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Autor: Haidakhan Gesellschaft
erschienen: 18.07.2013
Herausgeber: Elraanis Verlag
 

Babaji: „Botschaft vom Himalaya“

Babaji - Bild: Haidakhan Gesellschaft

Im neuen Zeitalter

Wir leben kurz vor dem Beginn eines neuen Zeitalters in einer turbulenten Zeit, in der Menschen aller Nationen ihre wahre Identität suchen. Oft wissen sie nicht, welchen Weg sie beschreiten sollen. In diesem Zwiespalt kann das Wort eines wahrhaft großen Meisters, dem jeder Einzelne am Herzen liegt, hilfreich sein.
„In nicht allzu langer Ferne”, sagte Babaji, „wird es keine Unterschiede mehr geben zwischen Nationalitäten, Rassen und Glaubensrichtungen. Diese Trennungen bestehen nur in den Köpfen der Menschen, denn in Wahrheit gibt es nur eine Menschheit und eine Welt, die allen gleichermaßen gehört.”

Einem großen Meister zu begegnen, ist oft der Wendepunkt im Leben eines Menschen. Alte Gedankenmuster lösen sich auf und machen neuen Platz. Das Bewußtsein öffnet und weitet sich und betritt unbekannte Dimensionen. So erging es vielen, die Babaji trafen, als er vierzehn Jahre lang in Indien lehrte. Andere wiederum haben Babaji nie in der Physis kennengelernt und erfahren dennoch Tag für Tag innerlich seine Lehren und seine Gegenwart.

Babaji wird als Mahavatar bezeichnet. Das Wort kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „das Herabsteigen des Göttlichen in die Materie” oder die Verdichtung von Geist oder Feinstofflichem. Ein Mahavatar ist demnach eine göttliche Erscheinung - ein Gottmensch - ohne menschliche Geburt.
Avatare oder Mahavatare erscheinen auf der Erde immer dann, wenn große Umwälzungen bevorstehen, und wenn die Menschheit den rechten Weg verlassen hat. So ist es auch bei Babaji, der seit uralten Zeiten immer wiederkehrt, um die Menschheit zu lehren.

Babaji ist seit Jahrhunderten in der Kumaon Region am Fuße des nördlichen Himalayagebirges unter dem Namen “Haidakhan Baba” bekannt. Schriftliche wie mündliche Überlieferungen berichten von seinem Erscheinen in zahlreichen Gestalten und von Wundern, die er in dieser oder jener Gegend vollbrachte. Vor seiner Inkarnation, die bis 1984 dauerte, war er zuletzt 1920 in einem physischen Körper gesehen worden. Noch heute lebende Schüler berichten, daß er sich damals inmitten eines Flußes in Licht auflöste. Seit diesem Zeitpunkt war er gelegentlich in seinem Lichtkörper erschienen, um Weisungen zu geben oder Heilungen durchzuführen.
Zwischen 1950 und 1960 wurde Babajis baldige Wiederkehr von dem zeitgenössischen Heiligen, Mahendra Baba, der kurz vor Babajis erneutem Erscheinen verstarb, verkündet. Um ihn wiederzuerkennen, beschrieb er ihn sogar mit seinen Narben an den Armen und Beinen.


Bild

Die Wiederkehr

Eines Tages im Jahre 1970 war es dann soweit. Er wurde von Chandramani, einem Bauern aus Haidakhan in einer Höhle sitzend gefunden. Das trug sich folgendermaßen zu:
Chandramanis Vater war schon 25 Jahre lang tot. Da erschien er ihm im Traum und ließ ihn wissen, daß Babaji wieder im Körper eines jungen Mannes erschienen war und in der Höhe von Haidakhan zu finden sei. „Gehe hin zur Höhle”, sagte der Vater zu Chandramani, und erweise Babaji deine Ehrerbietung, denn es besteht kein Zweifel, daß er es ist. Und noch eines sage ich dir: „Du sollst ihn nie verlassen, komme was mag.”
Als ich aufwachte, sagt Chandramani, war es erst vier Uhr morgens. Sofort machte ich mich auf den Weg und ging zur Höhle, die mir in meinem Traum gezeigt worden war. Dort angekommen erblickte ich Babaji im Schein eines kleinen Öllämpchens. Er sagte zu mir, ich solle nach Hause gehen und erst in drei Tagen wiederkommen. Ich ging zwar nach Hause zurück, kehrte aber sogleich mit einem Krug voll Milch zurück und hielt mich dann in seiner Nähe auf.

