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Spiritualität
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| Autor: Bärbel Mohr |
| erschienen: 20.12.2002 |
| Herausgeber: Elraanis Verlag | | | Große Veränderungen im Leben bewirkt man nur durch kleine Veränderungen im Alltag |
Man kann sich auf den Kopf stellen, drüber ärgern oder auch nicht, es scheint, als würde das Leben immer die mit dem meisten Glück überschütten, die sowieso schon so viel davon haben. „Der Teufel scheißt immer auf den selben Haufen“, heißt es im Volksmund dazu.
Ganz klar einerseits, denn wir wissen inzwischen fast alle, dass unsere äußeren Umstände nur ein Spiegel unseres Inneren sind. Je glücklicher der Mensch im Innen, desto mehr Glück begegnet ihm auch im Außen.
Wir wissen, daß wir für ein Leben in Leichtigkeit und Überfluß vor allen Dingen eine gut funktionierende Intuition brauchen. Aber schon wieder ist es dasselbe: Die Intuition ist so scheinbar ungerecht, daß sie alles denen zuspielt und „vorsagt“, die nichts brauchen und sowieso freudig und gelassen sind. Es ist ein unglaubliches Ärgernis, wenn man nicht zu denen gehört, die schon im Glück schwimmen, sondern wenn man leidet, und es an allen Ecken an allem fehlt. Wie soll ich dann „nichts brauchen“ oder gar „freudig und gelassen“ sein?
Es muß einen Weg geben, denn das universelle Gesetz sagt gnadenlos „Wie innen so außen“! Ob es mir gefällt oder nicht, ob ich leide, mich als Opfer fühle und ganz viel brauche oder nicht, spielt keine Rolle. Das Gesetz bleibt das gleiche. Und nicht nur meine Mitmenschen sind so knauserig mit Almosen, nein, das Universum ist es auch!
Was bleibt ist, mich auf den Weg an diesen inneren Ort zu machen, an dem das Glück bereits da ist, damit es auch im Außen in Erscheinung treten kann.
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Unsere Gedanken und unsere Eigenschaften geben unserem Leben seine FormÖstliche Weisheitslehrer formulieren dies vielfach ganz gnadenlos: Sie sagen, der Mensch habe keinerlei freien Willen im Handeln. Ohne es zu merken, würden wir alle nur nach dem handeln, was in uns selbst angelegt ist: nach unserem Wesen, unserem Denken und unseren Eigenschaften. Wir hätten nicht die Möglichkeit, unser Leben durch äußere Handlung zu verändern, denn unsere Handlungen würden nur die Resultate hervorbringen können, die mit unserem Inneren übereinstimmen. Was wir allerdings jederzeit ändern könnten, wären unsere Gedanken und unsere Charaktereigenschaften. Das wäre allerdings etwas, das wir oft als zu anstrengend empfinden würden. Und wir würden auch nicht wahrhaben wollen, daß wir wirklich den freien Willen haben, unseren Charakter zu ändern.
Wir vermuten daher freien Willen dort, wo er nicht ist – im Handeln. Und wir glauben nicht, daß er da ist, wo er wirklich ist – im Verändern von uns selbst.
Dennoch wären es alleine unsere Gedanken und unsere Eigenschaften, die unserem Leben seine Form geben würden. Indem wir uns selbst und unsere Gedanken verändern, können wir alles verändern und den Himmel auf Erden erlangen.
Ich bekomme manchmal empörte Leserbriefe, die meinen, ich könne nicht einem Hungernden sagen, er solle den Hunger vergessen und trotzdem freudig und gelassen sein. Na gut, ich gebe zu, das steht mir vermutlich nicht zu, da ich noch nie Hunger gelitten habe. Also bin ich Hungernde fragen gegangen, als ich im November 2000 zum Drehen meines Videos („Herzenswünsche selbst erfüllen“, Infos siehe unter www.baerbelmohr.de) unter anderem in Bangladesh war. Ich habe Menschen danach befragt, die ihrer persönlichen Hungersnot und Armut entkommen sind und mittlerweile zumindest im Mittelstand mit eigenem Wellblechhaus leben.
