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Autor: Elraanis
erschienen: 01.09.1999
Herausgeber: ElraanisVerlag
 

Ella – Das vollkommene Glück

BildJasmuheen beweist durch ihr Nicht - Essen, daß wir mit unserem Glauben die Naturgesetze überschreiten können. Es ist ein Wunder, wenn sie leben kann ohne etwas zu essen. Und es gibt wirklich zahllose Wunder; Krankheiten verschwinden einfach, Gehirntumore sind plötzlich weg, Leute die gelähmt waren laufen wieder. Ich denke der Glauben spielt hier die entscheidende Rolle, wenn man glaubt, nichts essen zu müssen, wird man nichts essen müssen. In unserem Seminar hier haben wir davon gesprochen, daß wir eine begründete Annahme brauchen, um zu der Überzeugung zu kommen, z.B. 24 Stunden am Tag vollkommenes Glück zu erleben. Ich vermute jetzt einfach mal, daß Jasmuheen eine begründete Annahme bekommen hat, ab sofort ohne Nahrung leben zu können, es gab wahrscheinlich irgendein Ereignis was dazu geführt hat. Vielleicht hat sie viel mit Energien gearbeitet und kam dadurch zu der Annahme, daß man Energien anders zu sich nehmen kann, ohne zu essen. Wie auch immer, wenn aus so einer Annahme eine feste Überzeugung wird, wird es garantiert funktionieren, und das gilt für alles. Jasmuheen hat dann auch noch einen Weg gefunden, den sehr viele Menschen nachvollziehen können, und wir suchen mit unseren Seminaren auch einen Weg, den viele Leute nachvollziehen können. Wir geben den Leuten Grund zur Annahme, daß sie ihr Leben selbst bestimmen können, und zwar glücklich bestimmen können. Und du siehst selbst, offensichtlich kommt das sehr gut an, und es funktioniert.
Die Leute haben natürlich ein großes Mitteilungsbedürfnis, besonders wenn nach einem Seminar so tolle Sachen passieren. Und da sind schon abgefahrenen Geschichten dabei. Wie Vera, die nach hause kommt und die ersten DM 10.000,00 sind schon da. Die Teilnehmer spüren nach dem Seminar, daß viele Dinge geschehen, teilweise erleben sie auch, daß sich Sachen verschlechtern. Einige müssen eben mit schlimmen Dingen bestätigen, daß sie ihre Realität bestimmen, genauso könnten sie es aber auch mit positiven Dingen tun. Und nach eins zwei Wochen erleben sie, daß auch die positiven Dinge beginnen zu wachsen, und da bleiben sie auch hängen, das ist dann nicht mehr aufzuhalten.

Was ist neu in deinen Seminaren?
Viele erleben hier das krasse Gegenteil von dem was ihnen in anderen Seminaren erzählt wurde, das man irgendwas tun muß, um glücklich zu sein, in diesem Seminar erfahren sie, daß sie nach dem Seminar nichts mehr tun müssen, das alles einfach und automatisch läuft - es wird weder meditiert noch werden Affirmationen gemacht, noch wird irgendwas mit Licht und Liebe aufgeladen, noch werden komplizierte Techniken geübt, oder Überzeugungen herausgefunden. Es wird einfach nichts mehr getan, das Leben wird erlebt und genossen, und man läßt es auf sich zukommen wie das Glück im Leben wächst. Das ist etwas, was allem widerspricht, was wir bisher an Seminaren hatten. Vom Verlauf her unterscheiden wir uns nicht, sondern eher vom Inhalt. Die Kernaussage lautet: man muß nichts mehr tun. Viele empfinden das als sehr befreiend. Einige haben damit auch anfangs Schwierigkeiten. Der Mann, der in Zürich z.B. ein Seminar organisiert hatte. Er hat einen Buchladen, bietet verschiedene Therapieformen an, hat alles was der Esoterikmarkt an Zubehör, Wünschelruten, Kristalle so hergibt, Dinge die den Menschen tatsächlich auch helfen. Nach dem Seminar war er erstmal überglücklich, wie die anderen auch, weil er wirklich bekommen hatte, daß alles getan ist, es ist einfach alles erledigt und man braucht nur noch zu genießen. Das war erstmal ein schönes Gefühl, ein schöner Gedanke. Und als wir dann rausgingen, das Seminar fand in seinem Buchladen statt, sperrte er die Tür hinter sich zu, schaute von außen seinen Buchladen an und meinte: “Was mache ich jetzt nur mit all dem Kram?” Das war witzig und für mich das Zeichen, daß es bei ihm angekommen war. Er wußte nun, daß es nichts mehr zu lernen, zu üben, zu erreichen oder herauszufinden gibt. Und man kann zum Spaß immer noch lesen, das ist ja klar.


