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Autor: Carola Splettstößer
erschienen: 01.05.2000
Herausgeber: Elraanis
 

Wenn sich Gott als Elfe fühlt

BildManche spüren’s in einem Windhauch; manche geben der Salat-Deva ein Ständchen. Manchen kommt Eingebung wie ein Elektroschock durchs Kopfchakra und manchen kalt und tropfend wie ein Eiswürfel...und wieder andre mögen’s heiß! Engel, Devas, geistige Führer, Totemtiere und Archetypen bevölkerten die Osterkonferenz in der Findhorn Foundation und darüberhinaus rund 400 sterbliche Gäste aus über vierzig Ländern. Die Foundation/Community ist eine weithin bekannte spirituelle Vereinigung im Norden Schottlands, deren Begründer Peter und Eileen Caddy sowie Dorothy Maclean seit den frühen sechziger Jahren mit den ‘Devas’ kommunizierten. Die Botschaft, damals wie heute: Höre auf die innere Stimme!
”Gib dich dieser haltenden Kraft hin, die alles, was ist, umfängt und ohne die alles auseinanderfiele”, meinte Engelexperte William Bloom. ”Gib den Kampf auf! Das ist eine mutige Tat. Bewege dich ins Tao, verweile in der Pause!” Wir müssen uns nur unserem Herzen öffnen. Darin ist alles enthalten. Initiationsschulen gehören der Vergangenheit an. William Bloom: ”Wir sind nun im Experimentierstadium, wo wir Dinge direkt erfahren.”

Zu dieser totalen Erfahrung gehörte in der Konferenz sogar das Internet! Der email-Anflug im Titel war nicht bloß dazu gut, Skeptiker zu beruhigen - die Foundation würde nicht ins rosa und himmelblaue Land romantischer Nostalgie verschwinden; statt dessen wurde das Internet mit seinem modernen Anspruch auf Omnipräsenz als wahrlich demokratisches Medium und Bestandteil des ”holographischen Universums”, in dem wir uns alle befinden, beklatscht. Dies geschah, als wir mit Teelichten ausgerüstet die Gänge aufs Parkett der ”Universal Hall” hinunterwanderten, wo ein Lebensbaum ausgelegt war - ein Scherenschnitt aus rotem und goldenem Papier. Als wir da auf Zehenspitzen dessen schlanken Stamm hinauftrippelten und unser Licht beifügten, integrierten wir in uns die Vernetzung allen Seins - bis hin zum Computernetz.

”Der Lebensbaum ist ein Garten der Wonne; du trankst den Wein und rochst die Rosen und dann gabst du dich ganz einfach dieser Präsenz hin...” Goldene Worte des Impresario François Monnet, der den Papierbaum ausgeschnitten und hinter den Kulissen kleine Vignetten in den Ablauf der Konferenz hineingezaubert hatte: ein tanzendes Einhorn, Pan, sich aus dem Komposthaufen hievend, ein Engel, der den lauschenden Konferenzteilnehmern samt’ne Kissen reichte.

Es war wirklich egal, welche Methoden die Redner präsentierten - sie schienen am Ende alle das gleiche zu sagen: unsre sehr beschränkte Sicht der Welt, in der nur die physische Realität zu existieren scheint, ist furchteinflössend, weil wir hier die Verbindung zur göttlichen Ordnung aller Dinge verloren zu haben scheinen. Wir brauchen die bewusste Verbindung zu jener anderen Realität, um uns aus unsrer beschränkten Denkweise und unterschwellig egozentrierten Beweggründen zu lösen. In unserer Ganzheit verbinden wir uns mit der kosmischen Intelligenz in allem; so können wir mit den Archetypen oder Grundmustern allen Lebens zusammenarbeiten - und das bedeutet: den Himmel auf die Erde bringen. Wozu es Mut braucht und Demut. Liebe öffnet die Tür zu unsrer Integrität.