Die häufigste Antwort, wie man dem Hunger entfliehen könnte, war, man müsse aufhören müßig herumzusitzen und nur zu jammern, man solle lieber aufstehen und nach den Gelegenheiten Ausschau halten. Es wären immer welche da, sagte eine Frau aus den ehemaligen Slums, die sich früher mit Bambusblättern und Zeitungspapier zudeckte, weil sie sonst nichts hatte.
Ich habe schriftlich auch noch einer Bekannten aus Afrika die Frage gestellt, ob sie denke, man solle einem Hungernden raten, seinen Wunsch nach Essen loszulassen. Sie meinte, sie würde es vielleicht nicht so formulieren, aber sie hätte auch schon erlebt, daß sie, je mehr sie Panikgefühle schürte, umso weniger eine Lösung fand. Wenn sie sich dagegen selbst abgelenkt und ihre Aufmerksamkeit vom Hunger weggenommen hätte, dann hätte sie beim nächsten Spaziergang eine eßbare Wurzel oder einen Busch mit kleinen Früchten gefunden, den sie bisher noch nicht kannte. Und mit wachsendem Vertrauen in sich selbst hatte sie schließlich auch einen Weg ganz heraus aus dieser Situation gefunden.
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Informationsfluß aus dem UnbewußtenWenn man vor den Augen einer Person für den Bruchteil einer Sekunde (eine tausendstel Sekunde) auf einem Bildschirm ein Bild aufblitzen läßt, dann ist dieser Zeitraum zu kurz, als daß die Person das Bild bewußt wahrnehmen könnte. Dem Unbewußten reicht diese Information aber aus, um das Bild wahrzunehmen. Daran sieht man, wie viel mehr Informationen das Unbewußte verarbeiten kann als der bewußte Verstand. Eine tausendstel Sekunde reicht dem Unbewußten aus.
Die Testpersonen wurden dann befragt, welche Wörter ihnen beim Gucken in den Bildschirm eingefallen wären, und es ergaben sich Begriffe, die im deutlichen Zusammenhang mit dem aufgeblitzten Bild standen.
Das wiederum heißt, daß unser Unbewußtes in der Lage ist, Informationen „hoch ins Bewusstsein“ zu senden, ohne daß wir dies bewußt wahrnehmen würden oder sagen könnten, wie das Unbewußte es macht.
Klar ist allerdings, daß dieser Informationsfluß aus dem Unbewußsten nur funktioniert, wenn wir uns entspannt den inneren Bildern hingeben können. Sobald der Verstand dazwischenfunkt, ist es aus, und es kommen keine Informationen aus der Tiefe mehr ans „Tageslicht“.
Wer intellektuell „nachdenkt“, statt frei zu “phantasieren“, der findet keinen einzigen Begriff, der mit dem „Blitzbild“ in Zusammenhang steht.
Ok, wir haben es also eingesehen, wir müssen mehr für unser Inneres tun, aber wie um alles in der Welt sollen wir das tun, wenn es uns doch gerade so schlecht geht?
DAS ist leider so furchtbar profan und letztlich einfach, dass es kaum einer wahrhaben möchte. Es sind nicht die großen, genialen Schritte und Methoden oder gar teure Therapien, sondern es sind die ganz kleinen Winzigkeiten des Alltags, die Freude machen und deren Dosis man sukzessive erhöhen muß.
Ich bin überzeugt, daß eine Minute in einem Gefühl der reinen Liebe oder reinen Freude verbracht, uns mehr innere Heilung und Veränderung bringt als zehn Jahre Therapie.
Kann sein, oder? Falls es so ist, bleibt nur noch die Frage, wie ich in ein Gefühl der reinen Liebe komme. Und das liegt oft genau dort, wo wir nicht hinwollen. Wer seit Jahrzehnten mit seiner Familie verkracht ist, würde eine sehr große Menge an Liebe brauchen, um dies zu heilen. Aber auf dem Weg dorthin würde man überraschend viel Heilung selbst erfahren, egal wie dann am Ende die Familie darauf reagiert oder nicht.
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Frieden schließen mit allen ErzfeindenFrieden zu schließen mit allen Erzfeinden, Frieden mit dem ärgerlichsten Situationen des Lebens (the work kann ein sehr wertvolles Instrument dazu sein, man lese z.B. das Buch von Moritz Boerner dazu), mit sich selbst und dem Ist-Zustand des Lebens, ist der erste Schritt um das Leben im positiven Sinne intensiver zu erleben und zu lieben.