Nichtstun
Wenn du dich umschaust, die Leute die jetzt ELLA Berater werden möchten, sie sind sehr aktiv, aber nicht mehr aus dem Gefühl heraus, etwas tun zu müssen, sondern aus Spaß. Glücklich bist du sowieso, und du hast Lust dieses Glück unter die Leute zu bringen, hast Lust, Schabernack zu machen. Ich habe z.B. immer wieder Spaß daran, mir die verblüfften Gesichter anzuschauen, wenn sie erkennen, das es so einfach ist. Das ist wirklich Klasse, was sich in diesen Gesichtern abspielt. Das ist wirklich der schönste Augenblick im Seminar.
Erst kommt die Erschütterung und dann kommt ein Leuchten und Strahlen und die Befreiung. Diese Befreiung erleben die Leute dann auch nach dem Seminar.
Wie Joachim, der diesmal auch wieder hier ist. Er empfand es als äußerst schön, einfach die Dinge mal auf sich zukommen zu lassen, nichts tun müssen und dann kam sogar Geld, ohne das er etwas dafür hätte arbeiten müssen. Es passierten viele schöne Sachen, Geschichten, die ich immer wieder höre. Ja es sind auch immer wieder Bestätigungen für andere, daß Leute dabei sind bei denen es offensichtlich funktioniert. Und es funktioniert letztlich bei jedem. Es ist eine allgemeingültige Lösung, die gar nicht funktionieren kann. Man kann sich nicht mehr herausziehen. Wenn das Seminar zu Ende ist. Ist die Sache erledigt, die Entscheidung ist gefallen, die Erkenntnis fand statt. Klar, geht jeder seinen eigenen Weg. Aber man muß sich nicht länger anstrengen. Es ist ein Weg ins Glück, zwangsläufig, und das steigert sich immer mehr.
Petra, die eine ELLA Zeitung herausgeben will, dachte sich: “Wenn ich eine Zeitung herausgeben will brauche ich einen Computer!” Am nächsten Tag kam jemand und fragte: “Ach, übrigens brauchst du vielleicht einen Computer, bei uns werden welche ausgemustert, und schenkte ihr einen.
“Wenn ich eine Zeitung mache, wäre ein Fax auch nicht schlecht!” Am nächsten Tag rief die Freundin einer Freundin an, die sie eigentlich nicht kennt und sagte: “Halt mich jetzt bitte nicht für verrückt, es ist komisch, daß ich dich jetzt anrufe, aber ich würde dir gerne ein Faxgerät schenken. Ich weiß zwar nicht warum ich ausgerechnet dich anrufe, aber ich würde es dir gerne schenken.”
Das sind schon so Ereignisse an denen man merkt, daß man offensichtlich in der Lage ist, Glück zu gestalten, und das muß man nicht groß erklären, das merkst du in dem Augenblick so deutlich, daß das keine Zufälle sein können.