Ob ich also mit einem Maulwurf in Kontakt trete oder mit Erzengel Michael, ob ich mich an ein Totem wende oder an einen geistigen Führer, ob ich meine ”größer-als-mein-kleines-Selbst-Erfahrungen” humorvoll ausdrücke oder in gesalbten Worten oder indem ich negative Energien durch Staubsaugen kläre, das tut nichts zur Sache. Entscheidend ist, dass ich hinhöre und angemessen handle...

Reise in Zeitlosigkeit

Die amerikanische Sensitive und Heilerin Caroline Myss sagt Dinge immer geradeheraus: ”Dein Engel ist ein Zuchtmeister”, behauptet sie, dessen Stimme du durch winzigkleine ”Ahas” wahrnimmst, und du tust gut daran, dieser Eingebung ohne Ausflüchte Folge zu leisten... denn, wenn du dich taubstellst, wird dieselbe Mitteilung mit immer mehr Wucht dahinter wiederholt, bis du sie wirklich nicht mehr ignorieren kannst. Vor unserer Inkarnation, erläuterte Myss ihre Sicht, schlossen wir einen Vertrag mit unserem ”Engel” ab, - und der sei einzig dazu da, unser spirituelles Wachstum zu ”maximieren”.

Wir seien, meint Myss, alle mit 12 archetypischen Grundmustern ausgestattet, die unser Leben begleiten. Zum Beispiel das des ”Saboteurs”: Versagensängste machen, dass wir uns immer wieder selbst im Wege sind, bis wir erkennen, dass echte Selbst-Akzeptanz unabhängig ist vom Urteil andrer Leute. Oder der Archetyp des ”verwundeten Heilers”: Er muss erfahren, dass nichts und niemand die Wunde heilen kann, ehe er begreift, dass er anderswo suchen muss. Die Wahl ist nun, sich in Depression zu verlieren oder weiterzuschreiten auf die psychische Ebene.
”Wenn das archetypische Muster, mit dem wir zu tun haben, auf eine Engelskraft trifft, sind wir am Scheideweg”, sagt Myss. Wir hätten nun die Wahl, alte Gewohnheiten aufrechtzuerhalten oder unser Leben als ”archetypische Reise” zu erleben. Herausforderungen stellten sich in unserem physischen Leben ein, in Zeit und Raum - die Lösung des Problems werde jedoch nur im höheren Bewusstsein des 4., 5.und 6. Chakras gefunden. Wenn wir uns schließlich der zeitlosen Realität der höchsten Chakras öffneten, stelle sich Wandlung ein: wir schalten nun Starkstrom an, geben unsere menschlich-beschränkte Interpretation der Welt auf nach einer langen und einsamen Erkundungsreise durch die Psyche.



Riesige Engel, winzige Elfen

Diana Cooper ist im Engelland bekannt in Sachen Engel, besonders, seitdem sie in einer morgendlichen TV-Talkshow ziemlich rüde durch den Kakao gezogen wurde - danach klingelte das Studio-Telefon pausenlos. Über 100 000 Menschen riefen an, um Dianas Sache zu vertreten, lauter Menschen mit Kontakt zu Engeln...Cooper selbst öffnete sich der geistigen Welt erst mitten in einer Lebenskrise. Ihr Schutzengel soll aufgetaucht und dann mit ihr über eine Stunde lang im All herumgeflogen sein! ”Die Frequenz der Engel”, meint Diana Cooper, ”ist sehr hoch, zu hoch für uns, als dass wirsie sehen könnten - von Ausnahmen abgesehen!” Sie seien Helfer und Ratgeber, und sie seien dabei, unsre DNS zu verändern, nun, da wir aus dem Zeitalter der Fische ins Goldene Zeitalter einträten. Dianas Vision, gemäß den Erläuterungen durch ihre Engel, ist nichts Geringeres als die Himmelfahrt der Erde und allem auf ihr - freilich nicht im physischen Sinne, sondern als ein Erwachen in ein neues Bewusstsein. Spirituelle Gemeinschaften wie die Findhorn Foundation hätten die Aufgabe, Lichttore zu öffnen und Brücken zu schlagen; wenn Gruppen sich in einer selben Intention träfen und einen aus ihrer Mitte beauftragten, Botschaften zu hören, erhöhe dies die Resonanz aller Beteiligten.
Marco Pogacniks’ jüngste Tochter Ana war mit ihrem Vater, dem slovenischen Erdheiler und Bildhauer, zur Konferenz erschienen. Sie kreierte den Begriff von einem ”Meer engelhafter Energien”. Dessen Gegenwart hatte sie zuerst durch ihre Finger wahrgenommen, die sich wie von selbst bewegten und zum Beispiel ihre Kopfschmerzen kurierten. Dann empfing sie Engelbotschaften, zunächst in Zeichnungen, schließlich in Worten - und nun direkt in den Computer. ”Wir sind eins mit dem Kosmos durch die Unbeschränktheit unserer Seele”, sagt Ana, aber zugleich sind wir auch ein Teil der beschränkten Erd-Erfahrung durch unsere Körper.” Wir schaffen Realität, indem wir dem Form-und Grenzenlosen unseren Stempel aufdrücken, ihm unser Raum-und Zeitgefühl hinzufügen.