Nach drei Tagen ging Babaji auf den Kailash Berg, auf dem er 45 Tage lang völlig unbeweglich in der gleichen Yoga-Position meditierte. Während der ganzen Zeit war ich bei ihm und habe ihn nicht ein einziges Mal aufstehen sehen, nicht einmal um ein Bad zu nehmen.
Als er schließlich aus seiner tiefen Meditation herauskam, fragte ich ihn, wie er denn baden würde, denn ringsum konnte ich nirgends Wasser sehen. Da antwortete er mir: „Ich befehle dem Wind, mir Wasser zu bringen und bade darin.” Da bemerkte ich, daß seine schönen langen Haare vor Wasser tropften, und daß sein göttlicher Körper ganz naß war.” Darauf begann sich die Nachricht von Babajis Wiederkehr in ganz Indien zu verbreiten. 1972 kamen die ersten Europäer. Meist wurden sie durch Visionen oder Träume zu ihm geführt. Andere erkannten ihn auf Fotos wieder.


Traumerlebnis

Ich selbst erlebte Babaji Ende 1978 in einem Traum und zwar nach dem Lesen eines Buches, das über ihn erschienen war und auch demnächst hier auf tschechisch in Prag erscheinen wird. Im Traum saß Babaji etwas erhöht auf einem Podest und sprach durch ein Mikrofon zu unzähligen auf dem Boden sitzenden Amerikanern, von denen ebenfalls jeder ein Mikrophon in der Hand hielt.
Ich schaute der Szene zu und sagte nach einer Weile in Gedanken zu Babaji: „Wenn du wirklich der bist, für den man dich hält, und wenn du mit mir reden möchtest, dann mußt du dir eine andere Art der Kommunikation aussuchen.” Prompt kam die Antwort. Er schickte mir einen weißen Lichtstrahl daumendick ins Stirnschakra, der eine unbeschreibliche Glückseligkeit in mir auslöste, die nach dem Erwachen noch lange anhielt. Durch dieses Erlebnis aufgerüttelt, fragte ich in Haidakhan an, ob ich mit meinem Mann kommen dürfte. Erwähnen möchte ich noch, daß ich damals mit meiner Familie in Ostafrika wohnte und nichts mit Religion im Sinn hatte.


Wer ist Babaji?

Natürlich wollten diejenigen, die zu Babaji kamen wissen, wer er ist. Manche legten hellsichtigen Menschen Fotos von Babaji vor. „Er besitzt ungeheure Macht und unglaublichen Einfluß”, lautete eine Antwort. „Er unternimmt unzählige Astralreisen. Sein Körper hat sich viele Male aufgelöst und sein Gesicht vermittelt den Eindruck, als bestehe es nicht aus gewöhnlichem Fleisch und Blut. Er ist vielmehr eine Illusion, eine Kraft, eine Schwinungskraft. Er hat eine enorme Konzentration, und es scheint, als sei eine Statue zum Leben erweckt worden. Er hat den Anbeginn der Schöpfung gesehen, aber nicht in dieser Gestalt. Er liebt die Blumen und die Vögel. Sie kommen zu ihm. Er ist ein großer Rebell und gegen alle Konventionen, er gehört keiner bestimmten Religion an. Er sendet Strahlen aus und fast jeder, der zu ihm kommt, wird geheilt. Er gleitet von einem Bewußtsein zum anderen und arbeitet im Hintergrund durch andere Menschen. Er ist eine sehr alte Seele und ist vielmals auf Erden erschienen. Er ist kein echter Inder, gehört keiner bestimmten Rasse an. Er hat kein Verlangen nach Ruhm. Er ist nicht stofflich, kann aber stoffliche Schwingungen annehmen....”