Thomas, der in meinem Haus wohnt meinte eines Tages, er hätte gerne eine Konzertgitarre, beschrieb sie etwas, so eine für DM 1500,00. Er wollte sich aber keine kaufen, sondern meinte, wenn er sich seine Realität gestalten kann, könne er sich auch genau diese Gitarre für DM 300,00 kreieren. Daraufhin sagte ich ihm, daß er nicht einbißchen seine Realität gestalten kann, wenn, solle er doch die Gitarre als Geschenk kreieren. Am nächsten Tag kommt seine Kollegin im Büro zur Tür rein und Zitat Thomas: “Sah so aus als wolle sie mir eine Gitarre schenken.” Und er fragte direkt heraus: “Sag mal stimmt es, du willst mir eine Gitarre schenken?” Und sie: “Wer hat dir das verraten, das sollte doch eine Überraschung sein?” Und es war natürlich genau die Gitarre, die er wollte, mit Echtholzplatte im Wert von etwa DM 1.500,00. Die Frau hatte sie irgendwann selbst geschenkt bekommen, ohne allerdings jemals spielen zu wollen.
In meinem Umfeld kriege ich jeden Tag mehrere dieser Geschichten erzählt. Das wird irgendwann so normal, das man es einfach vergißt.


Du machst seit drei Monaten diese Seminare, wie kam es dazu?
Vorher habe ich Einzelberatungen gemacht, und merkte eben, das es in den Sitzungen immer wieder auf die gleiche Lösung hinauslief; egal mit welcher Problemstellung die Leute kamen. Ich fand es dann viel effektiver es vor einer Gruppe zu erzählen, und es war auch sehr schnell klar, daß es gut funktioniert, und die Leute haben auch noch Spaß miteinander, lernen sich kennen, treffen sich weiterhin auch noch.
Und das ging alles so leicht. Nachdem ich beschlossen hatte Seminare zu leiten, rief mich am nächsten Tag jemand an und meinte, er wolle ein Seminar für mich organisieren. Das fand ich genial, weil mir organisieren keinen Spaß macht. Am nächsten Tag rief wieder jemand an, der ein Seminar für mich organisieren wollte, und so ging das 20 Tage hintereinander. Ich stellte dann fest, daß es jetzt erstmal genug war. Ich war schon völlig ausgebucht und prompt rief niemand mehr an. Die Entscheidung, Seminare zu leiten hat also ausgereicht, um das sofort in die Realität umzusetzen. Und es läuft schön; ich habe viel Spaß; es ist das vollkommene Glück!

Das scheint eine größere Bewegung zu werden?
Die Wachstumsraten bei unseren Seminaren sind immens, Faktor 3 bis 5. Und das ganze ohne Werbung, nur durch Mund zu Mund Propaganda. Es scheint sich also ganz gut herumzusprechen und es steckt irgendwie an. Karsten wurde nach einem Seminar gefragt: “Sag mal, was ist denn mit dir passiert, du strahlst ja so?” Und Karsten antwortete: “Ich war auf einem ELLA Seminar.” Und die Leute fragten dann nicht was passiert denn dort, sondern: “He toll, da will ich auch hin, wo und wann ist das nächste?”
Die Leute machen phantastische Erfahrungen und es ist immer wieder toll zu sehen, wie sie Samstags problembeladen kommen und Sonntags strahlend vor Glück wieder gehen. Bei einigen geht es langsamer, bei anderen schneller. Es gibt Leute, die sofort mit beiden Füßen ins Glück rein springen und andere haben erstmal eine Zeit in der sie sich überzeugen, daß das wirklich stimmt. Und das kann beides bedeuten, das sie sich Glück bestimmen, oder aber auch, das sie sich viele Probleme ans Bein binden, wo sie hinterher merken, Mensch das hast du selbst fabriziert und zwar auch noch genau mit dem, was im Seminar besprochen wurde.

Was ist deine Vision?
Meine Vision heißt einfach vollkommenes Glück und zwar für jeden, der es haben will. Ich habe kein bestimmtes Ziel, das ich erreichen möchte. Ich möchte einfach Spaß haben, mit Freude die Dinge tun können, die ich tun möchte. Dazu gehört für mich. mit Leuten verrückte Sachen anstellen, auch etwas im überpersönlichen Bereich rumkramen, im kollektiven Bewußtsein rumsurfen. Wir versetzen uns dann einfach in Leute hinein, die etwas Besonders können oder haben, Sai Baba z.B. und schauen, was ist bei denen anders. Das machen wir immer getrennt voneinander. Es gibt also dann immer mehrere Leute, die bei dem Surfen mitspielen und dann gleichen wir das wieder ab, schauen, ob wir die gleichen Wahrnehmungen hatten usw. Das ist schon spannend, weil oft hatten wir die gleiche Wahrnehmung. Das ist so ein Spiel, mehr Glück findet man dadurch nicht, mehr als vollkommenes Glück gibt es nunmal nicht, aber es macht einfach Spaß.

