuladen. Die Stimmen derer werden lauter, die nicht nur mentale Konzepte manifestieren wollen, sondern den Ruf der Maya hören, sich mit dem Geist dieses Kraftfeldes und des Landes stärker zu verbinden.

Viele verstehen nicht, was Don Cirilo im Feuerrital, im „sagrado tooj“, in seiner Sprache sagt, und dennoch spüren sie die Kraft des Friedens, den Geist der Familie, der immer wieder alle Teilnehmer miteinander um das heilige Feuer vereint.
In der Pyramide TO OM RA spricht der Mayaweise auf seine Weise. Er geht im Kreise, blickt den Menschen in die Augen, erzählt einfache Botschaften, erinnert an den schlichten, aber kraftvollen Geist der Mutter Erde. Er zermürbt durch die Schlichtheit seiner Worte westlich mentale Konzepte, erfüllt keine Erwartungen und beantwortet keine Fragen, die an ihn als Mayameister gestellt sind. Sein Mysterium, die Kraft seiner geistigen Verbindungen, die Jaguare der Maya, die aus seinen Augen fließen, hüllen die Gruppe ein in Vertrauen, in Frieden. Wir spüren den Mayameister als Friedensboten, abseits großer intellektueller Vorstellungen, allein aus dem Geiste derer, die aus ihm wirken. Die großen Weisen, die Boten der Plejaden, die Urmütter und Urväter der Maya sind als Mittler des Friedens und der menschlichen Einheit im Kreise präsent. Er segnet und erinnert an den wahren Geist des Wandels, an die Verbindung des Menschen mit allem Sein als Zeichen der Einheit, an die zwischenmenschliche Liebe als Geschenk des Himmels und der Mutter Erde.

Der Feuerschamane Don Juan Salam lädt zu einem Reinigungsritual. Manche sind tief berührt, es fließen Tränen, Menschen legen sich im Schwächeanfall nieder, andere spüren große Kräfte durch sich fließen. Im Stillen sagt Don Juan zu mir: „Du wirst sehen, morgen sind die Menschen anders. Die großen Lichtboten der Maya verändern weniger in Gesprächen, sie berühren nicht durch unsere Vorstellungen. Sie öffnen unseren Geist und das Herz aus der Kraft des heiligen Feuers, wenn wir vertrauen und uns hingeben können.“

Abermals entsteht Sorge ob das Ritualgeschehen der Maya dem Gedanken der Einheit entgegenstehe. Inmitten des Atitlansees gestalten wir ein gemeinsames Ritual, welches der jüdische Rabbi Ohad Esrachi eröffnet. James und Desiree Hurtak invokieren heilige Mantren, singen die hebräischen Namen Gottes und erheben ihre Stimme für den Weltenfrieden. Grace Sears aus Canada lädt die ägyptischen Weisen und die Sternengeschwister ein. Peruanische Pfeifen öffnen die Tore zu den Weisheitsquellen Südamerikas. Gebete, Meditationen, Gesänge füllen den Raum. Felix Woschek spielt die Flöte. Eine einfache Schulflöte seiner Kinder erklingt und wird von der Windströmung des Tschokomil, den berüchtigten Nordwind des Sees in die Weite getragen.

Die Menschen halten sich an den Händen und hier sind wir in der Einheit als Familie, während das Boot in den Wellen des Lago Atitlan schwankt und uns an die Einheit im Leib der Mutter Erde erinnert. Sara Smith spielt leise Trommelschläge auf einem Schildkrötenpanzer und ruft die Wesen ihres Indianerstammes. Monty Lock Nat, ein Priester der Methodisten Amerikas und Devotee Babajis kniet am Boden und betet, Elischewa Dreyfuss singt als Vertreterin der Jugend mit Oran Cohen aus Südafrika den Gesang des Friedens in das Herz der Mondgöttin IXCHEL. Trommeln und Stimmen erklingen und tragen die Botschaft des Weltenfriedens in die Weite. Zufrieden reichen wir uns die Hände, umarmen uns.

Wenige Minuten später sehen wir alle uns direkt mit dem Energiefeld der Dunkelheit konfrontiert. Ein indischer Vertreter ruft in den Wellen des Sees um Hilfe, er ist beim Ertrinken. Im letzten Moment kann er gerettet werden und erzählt, dass er plötzlich wie in einen dunklen Sog nach unten gezogen wurde, nichts mehr tun und bewegen konnte. Wieder stehen wir gemeinsam im Schock des Geschehenen, wieder umhüllt uns eine Energie des Chaos.


Spielfeld der polaren Kräfte

Die Augen können nicht verschlossen werden vor dem Energiefeld, in dem wir uns als Menschen auf der Erde bewegen. Kein Gedanke, kein Konzept der Einheit kann darüber hinwegtäuschen, dass wir nach wie vor im Spielfeld der polaren Kräfte unsere Entwicklung auf der Erde wandern. Auf dieser Wanderung sind wir alle gefordert, die Einheit aus dem Herzen und im Miteinander zu erkennen, aber auch einen Weg zu finden, uns in Respekt durch Energiefelder des Lichtes und der Schattenwelt zu bewegen. Dieses Weltbild bringt uns hier in Bewegung, drängt uns hinzusehen, anzunehmen, wer wir sind, was unsere Aufgabe ist. Wir sind zusammen als Suchende, als Heiler, Schamanen, Priester, als Weise und Menschenbegleiter. Doch zuerst sind wir Menschen, mit all unseren Schwächen und Stärken, und versuchen uns nach einer gemeinsamen Wahrheit zu orientieren, und die Botschaften des Erlebten anzunehmen.