”Wenn wir unser Herz öffnen”, fügte Marco hinzu, ”und die Welt mit andren Augen sehen, dann ändert sich die Welt.” Marco begann in den 80er Jahren mit Erdheilung, indem er Steine wie Akupunkturnadeln auf bestimmte Punkte setzte. Später änderte er die Vibration von Orten durch Gruppen von Menschen, die auf ihnen tanzten, sangen, summten oder meditierten, oder indem er Kosmogramme in den Boden, zum Beispiel ins Straßenpflaster, einlegte - Kosmogramme sind symbolische Bilder, die das gestörte Energiefeld eines Ortes ausbalancieren sollen. ”Wir brauchen eine neue Sprache für dieses neue Bewußtsein unserer Realität, nicht zuletzt, um die Impulse zu verstehen, die die Erde selber sendet - wie etwa in der Form der Kornkreise. Als ”Landschaftsengel” bezeichnet Marco die Energien, die sich als Archetypen weit über Gegenden ausbreiten, wohingegen es unter unseren Füßen immer auch ein Elementarwesen gibt, welches spezifisch die Energie dieses Platzes oder einer Person ankert.

Sabrina Dearborn erklärte ohne Umschweife, dass es außer dem wundervollen Zustand der Kommunion mit Engelwesen noch mehr zu erreichen gäbe: Kommunikation und Kooperation. Selbst eine alte Findhornerin, hat Sabrina jede Menge persönliche Erfahrung im Umgang mit den kleinen und großen Geistwesen; man erreiche den Kontakt, indem man allgemein mit mehr Liebe, Freude und Spaß durchs Leben ginge. Zärtlichkeit öffnet Türen. ”Wir verbinden uns mit den großen Erzengeln, die immer schon waren, und denen wir unsere Gabe des Mitfühlens beibringen; und wir verbinden uns mit den kleinen Wesen, zum Beispiel einer Fee, die vielleicht nichts weiter wahrnimmt als den Fliegenpilz nebenan...” Wir seien hier, die mittlere Welt zu erlösen durch die Kraft unserer Gedanken. Mit klarer Intention könne man sogar die Empfindungen und Handlungsweisen von Politikern beeinflussen.