Du hast gerne Spaß?
Na logisch. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die gerne besonders heilig tun oder besonders viel Liebe ausstrahlen wollen. Ich will einfach meinen Spaß haben, meine Form von Spaß und Glück. Dazu gehört für mich natürlich eine vollkommen glückliche Beziehung, die ich habe. Perfekte Finanzen, Gesundheit, und alles was man sich wünschen kann. Erfolg gehört auch dazu, das ist einfach ein schönes Gefühl. Ich weiß nicht wie lange ich das aufrechterhalten kann, weil jedes Seminar sehr erfolgreich ist und irgendwann werde ich das Gefühl haben, das ist ja normal, das es so erfolgreich ist. Aber dann wird sich wieder was anderes ergeben, wo ich wieder Erfolg spielen kann.



Kennst du noch Angst?
Ja, aber Angst ist mittlerweile etwas Schönes für mich geworden. Früher hatte ich Angst vor der Angst und dachte immer wenn ich Angst habe, dann realisiert sich das wovor ich Angst habe. Mittlerweile weiß ich, das die Angst eben nicht das Ereignis schafft wovor ich Angst habe, sondern ein Ereignis ist, was mir Angst macht. Wo mir tatsächlich gar nichts passiert. Und wenn man, wie beim Bunjee jumping einfach runterspringt, kriegt man ein gigantisches Glücksgefühl. Und so geht es mir jetzt mit der Angst; im Hinterkopf weiß ich ständig, daß ich nichts zu befürchten habe, es ist einfach nur ein Klasse Gefühl. Es ist prickelnd spannend, es ist intensiv. Du spürst es in der Brust, im Herzen, die Atmung verändert sich, Du atmest nur noch ein, ein, ein. Die Zunge wird trocken, die Knie zittern, der Schweiß bricht dir aus und wenn du weißt, daß der Zustand überhaupt nichts Negatives bewirkt, dann kannst du beginnen ihn zu genießen, ihn auszukosten. Das Schöne bei der Angst ist immer, daß dieses extreme negative Gefühl in ein ebenso extrem positives Gefühl umschlägt. Der Unterschied zwischen dem ganz negativen und dem ganz positiven Gefühl ist so bombastisch, daß es einem die Sicherungen raushaut. Unser Nervensystem mißt das gegenwärtige Gefühl immer an dem Gefühl, was unmittelbar vorher da war.
Beispielsweise streiten sich viele Paare und versöhnen sich wieder im Bett. Das wird dann sehr leidenschaftlich, sehr extrem, einfach durch den riesen Unterschied zwischen den Gefühlen, durch den extremen Gegenpol zwischen Streit und Lust. Die Leidenschaft wird dann so bombastisch! Und es gibt Leute, die das unbewußt gemerkt haben und deswegen Streit vom Zaun brechen, bevor es ins Bett geht.
So geht das mit der Angst. Für mich wird es immer schwerer überhaupt noch Angst zu haben, vieles fällt einfach weg. Und wenn du Angst haben willst, weil es einfach ein intensives Gefühl ist, gelingt es nicht. Früher hatte ich starkes Lampenfieber, besonders in großen Gruppen, mit 100 Leuten. Mehr und mehr schwenkte es aber in ein euphorisches Gefühl um. Mittlerweile ist es so, daß ich es gerne hätte, dieses Lampenfieber, weil es doch auch ein sehr kraftvoller Zustand ist, und das Glücksgefühl dann auch sehr stark wird. Aber klar, wenn du Lampenfieber haben willst und wartest drauf, daß dein Herz zu pochen anfängt, dann passiert halt nichts, du bleibst ruhig und cool.