Die geladenen Brückenbauer des Kraftfeldes TO OM RA pflegen die Altäre des Zentrums, reinigen energetisch und physisch die Orte der Zusammenkünfte nach den Treffen und bewegen sich auf ihre Weise durch die unterschiedlichen Schwingungen und Situationen. Roland Schutzbach und Christina d Lys begleiten uns in Humor, erinnern an Leichtigkeit und an die Heilkraft des Lächelns und gestalten ihren Beitrag als Brückenbauer und Filmschaffende.

In der nächsten Phase des Friedenskongresses begeben wir uns auf eine Reise durch die Welt der Maya. In Copan Honduras stehen wir auf dem Tempel des Mayakreuzes. Kniend erbitten wir den Einlass an diesen besonderen Ort des Friedens und der Heilung. Die Menschen gehen in Schlangenform die Stufen der Pyramide empor. Es öffnet sich ein Ritual, das Christine Muigg als Mayapriesterin leitet. Von dort strömen wir aus. In Kleingruppen besuchen wir die sakralen Orte dieses Herzplatzes der Maya. Ohne Diskussionen, ohne Gespräche, ohne Vorstellungen erfahren wir dort, was wir suchen, den Geist des Friedens und der Einheit. In Ehrfurcht spüren wir, dass es Orte gibt, die diese Einheit, die wir so sehnlich als Menschen suchen, als wirkendes Kraftfeld bereits in sich tragen. Welches Geheimnis trägt Maya in sich, das uns ohne Worte in den Frieden und in das Energiefeld einer liebenden Familie bringen kann?

Wir verabschieden uns in einem Abschiedsritual auf einer Pyramide, als plötzlich eine Gruppe von großen bunten Papageien durch die Pyramidenstand fliegt und uns umkreist. Der Guacamaya-Papagei ist in Copan dargestellt als besondere Gottheit der Maya. Diese Kraft zeigt sich in diesem unvergesslichen Symbol der Freude, der Vitalität und Einheit. Der Guacamaya steht in Copan als Gottheit für die innere und äußere Schönheit, für das Erkennen der göttlichen Vielfalt und der Vielfarbigkeit der göttlich- menschlichen Einheit.

Wir sind auf der Rundreise durch Guatemala, erleben TIKAL als Ort der Heilung und Verbindung zu den geistigen Weisen der Maya. In einem Feuerritual erklingt wieder die wunderbare Flöte von Felix Woschek, Gesänge der Teilnehmer erfüllen den Raum. Sundar Dreyfuss kommt zu mir, ich umarme ihn in Dankbarkeit. Er hat dieses Treffen nach 2 – jähriger Vorbereitung erst möglich gemacht. In großer Dankesfreude besuchen wir die heißen Wasserfälle der Finca El Paraiso. Weit ab ihrer Heimat spüren viele Teilnehmer die paradiesische Schönheit und Vielfalt dieses Landes. Stunden verbringt ein jüdischer Rabbi in einer Zeremonienhöhle der Maya, im Inneren eines Wasserfalls. Er kommt erst nach 2 Stunden Abwesenheit wieder zurück, verändert und tief im Herzen bewegt. Unvergesslich ist ihm, was hier geschehen konnte. Er sitzt still beim Abendessen neben mir, seine Augen sind noch nass vom Erlebten.


Einheit und Frieden, Freude und Dankbarkeit

Auf der Hängematte sitzend spiele ich Lieder von Simon & Garfunkel, das Lied Streets of London erklingt seit Jahren wieder auf der Gitarre. Elke Woschek, eine Brückenbauerin und kostbare Mittlerin des gemeinsamen Friedens liegt meditierend neben mir in der Hängematte. Gemeinsam singen wir das „You’ve got a friend“ von Carol King, während James Hurtak den Frieden für die Welt über den Lago ISABAL invokiert. Wir steigen in unsere Busse, etwas traurig, weil wir schon bald wieder unsere eigenen Wege gehen werden.

Am Anfang stand der Gedanke eines Friedenskongresses im Zeichen der Einheit. In wenigen Tagen wurden wir durch unsere Menschlichkeit, unsere unterschiedlichen Religionen, Weltbilder und Schwingungen durch Höhen und Tiefen getragen, und wir sind am Ende eine Familie geworden.

Wir haben Einheit und Frieden, Freude und Dankbarkeit miteinander gefunden.
OMRAEL NORBERT MUIGG


 
Quellen und Verweise:
Veranstaltungen mit Omrael Norbert Muigg
Seminarort der "TO-OM-RA Seminare": Biohotel Florian, Reith/Kitzbühl
 
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