Erbsen-connection

Dorothy Maclean war auch da - Mitbegründerin der Findhorn Foundation und speziell ausersehen, mit den Naturgeistern zu kommunizieren. Lange, ehe sie mit Eileen und Peter Caddy 1962 im Wohnwagen auf den Dünen des Moray Firth landete, hatte sie Kontakt zur ”inneren Göttin” erfahren und hörte Gottes Botschaft: ”Lass die Liebe das Allerwichtigste in deinem Leben sein!” Gott variierte diese selbe Botschaft in tausendfacher Ausführung, wobei er guten Gebrauch machte von Seinem, wie er Dorothy erzählte, ”glitzerndem Gedankenleben” und ”Elfen-Geist”. Es ging und geht darum, ”mit der intelligenten Essenz aller Dinge in Gleichklang zu kommen”. Dorothy begann, mit den formlosen planetarischen Wesen zu sprechen, Energiefeldern, die zuständig sind für das Wohl einer jeden Art. Sie nannte diese Wesen nach dem Sanskrit-Wort ”Deva”, einfach, weil es ihr leichter über die Lippen kam als das von uns emotional besetzte Wort ”Engel”. Dorothy unterhielt sich mit der Erbsendeva, mit den Raupen, die die Stachelbeerbüsche im Visier hatten, den Würmern, den Maulwürfen, den Ratten, die unter ihrem Wohnwagen ihr Unwesen trieben. Die Maulwürfe benahmen sich wie echte ”gentlemen”, indem sie ihre Hügel nur am Rande des Gartens aufwurfen, und die Ratten waren nachts mucksmäuschenstill; ihr lautes Unwesen unter dem Caravan trieben sie erst dann wieder, als ein andrer Mensch in Dorothys Bett schlief, einer, der die Ratten nicht, wie Dorothy, um ein Einsehen gebeten hatte. Dorothy sah auch den kosmischen Engel des Steins: ”Der war größer und gewaltiger als alles, was ich je gesehen habe!” Dies erinnerte sie an Rudolf Steiners Aussage, daß nur sehr hochentwickelte Wesen bereit seien, sich als ein Aspekt der Mineralienwelt zu inkarnieren.