Aber noch mal, ich kenne die Angst, sie ist aber zu meinem Freund geworden und gehört zu meinem Glücksgefühl dazu, sie tut mir nichts böses, bringt nur Würze in mein Leben.
Der Buddhismus geht davon aus, daß alles getan ist, weil es dir vorbestimmt ist. Wir gehen davon aus, daß es ist dir nicht vorbestimmt, sondern du bestimmst. Du hast in jedem Augenblick die Möglichkeit und die Wahl, dein Leben zu bestimmen, unabhängig von allem anderen. Und wir bestimmen im Seminar das Beste vom Besten für dein Leben. Jeder bestimmt das für sich selbst. Das absolute Maximum von dem, was du in deinem Leben erleben willst, das Schönste. Das ist natürlich keine Bestimmung, die dir vorgesehen ist, sondern eine die du dir selbst ausdenkst. Ich denke, jeder will glücklich sein. Er will Schönes erreichen und Unangenehmes vermeiden und da steckt schon ”erreichen”, oder ”vermeiden” drin. Ich habe noch niemanden getroffen, außer in unseren Seminaren, der sagt, um Glück zu erreichen muß ich überhaupt nichts tun.
Normalerweise sollte man wenigstens meditieren, affirmieren, loslassen, Ursachen rausfinden, Glaubenssätze verändern, sein Unterbewußtsein programmieren, sein Höheres selbst auffordern etwas zu tun, man muß Gott bitten, man muß sich selbst lieben bevor man geliebt wird usw. All diese Themen werden in den verschiedensten Seminaren den Leuten erklärt und auch glaubhaft erklärt. In unserem Seminar sieht das völlig anders aus. Wir sind so dreist die Leute selbst zu der Erkenntnis kommen zu lassen, das sie überhaupt nichts tun müssen, um glücklich zu sein, und zwar Glücklichsein nicht nur als Gefühl. Unabhängig von dem, was draußen passiert. Sondern Glücklichsein in dem Sinn, das in meiner Realität in meinem Job in meiner Beziehung, in meinen Finanzen, in meinem Freundeskreis genau das passiert was für mich größtes Glück bedeutet. Wir stellen in diesem Seminar die Voraussetzung her, beziehungsweise wir programmieren es endgültig, das es so passiert und danach gibt es nichts mehr zu tun. Die Art wie wir das machen ist extrem einfach. Tendenziell hat es etwas damit zu tun, daß wir eine Überzeugung schaffen. Wir gehen weg von der Überzeugung ich muß irgend etwas tun um mein Glück zu erreichen oder zu halten, wir lassen die Leute zur Erkenntnis kommen, daß wirklich schon alles getan ist und diese Aussage widerspricht natürlich allen Aussagen, die es sonst gibt. Und es ist kein frommer Wunsch nichts tun zu müssen, sondern es ist das, worauf die Leute in dem Seminar kommen.
Es ist in den zwei Tagen getan. Du hast ja mitbekommen, das eine Lösung angeboten wird, die sehr einfach ist. So einfach, das sich niemand Gedanken darum machen muß, ob er es schafft und das eine Spannung bis zu dieser Lösung hin aufgebaut wurde. Was im Seminar erarbeitet wird stellt sicher, daß die Lösung funktioniert. Man könnte sagen, wir arbeiten hauptsächlich an der Überzeugung, man müsse etwas tun, um glücklich zu sein. Wir widerlegen dies durch handfeste Selbsterkenntnis, die keinen anderen Schluß zulassen, daß man das vollkommene Glück einfach haben kann. Diese Überzeugung wird erarbeitet und das ist dann abgeschlossen. Es muß nicht geübt werden. Es braucht auch keinen zweiten Besuch bei einem Seminar, das Leben selbst wird das fördern.