Von sich selber sagte er: “Ich bin niemand und nichts, dieser Körper hat keinerlei Bedeutung, ich bin nur der Spiegel in dem Du Dich siehst. Ich bin wie Feuer. Bleib nicht zu weit weg, sonst kannst du keine Wärme verspüren. Doch komme nicht zu nahe, um dich nicht zu verbrennen. Lerne die richtige Distanz. Mein Name ist Mahaprabhuji, der große Herr.“

Sein Bewußtsein durchdrang alles Sein - das Grobstoffliche wie das Feinstoffliche. Es war unmöglich, sein Wesen zu analysieren, geschweige denn, es zu verstehen. Er war rätselhaft, unbeständig und seine Reaktionen unvorhersehbar. Da er alles wahrnahm, handelte er entsprechend der augenblicklichen Erfordernisse und Gegebenheiten. Einer jungen Frau, die gerade in Haidakhan angekommen war, setzte er seelisch stark zu. „Hast Du keine Kinder?” fragte er. „Nein.”
Drohend trat er auf sie zu. „Warum nicht?“, fragte er mit zum Schlage erhobener Hand. Die junge Frau brach in Tränen aus, worauf Babaji sie mir in die Arme warf. Dieses Spiel wiederholte sich mehrmals und zwar immer wieder dann, wenn ihre Tränen versiegt waren. Schließlich stellte sich heraus, daß die junge Frau vor Monaten eine Abtreibung gehabt hatte, die sie nicht vergessen konnte. Ohne daß sie darüber gesprochen hatte, erkannte Babaji ihre seelische Not und holte durch seine Handlungsweise dieses unbewältigte Problem an die Oberfläche, um es aufzulösen.

Babaji war unergründlich, dennoch kann man sein Wesen mit einem Satz zusammenfassen: Er war und ist die verkörperte Liebe. Sie war aus jeder seiner Handlungen, seiner Blicke und Gesten zu sehen und zu spüren. „Ich bin gekommen um zu geben. Gebt auch Ihr”, waren seine Worte.

Als Mahavatar benötigte Babaji nichts von dieser Welt. Nahm er Nahrung zu sich, so sagte er manchmal: “Ihr eßt und trinkt für Euch, ich aber esse und trinke für die Welt!” Seine Person stellte er ganz in den Hintergrund: „Dieser Körper hat keine Bedeutung. Er ist nur dazu da, seine Pflicht und Aufgabe zu erfüllen!”


Babajis Lehre der Menschlichkeit

Seine Aufgabe war es, die Menschen zu ihrer wahren Natur zurückzuführen, nämlich zur Menschlichkeit. Er wirkte zwar im religiösen Formenkreis des Hinduismus, entnahm diesem auch manches, aber seine Lehre der Menschlichkeit ist überkonfessionell und keiner bestimmten Glaubensrichtung zuzuordnen.
Durch seine Ausstrahlung und Impulse, die er gab, rief er die in jedem innewohnenden positiven Eigenschaften wach, die nur stimuliert und kultiviert werden müssen, um innerlich und schließlich auch äußerlich wirksam zu werden. “Wie oben so unten, wie innen so außen”, lautet ein hermetisches Gesetz.


Seine Lehre umfaßt die Begriffe:


  1. Wahrhaftigkeit: Denken, Sprechen und Handeln in Übereinstimmung mit dem göttlichen Kern eines jeden Menschen, also ehrenhaft denken, sprechen und handeln.