Die Reise des Schamanen

Sandra Ingerman, C. Matthews, Robert und Josie Stewart waren repräsentant für jene, die ”im Dunkeln sehen”: Schamanen. Diese uralte Tradition tauchte in allen Kulturen auf und erlebt heute eine neue Blüte. In Einzelheiten mögen sie sich unterscheiden, meinte Ingerman, doch allen Schamanen sei gemein, dass sie - oft durch Trommeln - eine Reise in das tun, was Carlos Castaneda die ”nicht normale Realität” nennt. Sie haben dann Zugang zu helfenden Geistern. ”Solange wir gesund sind”, sagt Sandra Ingerman, ”haben wir zwei bis drei Totemtiere, die uns wie Schutzengel begleiten.”
Schamanen behandeln Krankheit von ihrem spirituellen Aspekt aus. Jemand könne krank werden, wenn ein Totemtier sich entferne und ein neues noch nicht seinen Platz eingenommen habe. Das sei dann ein Mangel an Kraft, der sich in chronischer Krankheit, chronischer Depression oder chronischem Unglück ausdrücken könne. Der Schamane reist dann in die ”untere Welt”, um ein Totemtier zu bitten, dem Patienten seine Kraft zurückzubringen, und er bläst ihm diese neue Kraft ein.
Trauma könne einen Teilverlust der Seele auslösen, behaupten die Schamanen. Es sei ein ganz gesunder Mechanismus der Seele, sich bei einem Unfall oder emotionalem Schockerlebnis vom Ort der Handlung zu entfernen - eine Erklärung für das, was psychologisch als „Dissoziation“ verstanden wird. Nun reist der Schamane in die ”mittlere Welt”, um diesem Teil der Seele zu begegnen und ihn zurückzubringen. Spirituelles Eindringen unerwünschter Energien äußert sich in chronischem Ärger, in Krebs und Schmerzen, die sich an spezifischen Stellen des Körpers manifestieren. Negative Gefühle und Gedanken sind oft die Ursache, zumal, wenn sie nicht offen ausgedrückt werden.Sandra Ingerman, C. Matthews, Robert und Josie Stewart waren repräsentant für jene, die ”im Dunkeln sehen”: Schamanen. Diese uralte Tradition tauchte in allen Kulturen auf und erlebt heute eine neue Blüte. In Einzelheiten mögen sie sich unterscheiden, meinte Ingerman, doch allen Schamanen sei gemein, dass sie - oft durch Trommeln - eine Reise in das tun, was Carlos Castaneda die ”nicht normale Realität” nennt. Sie haben dann Zugang zu helfenden Geistern. ”Solange wir gesund sind”, sagt Sandra Ingerman, ”haben wir zwei bis drei Totemtiere, die uns wie Schutzengel begleiten.”
Schamanen behandeln Krankheit von ihrem spirituellen Aspekt aus. Jemand könne krank werden, wenn ein Totemtier sich entferne und ein neues noch nicht seinen Platz eingenommen habe. Das sei dann ein Mangel an Kraft, der sich in chronischer Krankheit, chronischer Depression oder chronischem Unglück ausdrücken könne. Der Schamane reist dann in die ”untere Welt”, um ein Totemtier zu bitten, dem Patienten seine Kraft zurückzubringen, und er bläst ihm diese neue Kraft ein.
Trauma könne einen Teilverlust der Seele auslösen, behaupten die Schamanen. Es sei ein ganz gesunder Mechanismus der Seele, sich bei einem Unfall oder emotionalem Schockerlebnis vom Ort der Handlung zu entfernen - eine Erklärung für das, was psychologisch als „Dissoziation“ verstanden wird. Nun reist der Schamane in die ”mittlere Welt”, um diesem Teil der Seele zu begegnen und ihn zurückzubringen. Spirituelles Eindringen unerwünschter Energien äußert sich in chronischem Ärger, in Krebs und Schmerzen, die sich an spezifischen Stellen des Körpers manifestieren. Negative Gefühle und Gedanken sind oft die Ursache, zumal, wenn sie nicht offen ausgedrückt werden.Sandra Ingerman, C. Matthews, Robert und Josie Stewart waren repräsentant für jene, die ”im Dunkeln sehen”: Schamanen. Diese uralte Tradition tauchte in allen Kulturen auf und erlebt heute eine neue Blüte. In Einzelheiten mögen sie sich unterscheiden, meinte Ingerman, doch allen Schamanen sei gemein, dass sie - oft durch Trommeln - eine Reise in das tun, was Carlos Castaneda die ”nicht normale Realität” nennt. Sie haben dann Zugang zu helfenden Geistern. ”Solange wir gesund sind”, sagt Sandra Ingerman, ”haben wir zwei bis drei Totemtiere, die uns wie Schutzengel begleiten.”
Schamanen behandeln Krankheit von ihrem spirituellen Aspekt aus. Jemand könne krank werden, wenn ein Totemtier sich entferne und ein neues noch nicht seinen Platz eingenommen habe. Das sei dann ein Mangel an Kraft, der sich in chronischer Krankheit, chronischer Depression oder chronischem Unglück ausdrücken könne. Der Schamane reist dann in die ”untere Welt”, um ein Totemtier zu bitten, dem Patienten seine Kraft zurückzubringen, und er bläst ihm diese neue Kraft ein.