Glück gehabt ? oder: ELLAS Urlaubs-Konsequenzen

Bis zum Mai dieses Jahres war die Welt noch in Ordnung. Mir war klar: ICH bin der Schöpfer meiner Realität, spätestens seit dem Kontakt mit Ananda und Jasmuheen mehr denn je! Gut. Und natürlich war mir auch klar: Dieses ICH besteht aus so vielen geheimnisvollen und unzugänglichen Schichten, wirkt auf so vielen interkosmisch-dimensionalen Ebenen, daß es mir immer eine ausreichende Menge kleiner und großer Katastrophen bescheren kann, auf die meine bewußten Gedanken wohl offensichtlich keinen allzu direkten Einfluß haben. So konnte ich in der zufriedenen Gewißheit leben, immer noch ein bißchen Karma abtragen, ein paar Glaubenssätze auflösen, viel meditieren bzw. einfach nur spirituelle Entwicklungsarbeit leisten zu können. Das war nicht immer schön, aber wenigstens zuverlässig und gerade in meiner langjährigen Beziehung und im Bereich Finanzen kam so zumindest selten Langeweile auf.
Doch dann kam da dieses ELLA-Seminar. Seitdem kann ich mich auf keines meiner alter Muster mehr so richtig verlassen. Dieses verflixte Glück klebt mir am Bein wie Rübensirup.
Da war z.B. die Sache mit der Urlaubsreise:
Gerade frisch verliebt in meine 98,65%ige Traumfrau (allein, ihr über den Weg zu laufen, war bei meinen Ansprüchen auch nicht wahrscheinlicher als 6- Richtige im Lotto), erscheint schon bald am Horizont ein glänzendes altes Muster: Sie hatte schon seit längerem einen 3-wöchigen Segelurlaub im Mittelmeer gebucht, - auf dem Schiff natürlich kein Platz mehr, die Maschine nach Menorca ausgebucht und meine Haushaltskasse gerade mal wieder auf Diät. Fast schwärmerisch erwächst der Gedanke an 21 Tage sehnsuchtsvolles Darben und der leise Hoffnungsschimmer, daß ELLA vielleicht doch nicht funktioniert. Kommt aber schnell ins Wanken: Kathi (besagte Traumfrau) ruft ihren Skipper an und: „Also die anderen Mitsegler kommen doch erst eine Woche später. Für die Zeit kann dein Freund gerne mitkommen“. Und die Bezahlung? „Wenn ihr für die Verpflegung sorgt, ist es schon in Ordnung“. Schluck, da steigt der Adrenalinspiegel. Aber ich habe doch noch keinen Flug und das Geld für ihn sowieso nicht und nur noch fünf Tage.... Falsch spekuliert. Kathis Reisebüro teilt mir mit, daß gerade eine zusätzliche Maschine eingesetzt worden ist. Ihren Flug umbuchen, damit wir beide im gleichen Flieger sitzen können? So kurzfristig eigentlich nicht machbar, Herr Nachbar, aber eine Stunde später kommt der Anruf: „Alles kein Problem“. Ha – aber ich habe ja immer noch kein Geld. Nützt auch nichts, mein Glück ist erbarmungslos: Ein alter Freund schenkt mir nach einem sehr schönen Wiedersehensgespräch das Ticket. Jetzt wird es mir langsam mulmig, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und ignoriere ganz einfach die vielen kleinen glücklichen Zufälle der nächsten Tage: Kann ja schon mal passieren. Dann im Mittelmeer gleich zwei schwere Schläge gegen meine lieben alten Glaubenssysteme: Zum einen die Seekrankheit. Da konnte ich noch nie so richtig gut loslassen, schon gar nicht den Inhalt meines Magens. Und auch diesmal gibt das fahl leuchtende Grün meines Gesichtes einen schönen Kontrast ab zum sonnenbestrahlten Weiß der Segel. Hilft aber nichts. Schon am nächsten Tag bereitet mir die wilde Schaukelei ein himmlisches Vergnügen, ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen. Als nächstes meine äußerst therapieresistente Angst vor dem Schwimmen in offenen Gewässern. Die sollte es doch jetzt wohl endlich schaffen, mir den Spaß an diesen kitschig türkisfarbenen, weißstrandigen, sonnenverwöhnten Traumbuchten zu verleiden. Vorsichtig hangele ich mich Tritt für Tritt ins tropenwarme Naß, fest darauf vertrauend, jeden Augenblick mit panischem Gefuchtel, wie von Haien verfolgt, aus dem Wasser zu springen, aber: nichts der gleichen. Ganz im Gegentum. So sauwohl, sicher und aufgehoben habe ich mich seit meiner letzten Stunde im Flowtation-Tank kaum gefühlt.