  2. Nächstenliebe und Mitgefühl aller Kreatur gegenüber einschließlich der Tiere und Pflanzen, denn auch die Tiere und Pflanzen fühlen und wollen leben.

  3. Bescheidenheit und Genügsamkeit auf jedem Gebiet des Lebens, die Zurückstellung eigener Wünsche zugunsten anderen Lebensformen gegenüber, also die Erde nicht ausbeuten.

Neben diesen drei Prinzipien der Wahrheit, Einfachheit und Liebe, die die Eckpfeiler einer jeden Weltanschauung sein sollten, lehrte er das ständige Herzensgebet, die immerwährende Anrufung eines der Namen Gottes. Er bevorzugte das uralte Sanskrit Mantra „Om namah Shivay”, was übersetzt so viel bedeutet wie: Herr, Dein Wille geschehe.
Das ständige Herzensgebet - auch ein Bestandteil der orthodoxen Kirche - beruhigt den Gedankenfluß und führt zur Stille, denn nur in der Stille kann wahres Wissen, kann Verbindung mit dem göttlichen Ursprung aufgenommen werden.

Babaji betonte immer wieder die Bedeutung selbstloser Arbeit, des sogenannten Karma Yoga, der ein Weg zur Gotteserfahrung ist.“Dient allen Lebewesen”, sagte er.


Voraussagen

Warum inkarnierte sich Babaji? Er erschien aus zweierlei Gründen. Einmal, um die Menschheit aufzurütteln und ihr Bewußtsein für ein Leben voller Menschlichkeit - bezogen auf alle Lebensbereiche - zu erwecken und zum anderen, um die Menschheit vor den großen Gefahren der kommenden Umwälzungen zu warnen.
Ein Umdenken und vermehrtes Handeln im Einklang mit der Natur ist nötig, denn: „Die Elemente sind vergewaltigt worden. Sie wollen sich nun von ihrer schweren Last befreien..., und die Entfesselung der Naturgewalten hat bereits begonnen.“

Auf die Frage, wie man sich vor Zerstörungen retten kann, antwortete er, daß alle diejenigen gerettet würden, die wahrhaftig Gott - in beliebiger Form - verehren und Seinen Namen preisen. Dazu gab er folgendes Beispiel: „Stellt Euch eine Getreidemühle vor. Darin werden Körner zu Mehl zermahlen, genauso wie es mit Menschen in einer Zerstörung geschieht. Einige Körner aber bleiben verschont, weil sie in unmittelbarer Nähe der Achse sind, hinunterfallen und vom Mahlstein weggeschleudert werden.”

Am 14. Februar 1984 verließ Babaji in Haidakhan seinen Körper. Noch am Tage zuvor hatte er lange schweigend inmitten einiger Besucher und Schüler auf eine Weltkarte geblickt und in einem Bildband über Hiroshima geblättert, den ihn jemand mitgebracht hatte. In die Stille, die um ihn eingetreten war, hob er plötzlich den Kopf und sagte, indem er unverwandt in eine weite Ferne blickte:
„Die Zerstörung muß sein. Aus zwei Gründen.” Dabei hatte er sich groß aufgerichtet, so daß er fast erschreckend wirkte: „Weil die Menschen nur noch an „ICH” und „MEIN” denken - weil jeder GROß sein möchte, und niemand mehr KLEIN sein kann!” Mit einem Seufzer hatte er sich wieder in seinen Stuhl zurücksinken lassen und fügte mit weicher Stimme hinzu: „Deshalb ist sie unabänderlich.”
Am Abend des gleichen Tages sprach er die letzten Worte: „Mein Herz ist gebrochen, verwundet von tausend Messern. Und ich habe nur ein Herz, um das Leid der ganzen Menschheit zu tragen. Mein Körper hat tausend Wunden, und niemand ist da, um mich zu heilen. Warum - oh warum? Sonne, Mond und Sterne sind alle in mir, und ich trage die Last des ganzen Universums!”


 
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