Trauma könne einen Teilverlust der Seele auslösen, behaupten die Schamanen. Es sei ein ganz gesunder Mechanismus der Seele, sich bei einem Unfall oder emotionalem Schockerlebnis vom Ort der Handlung zu entfernen - eine Erklärung für das, was psychologisch als „Dissoziation“ verstanden wird. Nun reist der Schamane in die ”mittlere Welt”, um diesem Teil der Seele zu begegnen und ihn zurückzubringen. Spirituelles Eindringen unerwünschter Energien äußert sich in chronischem Ärger, in Krebs und Schmerzen, die sich an spezifischen Stellen des Körpers manifestieren. Negative Gefühle und Gedanken sind oft die Ursache, zumal, wenn sie nicht offen ausgedrückt werden.Sandra Ingerman, C. Matthews, Robert und Josie Stewart waren repräsentant für jene, die ”im Dunkeln sehen”: Schamanen. Diese uralte Tradition tauchte in allen Kulturen auf und erlebt heute eine neue Blüte. In Einzelheiten mögen sie sich unterscheiden, meinte Ingerman, doch allen Schamanen sei gemein, dass sie - oft durch Trommeln - eine Reise in das tun, was Carlos Castaneda die ”nicht normale Realität” nennt. Sie haben dann Zugang zu helfenden Geistern. ”Solange wir gesund sind”, sagt Sandra Ingerman, ”haben wir zwei bis drei Totemtiere, die uns wie Schutzengel begleiten.”
Schamanen behandeln Krankheit von ihrem spirituellen Aspekt aus. Jemand könne krank werden, wenn ein Totemtier sich entferne und ein neues noch nicht seinen Platz eingenommen habe. Das sei dann ein Mangel an Kraft, der sich in chronischer Krankheit, chronischer Depression oder chronischem Unglück ausdrücken könne. Der Schamane reist dann in die ”untere Welt”, um ein Totemtier zu bitten, dem Patienten seine Kraft zurückzubringen, und er bläst ihm diese neue Kraft ein.
Trauma könne einen Teilverlust der Seele auslösen, behaupten die Schamanen. Es sei ein ganz gesunder Mechanismus der Seele, sich bei einem Unfall oder emotionalem Schockerlebnis vom Ort der Handlung zu entfernen - eine Erklärung für das, was psychologisch als „Dissoziation“ verstanden wird. Nun reist der Schamane in die ”mittlere Welt”, um diesem Teil der Seele zu begegnen und ihn zurückzubringen. Spirituelles Eindringen unerwünschter Energien äußert sich in chronischem Ärger, in Krebs und Schmerzen, die sich an spezifischen Stellen des Körpers manifestieren. Negative Gefühle und Gedanken sind oft die Ursache, zumal, wenn sie nicht offen ausgedrückt werden.Sandra Ingerman, C. Matthews, Robert und Josie Stewart waren repräsentant für jene, die ”im Dunkeln sehen”: Schamanen. Diese uralte Tradition tauchte in allen Kulturen auf und erlebt heute eine neue Blüte. In Einzelheiten mögen sie sich unterscheiden, meinte Ingerman, doch allen Schamanen sei gemein, dass sie - oft durch Trommeln - eine Reise in das tun, was Carlos Castaneda die ”nicht normale Realität” nennt. Sie haben dann Zugang zu helfenden Geistern. ”Solange wir gesund sind”, sagt Sandra Ingerman, ”haben wir zwei bis drei Totemtiere, die uns wie Schutzengel begleiten.”
Schamanen behandeln Krankheit von ihrem spirituellen Aspekt aus. Jemand könne krank werden, wenn ein Totemtier sich entferne und ein neues noch nicht seinen Platz eingenommen habe. Das sei dann ein Mangel an Kraft, der sich in chronischer Krankheit, chronischer Depression oder chronischem Unglück ausdrücken könne. Der Schamane reist dann in die ”untere Welt”, um ein Totemtier zu bitten, dem Patienten seine Kraft zurückzubringen, und er bläst ihm diese neue Kraft ein.
Trauma könne einen Teilverlust der Seele auslösen, behaupten die Schamanen. Es sei ein ganz gesunder Mechanismus der Seele, sich bei einem Unfall oder emotionalem Schockerlebnis vom Ort der Handlung zu entfernen - eine Erklärung für das, was psychologisch als „Dissoziation“ verstanden wird. Nun reist der Schamane in die ”mittlere Welt”, um diesem Teil der Seele zu begegnen und ihn zurückzubringen. Spirituelles Eindringen unerwünschter Energien äußert sich in chronischem Ärger, in Krebs und Schmerzen, die sich an spezifischen Stellen des Körpers manifestieren. Negative Gefühle und Gedanken sind oft die Ursache, zumal, wenn sie nicht offen ausgedrückt werden.