Gewürzt mit vielen Kleinigkeiten wie Morgenspaziergängen in der Natur, echten tiefen Freundschaften (die auch nicht vom Himmel fallen, sondern für die man etwas tun muß), Entspannungsbädern in der Wanne, dem Lieblingsessen, einem Buch in dem es viel zu lachen gibt, etc. wäre man dann auf dem besten Weg zu einem heilen, entspannten Inneren.
Und dieses Innere würde wie ein Navigator einen neuen Weg durch das äußere Leben bahnen und dort ebenfalls vieles reparieren.
Ich benutze den Konjunktiv, weil viele Menschen gar nicht anfangen, da ihnen derartige Kleinigkeiten zu simpel erscheinen, als daß sie an deren Wirksamkeit glauben könnten.
Falls Du in diesen Kreis gehörst, vielleicht nutzt dir dann ein Mail, das ich vor kurzem erhalten habe:
„Falls Du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten oder Hunger gespürt hast, dann hast Du mehr Glück als 500 Millionen Menschen der Welt.
Falls sich in Deinem Kühlschrank Essen befindet, Du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum hinlegen, bist Du reicher als 75% der Bewohner dieser Welt.
Falls Du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie und etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel, gehörst Du zu den acht Prozent wohlhabenden Menschen auf dieser Welt.
Auch dies zeigt, daß wir uns das Glück zuerst im Inneren erarbeiten müssen, denn sonst können wir zu den wenigen Prozent gehören, die äußerlich am meisten Glück auf der Welt haben und sind innerlich doch nicht glücklich.
Wie sieht es aus mit deiner Wertschätzung und Dankbarkeit dem gegenüber, was du bereits hast im Leben? Auch das ist ein wunderbar einfacher Trick: Fang an, zweimal am Tag eine Dankbarkeitsübung zu machen. Sei dankbar für alles, was dir einfällt, egal wie einfach und profan es erscheinen mag. In deinem Inneren breitet sich dadurch das Gefühl der Dankbarkeit immer mehr aus und diese neue Qualität wird sehr schnell Veränderungen im Außen verursachen.
Ishaya’s Ascension ist eine Meditationsmethode, die auch sehr hilfreich beim Üben von Wertschätzung sein kann.
Es geht nicht um große Schritte, es geht darum, sich aufzuraffen, mit kleinen Schritten anzufangen und dies wirklich zu tun. Am wichtigsten sind erfüllende zwischenmenschliche Kontakte, und alles andere ist schon zweitrangig. Tue etwas für deine Freundschaften und die kleinen Freuden im Leben, und du wirst sehen, daß automatisch deine Intuition immer besser wird und du, - ohne es zu merken, - mit dem ganzen, so harmlos aussehenden „Kleinkram“ insgeheim auf das große Glück trainiert hast. Denn DAS muß man erst mal aushalten. Die Zahl der unglücklichen Millionäre ist erschreckend groß, aber das ist ein ganz anderes Thema und soll an anderer Stelle diskutiert werden.
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Inneres und Intuition navigieren in ein glücklicheres LebenDie Intuition funktioniert am besten, wenn der Mensch entspannt, freudig und gelassen ist.
Das wird man nicht durch schwierige Methoden und Riesenaufwand, sondern durch bewußtes Genießen der kleinen Freuden im Alltag und durch qualitativ hochwertige, zwischenmenschliche Kontakte.
(Wer übrigens meint, er sei zu schüchtern, um Freundschaften zu schließen, der gehört einer riesigen Bevölkerungsgruppe an. Wenn IHR alle Freundschaft schließt, dann seid ihr eine bombastische Großfamilie!!!)
Wenn wir unser Inneres pflegen und uns auf die kleinen Freuden konzentrieren, dann navigiert uns dieses Innere gemeinsam mit unserer Intuition automatisch in ein immer glücklicheres Leben (siehe die östlichen Lehren: Handlungen allein können nicht viel ändern), da die äußeren Umstände ebenfalls immer angenehmer werden.
Also BEGINNE SOFORT mit einer winzigen Kleinigkeit zur Veränderung deines Inneren und lasse noch heute die nächste Kleinigkeit folgen!
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| Quellen und Verweise: |
Infos unter 08124-527057 oder www.ishaya.com |
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