Und so geht es dann weiter mit diesen anhänglichen glücklichen Zufällen, Tag für Tag, aber selbst als mir eine weitere laue, sternbeschnuppte, kristallklare, Seite-an-Seite Freidecksübernachtung die Glückstränen in die Augen drückt, lasse ich mich nicht entmutigen und denke an mein letztes Bollwerk gegen dieses penetrante Glück: Kathi hat drei Wochen Segeln geplant, ich muß schon am ersten Sonntag wieder zurück. Doch am Freitag zerbröselt auch diese Hoffnung: Der Skipper hat Telefonstreß mit seiner anreisenden Segelverwandtschaft, verliert deutlich an Gelassenheit und nötigt Kathi mit der daraus entstehenden Urlaubsperspektive zu dem Entschluß, bereits gleichzeitig mit mir die mediterranen Gefilde zu verlassen. Daß sie daraufhin sofort einen Rückflug für den nächsttägigen Sonntag bekommt, ist für mich inzwischen schon ganz normal und wird gar nicht mehr n meinen Glücks-Ereignis-Katalog aufgenommen. Na ja, wenigstens ist dieses mal der Flieger nicht derselbe. Dafür sponsort uns aber auf dem Fuße die Leihwagenfirma, die uns, statt des für den letzten Tag bestellten und bezahlten Fiat Panda, einen drei Kategorien besseren Mittelklassewagen mit elektrischen Fensterhebern und anderem Getüdel aufs Auge drückt, - war leider kein anderes Auto mehr frei.
Der Rückflug läßt dann endlich wieder einmal Zuversicht aufkommen: Alleine zum Flugplatz, alleine fliegen, meinen Augenstern erst in zehn Stunden wiedersehen, riesige Schlange vor dem Abfertigungsschalter. Und schließlich nach 35 Minuten Anstehen naht endlich der Triumph meiner alten Muster: „Sie sind hier am falschen Schalter, sie müssen bei Köln einchecken. Ihr Ticket sagt, daß sie dort aus - und umsteigen und erst eine Stunde später nach Berlin weiterfliegen können.„ Whow, hat es doch noch geklappt: Noch einmal eine halbe Stunde Schlange stehen, in Köln rumlaufen, suchen, warten. Endlich mal wieder altvertrautes Chaos. Aber zu früh gefreut. Plötzlich wird die freundliche junge Dame hinter dem Schalter recht aktiv, telefoniert, verhandelt mit einem Herrn Wichtig in Schwarz und drückt mir nach einigen Minuten die Bordkarte in die Hand: „Wir haben sie umgebucht, sie können in der Maschine bleiben und bis Berlin durchfliegen.„ Ein kleines Rumpelstielzchen in meinem Kopf meldet sich: „Das hat dir der Teufel gesagt“. Aber wenigstens weist mir die Bordkarte einen Sitzplatz am Gang aus, - kein fensterln, kein Ausblick auf die herrliche Küstenlandschaft. Mit einem Fünklein Resthoffnung wenigstens auf einen kleinen Frust erreiche ich meine Sitzreihe. Alle Plätze sind bereits besetzt, nur nicht der am rechten Fenster. Schweren Herzens verzichte ich auf die Diskussion mit dem Herrn, der auf dem für mich reservierten Platz sitzt, mache es mir am Fenster bequem und genieße den Start. Und da unten, in der kleinen Bucht mit dem Leuchtfeuer, da, wo ich vor zwei Stunden Kathi allein gelassen habe, meine ich ihr Winken erkennen zu können....


 
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