Verbindung durch Verschmelzen

Verbindungen klappen, so scheint es, nur dann, wenn wir uns total mit dem Wesen des anderen verschmelzen - sei es ein Totemtier oder eine Erbsendeva. Marco Pogacnik etwa hatte sich einmal auf Bewegungen im Wasser eingestimmt, die er als tanzende Nymphen ausmachte. Er erfühlte, was sie taten, als ein Potenzieren des Wassers, indem sie durch den Tanz Polarität schufen. Sabrina Dearborn schlug vor, dass man mit einem Salatkopf Verbindung aufnimmt, indem man ihn ansingt - sie hatte einst im Findhorner Garten die Elfen mit einem norwegischen Volkslied entzückt! Einstimmung kann also, ganz wörtlich, dadurch geschehen, dass wir eine Melodie anstimmen. Ingerman gab uns eine Formel: ”Absicht + Vereinigung + Liebe + Konzentration + Harmonie + Vorstellungskraft = Transmutation.” Unser Gefühl, von allem getrennt zu sein, ist, wie uns moderne Wissenschaft zunehmend bestätigt, die eigentliche Illusion. Separation kann jedoch überwunden werden durch die Erkenntnis, dass alles, was außerhalb von uns existiert, auch in uns ist.

Robert Stewart demonstrierte dies, als er über den Lebensbaum sprach. Wir Menschen beziehen uns auf den Boden unter unseren Füßen und die Sterne am Himmel durch den beschränkten Blickwinkel, den wir als von der Schwerkraft abhängige Wesen haben. ”Wie oben, so unten” sei aber eine Gleichung, die diese schiefe Perspektive gerade rücke. In allen Lebensbaum-Darstellungen, sei es in der jüdischen oder in der nordischen Ausprägung, in altägyptischer Mystik, Sufismus oder anderen Varianten, werde das Solarsystem als ein intelligentes Wesen an sich erfahren, welches wiederum in allem Leben auf der Erde seine Widerspiegelung findet. Allen Sphären des Lebensbaumes sei ein Erzengel zugeordnet - so sei etwa die Sonne, die im menschlichen Körper ihren Sitz in Herz und Lungen habe, mit Erzengel Michael verbunden, während Gabriel, der Verkünder von Christi Empfängnis, über dem Genitalienbereich wache, der auch der Platz des Mondes und der Gefühle ist.



Wie aus dem Bilderbuch

Der Töpfer, ehemalige Benediktinermönch und Waldorflehrer Brian Nobbs hatte sich vor 30 Jahren in der Findhorn Foundation eingefunden. Einer der Künstler, die früh ihren Weg in Peter Caddys gerade heranwachsende Gemeinschaft gefunden hatten. Er erzählte uns mit einem Zwinkern über einige märchenhafte Ereignisse in seinem hocheigenen ”Life of Brian”: wie er mit Schrecken und dann Wonne sanfte Finger spürte, die ihm im magischen Findhorner Garten über die Wangen strichen: wie er ein Jahr lang auf Dorothy’s Weisung Devas zeichnete, die ihm in seinem inneren Auge kamen; wie er schließlich “Roc” (Acronym für Robert Ogilvie Crombie) traf, einen andren großen Wegbereiter der Gemeinschaft.

Roc hatte Pan, den Herrn über alle Natur, mit eignen Augen gesehen, und auch manchen Faun und manche Fee. Brian erfuhr seine höhere Weihe in diesen Dingen, als er Roc in Edinburgh besuchte. Auch er sah die beeindruckende, meterhohe Figur des Pan. Hörte den Ton einer hohen Flöte und sah sich umgeben von einer Schar höchst wunderlicher androgyner Wesen in mittelalterlichen Westen und spitzen Schuhen.

Die Vision dauerte eine gute Viertelstunde, und am Ende seines Aufenthalts tauchte eines der kleinen Elfenwesen an der Bushaltestelle auf, von wo aus Brian wieder gen Findhorn fuhr. Mit ihm im öffentlichen Bus saß ”der Elf” Merlando, den noch heute zuweilen ein Findhorner im Garten sieht.

Wie Marco erklärt hatte: Wenn wir Wesen ”sehen”, geschehe dies oft auf dem Hintergrund unserer anerzogenen Bilderwelt. In Europa mögen wir Elfen, Feen, Zwerge, Einhörner oder Wesen aus der griechischen Mythologie ausmachen - in Südamerika dagegen wären es vermutlich Wesen wie einem Pyramidenrelief entsprungen. Die Formen, die Energien annehmen, scheinen Prägungen zu sein, die wir beeinflussen. Wie Sprache selbst, sind sie nicht wahre Realität, sondern Symbole für eine formlose freie Energie, die uns befähigen, diese Energie in unserer dreidimensionalen Welt zu interpretieren.


Unsere Geschichten wiederherstellen

Caitlin Matthews, die auch ihre Harfe mitgebracht hatte und selbstgeschaffene Lieder dazu sang, sprach über ihre Tätigkeit als ”schamanische Hebamme”. Wir alle seien mit unserer spirituellen Verwandtschaft verbunden wie durch eine Nabelschnur; wir bräuchten das klare Bewußtsein dieser Verbindung, um unseren persönlichen Ton sauber und klar singen zu können. Wenn wir eine Verbindung eingehen, fuhr Caitlin mit diesem Bild fort, spannen wir die zuerst lose durchhängende Saite straff. Ein wesentlicher Teil der Arbeit des Schamanen sei es, uns dabei zu helfen, unsere Berufung zu finden. Oft stünden Menschen an der Schwelle neuer Chancen und windeten sich: ”Ich habe dazu nicht das nötige Rüstzeug!”
Dabei sei es, wiederholte Matthews die Worte von Caroline Myss, der Wunsch unserer Geistgefährten, dass wir unsere Gaben nutzen. ”Wo die größte Angst sitzt, ist auch die Macht am größten. Angst verschließt diese Kraft vor uns, aber wenn wir den mutigen Schritt nach vorn tun, wird die Kraft die Angst verschließen.”
Aufgabe des Schamanen sei es zu finden, was verloren gegangen sei und wegzunehmen, was nicht mehr gebraucht werde. ”Oft erzählen Menschen eine Geschichte gegen sich selbst”, meinte Matthews. Der Schamane müsse nun reisen und das fehlende Stück in der Geschichte ausfindig machen, die Kraft zurückbringen in Form des Begleiters dieser Geschichte, des Totem.

In ihrem Workshop brachte uns Caitlin Matthews eine kleine Divinationstechnik bei, wie wir in die Mittelwelt reisen könnten. Rein äußerlich sah diese ”mittlere Welt” kalt und grau aus mit schweren Regenwolken am Himmel. Doch wer will ein Spielverderber sein? Wir wateten, jeder für sich, durch den aufgeschwemmten Rasen und fanden, jeder für sich, einen Ort, drehten uns im Kreise, blieben stehen und registrierten: ”Was liegt vor mir? Dies öffnet den Weg!” Ich sah Kieselsteine, einer weiß, und die andren hatten vor ihm einen offnen ”Gang” gebildet. Gut. Halbe Drehung: Hinter mir liegt, was den Weg vorbereitete: ein Topf, übervoll mit Pflanze, Wucherung. Linkerhand die Herausforderung: eine Badewanne voll stagnierenden Wassers. Rechts: ein Treibhaus. Unter mir sollte ich sehen, was mir Kraft gibt: ein einsames Gänseblümchen. Und über mir meine Inspiration: Graue, tiefhängende Leere. Aha, dachte ich mir: wie eine leere Leinwand. Vielleicht sollte ich wieder malen!

Wir können unserer Berufung eine Nase drehen, sagte Caitlin, aber das kostet was. Die Geschichte wird uns einholen - und nicht immer als spielerische Einladung. Lesley Quiltey, eine junge Frau, die seit einiger Zeit in Findhorn lebt, ist ein vollendeter Clown. Am Abschlußabend rollte sie, brumm brumm, auf ihrer visionierten heißen Maschine als Hell’s Angel in schwarzem Leder und Clownsnase in die Halle:
”So habt ihr euch mich nicht vorgestellt, was? Als ihr da eurem spirituellen Führer begegnen solltet: ‘Am Rande des Sees, zwischen zwei Bäumen, wo drüber der Mond steht...?’ ( Anspielung auf eine der zahlreichen geführten Meditationen, die uns in dieser Woche zuteil wurden). Hell’s Angel Quiltey demonstrierte herzhaft, wie Engel seine Nerven verliert, wenn Mensch am Scheidewege steht. Sie schnurrte, sie schmeichelte, sie suggerierte, sie flüsterte, sie seufzte, sie brüllte, sie riss sich die Haare aus, sie kickte den Kandidaten in den Allerwertesten: ”Daaaaa geht’s lang!!!”

© Carola Splettstößer
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